INHALT

SIE WAREN NICHT IMSTANDE ZU BEANTWORTEN

Ihlâs Stiftung Band –7

  1-Anfang

  2-Nhaltsverzeichnis

  3-Zur Einrichtung Des Buches

  4-Vorwort

  5-Einführung

  6-Glaubenslicht Der Herzen

  7-Eine Studie Über Die Vier Bücher, Die Als Evangelien Bezeichnet Werden

  8-Das Evangelium Nach Matthäus

  9-Das Evangelium Nach Markus

10-Das Evangelium Nach Lukas

11-Das Evangelium Nach Johannes

12-Die Unterschiede Und Widersprüche Der Vier Evangelien

13-Eine Studie Über Die Bücher Im Neuen Testament

14-Erwiderung Auf Das Buch "Die Festigkeit Der Überlegungen"

15-Der Heilige Koran Und Die Evangelien Von Heute

16-Die Unrichtigkeit Der Lehre Von Der Dreieinigkeit

17-Die Beweise Für Die Unrichtigkeit Der Lehre Von Der Dreieinigkeit Mit Den Worten Des Heiligen Propheten Jesus, Friede Sei Mit Ihm

18-Erwiderung Auf Die Verleumdungen Eines Priesters

19-Allah, Der Erhabene, Ist Einzig

20-Das Thema "Wissen"

21-Das Thema "Macht"

22-Jesu, Friede Sei Mit Ihm, War Ein Mensch; Man Darf Ihn Nicht Anbeten

23-Jesus, Friede Sei Mit Ihm, Ist Ein Prophet; Man Darf Ihn Nicht Anbete

24-Von Den Vier Evangelien

25-Das Judentum Und Die Thora

26-Der Talmud

27-Was Ist Zivilisation?

28-Die Letzten Worte Eines Märtyrers

29-Die Übersetzung Des 147. Briefes

30-Die Übersetzung Des 83. Briefes

31-Die Übersetzung Des 110. Briefes

32-Die Übersetzung Des 16. Briefes

33-Die Übersetzung Des 153. Briefes

34-Die Übersetzung Des 154. Briefes

35-Islamische Wissenschaften

36-Gelehrtheitsstufen Nach Der Islamischen Rechtswissenschaft Bzw. Der Rechtsgelehrten

37-Glossar

38-Hadis-i Scherif

 Im heiligen Koran wird deutlich mitgeteilt, dass Jesus nicht gekreuzigt und nicht getötet wurde. In diesen vier Evangelien wird deutlich gesagt, dass Jesus getötet wurde. So wird verständlich, dass das heilige Evangelium, das im heiligen Koran als heiliges Buch anerkannt wird, anders ist, als diese vier Evangelien. Sowohl es ersichtlich ist, gestehen es auch die Priester, dass viele Anekdote in diesen Büchern nicht von Jesus selbst sind und dass sie nach der Himmelfahrt geschrieben wurden. So sind beispielsweise die überlieferten Worte von Jesus, Friede sei mit ihm, die er im Gefängnis und bei Sterben gesagt haben soll. Es versteht sich von selbst, dass diese Worte nicht die Worte ALLAHs, des Erhaben, sind und dass das heilige Evangelium sie nicht beinhaltet. Dass solche Beispiele hinweisen darauf geben, dass diese vier Evangelien keine Worte ALLAHs, des Erhabenen, sind, werden in den Büchern namens Kitâbül a’lâm fi beyân-ý mâfî-dîninnasârâ minel-bid’i vel-evham (Die Äußerungen der christlichen Geistlichen, die zur falschen Einbildung und religiösen Abweichung führen) von Imam-ý Kurtubî, Hidâyetül hýyârâ fî-ecvibetil yehudi vennasârâ (Zur Rechtleitung der verirrten Juden und Christen) von Ibnü Kayyým-ül-cevziyye, Ettahcîl min-harfil Incil (Beschämen der Entsteller des Evangeliums) von Sâlih Sü’ûdi Malikî und in berühmten Büchern von Ahmed Effendi aus Taschköprü und Kâtip Çelebi erläutert.

Heute ist das wahre Evangelium nicht vorhanden. Wie die Christen das heilige Evangelium nicht haben, so haben die Moslems es auch nicht. Die meister Priester lehnen es sogar ab, dass das heilige Evangelium herabgesandt wurde. Nach einer Überlieferung verbrannten die Juden das heilige Evangelium, als sie Jeses, Friede sei mit ihm, töten wollten. Oder sie vernichteten es. Damals war das heilige Evangelium nicht verbreitet. Denn die Dauer des Prophetentus Jesus, Friede sei mit ihm, setzte ungefähr drei Jahre lang fort und die Anzahl der Gläubigen war gering. Die meisten von ihnen waren Bauern und konnten weder lesen noch schreiben. Es ist auch denkbar, dass man auch das wahre Evangelium für falsch hielt und dass man es mit anderen Evangelien 325 n. Chr. vernichtete. Damals gab es fünfizg Evangelien, die nicht miteinander übereinstimmten. An jedes Buche glaubten bestimmet Leute. Unter ihnen herrschte Streitigkeiten und man vergoß viel Blut. Während der Gerichtsverhandlung von Arius wurden vier Evangelien ausgewählt und die anderen verboten. Dies steht in den Geschichtsbüchern der Kirche. Ein britischer Priester sammelte einen Teil von den verbotenen Evangelien und stellte die Namen derer, die er nicht finden konnte fest. Er übersetzte sie ins Englische und veröffentlichte sie 1236 (1820 n. Chr.) in London. Ahmed Fârisî Effendi, Redakteur der Zeitung El-cevâib übersetzte dieses Buch ins Arabische. Die Bücher, die als Evangelien bezeichnet wurden, sind in unserem Buch Samsâmiyye erwähnt.

Die Christen glauben daran, dass die vier Evangelien und Bücher, die sie als Thora und Psalter bezeichnen, herabgesandt wurden. Die Worte, die in diesen vier Evangelien als Worte Jesus erwähnt werden, dürfen nicht gelten, da sie zweifelhaft und keine übereinstimmend verbreitete Überlieferungen sind. Markus und Lukas waren Schüler von Paulus und sahen Jesus, Friede sei mit ihm, nie. Im Evangelium nach Lukas steht, dass Paulus Jesus auch nicht sah und dass er nach der Himmelfahrt erschien und sagte, dass Jesus ihm vom Himmel erschienen wäre. Es ist nicht zu glauben, dass sie Anekdoten geschrieben haben, die sie von Jüngern hörten. Denn sie haben keinen der Überlieferer bekannt gemacht, indem sie ihre Namen und Eigenschaften nannten. Sie schrieben, als ob sie Jesus, Friede sei mit ihm, gesehen und es von ihm selbst gehört hätten. Solche Texte bezeichnen Geschichtsschreiber als Lügen und Verleumdungen. Beispielsweise obwohl es im 26. Kapitel Matthäus und im 14. Kapitel Markus steht, dass zwölf Jünger in der Nacht entflohen, in der die Juden Jesus, Friede sei mit ihm, gefangen nehmen wollten und dass Petrus von fern beobachtete und sie verfolgte und bis zum Haus des Oberrabbiners ging und dann entfloh, da er Angst hatte, stehen in verschieden Kapiteln der vier Evangelien Man versteht ohne weiteres, dass solche Texte Lügen und Verleumdungen sind, die man von Juden hörte.

Wenn man behauptet: “Jesus erwachte nach drei Tagen aus dem Grab und erzählte, was er erlebte. Anekdoten in den Evangelien sind nicht das, was sie von Juden hörten, sondern das, was Jesus mitteilte.” Die Juden haben bemerkt, dass der Mann, den sie kreuzigten und töteten, nicht Jesus war, als sie ihn begruben, und nahmen ihn aus dem Grab und beerdigten ihn andeswo, damit es nicht von anderen erfahren wurde. Die Äußerung, dass “Jünger ihn aus dem Grab herausnahm”, sei eine Lüge bzw. Verleumdung dann zeigt uns das, dass diese Behauptung falsch ist. Dass die Äußerung “Er kam ausdem Grab heraus” nicht richtig ist, wissen sie selbst. Im sechszehnten Kapitel Markus steht: “Nachdem Jesus früh am Sonntag auferstanden war, zeigte er sich zuerst Maria aus Magdala, die er von sieben bösen Geistern befreit hatte. Sie ging zu den trauernden und weinenden Jüngern und berichtete ihnen ihr Erlebnis. Die Jünger hörten zwar, dass Jesus lebte und Maria ihn gesehen habe, aber sie glaubten ihr nicht.” Und im zwanzigsten Kapitel Johannes heißt es: “Aber sie (Maria) wusste nicht, dass es Jesus war... Sie dachte, er sei der Gärtner...” Wenn man behauptet: “Jesus prophezeite seinen Jüngern, was er erleben wird und dass er nach drei Tagen aus dem Grab auferstehen würde”, so lautet die Erwiderung darauf, dass Maria berichtete, dass sie Jesus gesehen hatte. Die Jünger hätten also nicht daran zweifeln dürfen. Sie müssten sogar zum Grab gehen und warten, bis er auferstand.

[Heute glauben alle Christen den vier Evangelien, die das Konzil in Nizäa anerkannt hat, dass sie als das heilige Buch herabgesandt wurden. Die Dreieinigkeit, die im Evangelium nach Johannes erwähnt wird, ist die Grundlage ihrer Religion. Sie sagen, Jesus sei Gott oder Sohn Gottes. Der ewige, einzige Gott liebe ihn sehr. Gott erschaffe, was er wolle. Sie bitten deswegen ihn. Sie beten ihn und seine Standbilder an. Sie sagen, Sohn Gottes bedeute, dass Gott ihn sehr liebe. Die Menschen, die einen solchen Glauben haben, heißen Schriftbesitzer. Christen, die behaupten, dass er ewig ist und erschaff, sind Götzendiener. Da sie nicht an Muhammed, Friede sei mit ihm, glauben, sind sie alle ungläubig.]

19

DAS JUDENTUM UND DIE THORA

Es ist nun geeignet, über Juden und ihre Bücher zu berichten, da das Judentum die Fortsetzung der Religion von Moses, Friede sei mit ihm, ist. Zu erst beginnen wir mit dem Werdegang des Judentums:

Abraham, Friede sei mit ihm, ist einer der größten Propheten. Er war weder Jude noch Christ. Er war ein echter Moslem. Er ist Ahne der Kinder Israel und zugleich ein Araber. Er ist auch ein Urgroßvater von Muhammed, Friede sei mit Ihm.

Babylon war die Hauptstadt von Babylonien. Den König von Babylonion nannte man Nimrod. Die Babylonier beteten damals den Mond, die Sonne und die Sterne an. Sie erzeugten auch verschiedene, dazugehörige Götzen. Ihre Könige waren auch Götzen für sie. ALLAH, der Erhabene, sandte ihnen Abraham, Friede sei mit ihm, als Propheten. Aber sie glaubten ihm nicht. Sie wollten diesen heilige Propheten im Feuer verbrennen. Aber ALLAH, der Erhabene, machte das Feuer, inden sie Ihn warfen, harmlos. Das Feuer, das sie Tage lang vorbereiteten, verwandelte sich in einen grünen Garten. Trotz dieses Wunders glaubten die meisten nicht. Abraham, Friede sei mit ihm, zog nach Ägypten. Danach kehrte er mit dem Befehl ALLAHs, des Erhabenen, nach Palestina zurück. Nach dem Tod Abrahams, Friede sei mit ihm, wurde sein Sohn Isaak, Friede sei mit ihm, und danach Jakob, sein Sohn, Friede sei mit ihm, Prophet. Der andere Name Jakobs ist Israel. Die Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs nennt man daher die Kinder Israel. Die Söhne Jakobs, waren eifersüchtig auf ihren Bruder Joseph, Friede sei mit ihm. Sie warfen ihn in einen Brunnen und sagten Jakob, Friede sei mit ihm, dass er gestorben sei. Reisende, die an dem Brunnen vorbei kamen, retteten ihn. Sie brachten ihn nach Ägypten und verkauften ihn als einen Sklaven. Aziz, der Finanzminister von Ägypten kaufte Joseph und brachte ihn in sein Haus. Suleyha, seine Frau, verliebte sich in ihn. Da er sich nicht auf sie einliess, verleumdetete sie ihn. Daraufhin wurde Joseph eingesperrt. Farao, der Herscherr von Ägypten, hatte einen Traum. Joseph deutete den Traum Pharaos und wurde von dem Gefängnis befreit. Farao ernannte Joseph, Friede sei mit ihm, zum Finanzminister. Joseph, ließ Jakob, seinen Vater, und seine Brüder aus Kanaan in Palästina nach Ägypten kommen. Pharao erwies Jakob, Friede sei mit ihm, und seinen Söhnen große Ehre. So haben sich die Kinder Israel in Ägypten nieder gelassen. Zuerst lebten sie glücklich in Ägypten. Später erlebten sie in Ägypten Grausamkeit und Kummer und wurden zu Sklaven. Moses, Friede sei mit ihm, der sie zum gelobten Land führte, rettete sie aus dieser Bedrängnis.

Pharao erzog Moses, Friede sei mit ihm, in seinem eigenen Schloß. Als Moses vierzig Jahre alt war, verließ er das Schloß und ging zu seinen Verwandten und zu Aaron, seinem älteren Bruder.

Eines Tages sah er, dass ein ungläubiger Ägypter einen Israeliten quälte. Er rettete ihn, aber der Ägypter starb. Er floh in die Stadt Midian. Dort heiratete er die Tochter Jethros, Friede sei mit ihm, und diente ihm zehn Jahre lang. Danach machte er sich auf den Weg nach Ägypten. Unterwegs sprach er auf dem Berg Sinai mit ALLAH, dem Erhabenen. Er kam in Ägypten an und forderte Pharao zum Glauben auf und forderte dass die Kinder Israel frei gelassen werden. Pharao lehnte ab. Er sagte, dass Moses ein großer Zauberer sei und sie täuschen wollte, um das Land zu erobern. Und er fragte seine Minister, was er tun solle. Sie sagten, dass alle seine Zauberer gemeinsam ihn besiegen könnten. Die Zauberer kamen zusammen. In Anwesendheit des Volkes Ägyptens legten sie Schnüre auf den Boden. Jede Schnur erscheinte als eine Schlange und kroch auf Moses, Friede sei mit ihm zu. Moses, Friede sei mit ihm, legte seinen Stab auf den Boden. Er verwandelte sich in eine große Schlange und verschlang alle Schnüre. Die Zauberer wunderten sich sehr und wurden gläubig. Pharao wahr sehr böse und sagte: “Ich wußte nicht, dass er euer Meister war. Ich lasse eure Hände und Beine abhauen und euch alle an Dattelbäume hängen.” Sie erwiderten: “Wir haben Moses geglaubt und nehmen Zuflucht zu seinem Schöpfer. Wir bitten nur um SEINE Gnade.” Das Wasser der Ungläubigen verwandelte sich in Blut. Es regneten Frösche. Hautkrankheiten verbreiteten sich. Drei Tagelang herrschte Finsternis. Als Pharao die Wunder erlebte, bekam er Angst. Er erlaubte den Kindern Israel, aus Ägypten auszuwandern. Als der Prophet Moses und die Kinder Israel auf dem Weg nach Jerusalem waren, bereute Pharao seine Genemigung. Er und seine Soldaten verfolgten sie. Das rote Meer teilte sich auf und die Gläubigen gingen durch das Meer. Während Pharao und seine Soldaten im Roten Meer waren schloss sich das Meer zusammen und Pharao ertrank mit seinen Soldaten. Die Kinder Israel sahen unterwegs Götzendiener, die einen Ochsen anbeteten. Sie verlangten von Moses, Friede sei mit ihm, auch einen Ochse als einen Götze zu haben. Moses erwiderte: “Es gibt keinen Gott außer ALLAH, dem Erhabenen. ALLAH, der Erhabene, hat uns gerettet.” Dann kamen sie in die Wüste Sin und verirrten sich. Sie mussten Durst und Hunger ertragen. Dann fiel Manna und Fleisch vom Himmel. Davon aßen sie. Wenn Moses, Friede sei mit ihm, mit seinem Stab auf den Boden schlug, trat Wasser heraus. Das tranken sie. Nach einer Weile sagten sie, dass sie genug von Manna und Fleisch hatten. Sie verlangten andere Speisen wie Bohnen und Zwiebeln. Sie kränkten Moses, Friede sei mit ihm. Daher mussten sie vierzig Jahre in der Wüste weilen. Moses ließ Aaron, Friede sei mit ihnen, als seinen Vertreter und stieg auf den Berg Sinai. Vierzig Tage betete er dort. Er hörte die Worte ALLAHs, des Erhabenen. ALLAH, der Erhabene, sandte die Thora, SEIN heiliges Buch, zwei Schrifttafeln, auf denen zehn Gebote aufgeschrieben waren, herab. Ein Heuchler namens Samisi sammelte alles Gold und goß zu einem Kalb. Er sagte, dass es der Gott von Moses sei. Sie fingen an, das Kalb anzubeten. Sie gehorchen Aaron, Friede sei mit ihm, nicht. Als Moses, Friede sei mit ihm, zurück kam und die Lage sah, wurde er sehr böse. Er verfluchte Samiri. Er war auch böse auf seinen älteren Bruder und packte ihn an seinen Bart. Sie bereuten und flehten um Vergebung. Moses verkündete die heilige Thora und zehn Gebote. Sie begannen, anzubeten, wie die heilige Thora es vorschrieb. Später verdarben sie wieder. Sie teilten sich in einundsiebzig Sekten.

Moses, Friede sei mit ihm, kam mit seiner Gemeinschaft in den südlichen Teil des Toten Meeres. Er kämpfte gegen einen König namens Udsch bin Unk. Er eroberte das Gebiet gegenüber dem Fluss Jordan. Er stieg auf den Berg gegenüber dem Fluss Jericho. Er sah das Land Kanaan von Ferne. Er bestimmte Josua als seinen Nachfolger. Nach einer Überlieferung starb er 1605 v.Chr. im einem Alter von 120 Jahren dort. Josua eroberte die Stadt Jericho und danach Jerusalem von den ungläubigen Amalikas.

Dann wurde David, Friede sei mit ihm, Herrscher. Er eroberte erneut Jerusalem. Mit ihm begann eine Prachtzeit für die Juden. Danach ließ Salomo, Friede sei mit ihm, den berühmten Tempel in Jerusalem, für die sein Vater die Maßnahmen der Vorbereitung getroffen hatte, bauen. Er veranlasste, dass man die heilige Truhe in ein Zimmer des Tempels stellte.

Die Juden, die aus zwölf Stämmn hervorkamen, gründeten nach dem Tod Salomos, Friede sei mit ihm, zwei Staaten. Der eine wurde von zehn Stämmen gegründet und “Israel” genannt. Der andere hieß “Jehuda” und wurde von zwei Stämmen gegründet. Sie kamen beide vom richtigen Weg ab. Die Assyrier ruinierten 721 v.Chr. den Staat Israel und die Babylonier 586 v.Chr. den Staat Jehuda. Die Assyrier besetzten Babylonien. Nebukadnezar, der assyrische König, ruinierte 587 v.Chr. Jerusalem. Er ließ die meisten Juden töten und den Rest nach Babylonien abschieben. In dieser Verwirrung wurde die heilige Thora verbrannt. Die heilige Thora war ein sehr dickes Buch. Sie bestand nämlich aus vierzig Teilen. In jedem Teil gab es tausend Suren und jede Sure bestand aus tausend heiligen Versen. Dieses großartige Buch wurde nur von Useir, Friede sei mit ihm auswendig gelernt. Er lehrte die Juden die heilige Thora wieder. Im Laufe der Zeit vergaß man viele Teile und sie wurden auch entstellt. Verschiedene Personen verfassten das, woran sie sich erinnern konnten. So entstanden verschiedene Bücher, die Thora hießen. Ein Rabbiner namens Azra sammelte sie ungefähr 400 v.Chr. und verfasste ein Buch, nämlich das Alte Testament von heute. Als der persische König die Assyrier besiegte, erlaubte er den Juden, nach Jerusalem zurückzukehren. Sie bauten 520 v.Chr. den Tempel in Jerusalem wieder auf. Sie lebten zuerst unter der Herrschaft der Perser und dann der Mazedanier. Im Jahre 63 v.Chr. wurde Jerusalem von Pompey, dem römischen Kommandant, erobert. Er verjagte die Juden und ruinierte die Stadt und den Tempel in Jerusalem. So herrschte römische Herrschaft. Unter der römischen Herrschaft ließ Herod, der judische Gouverneur den Tempel wieder aufbauen. Danach empörten sich die Juden gegen die römische Herrschaft. Titus, der römische Kommandant, ruinierte Jerusalem 70 n.Chr. Der Tempel in Jerusalem wurde auch verbrannt. Es blieb nur die westliche Mauer enthalten. Diese Mauer bezeichnen sie als Klagemauer. Die Mauer hält seit Jahrhunderten die National– und Religionsbewusstsein der Juden wach. Der Glaube an den Messias diente auch zum Fortsetzen dieses Bewusstseins. Byzantiner, Omaijaden und Osmanen ließen die Mauer erhalten und reparierten den Tempel.

Aufgrund des Massakers und der Unterdrückung von Titus verließen die Juden Palästina gruppenweise. Sie wurden aus Jerusalem und seiner Gegend verjagt. Judische Sklaven wurden nach Ägypten gebracht, um dort unter römischen Herrschaft zu arbeiten. In diesen Jahren verbreiteten sich die Juden überall auf der Welt. Im Judentum unterscheiden Juden zwei Bestimmungsquellen: 1– Schriftliche Bestimmungen, 2– Mündliche Bestimmungen.

Thora und Talmud sind zwei Bücher, welche die Juden als heilig bezeichnen. Die Thora gilt als schriftliche und der Talmud als mündliche Bestimmungen.

Thora nennen Christen das Alte Testament. In der Thora unterscheiden Juden drei Teile: 1– Pentateuch, 2– Die Propheten, 3– Die Bücher der Propheten. Das Wort “Thora” entstand dadurch, dass man die Anfangsbuchstaben im Hebräischen nebeneinander schrieb. Der Teil “Propheten” besteht aus zwei Unterteilen. Für die ersten Propheten gibt es fünf und für die letzten Propheten fünfzehn Bücher. Der Teil der “Bücher der Propheten” besteht aus fünfzehn Büchern.

Die Juden glauben, dass die Thora aus fünf Büchern, bestehe und auf dieser Weise von ALLAH, dem Erhabenen, Moses, Friede sei mit ihm, gesandt worden sei. Diese fünf Bücher sind: Genesis, Exodus, Levitikus, Numeri, Deuteronomium. Im Teil “Deuteronomium” wird das Alter, der Tod und die Beerdigung Moses erwähnt. [Das 5. BuchMose, im 34. Kapitel.] Wie wurde dieser Zustand Moses nach seinem Tod geoffenbart? Dieses Beispiel ist einer der Beweise, dass die heutige Thora nicht das heilige Buch ist, das ALLAH, der Erhabene, Moses offenbarte.

Nach dem Buch namens “History of the Jews” von H. Hirsch Graetzin, einem judischen Geistlichen, gründeten die Juden die Versammlung der siebzig Mitglieder. Den Leiter dieser Versammlung nannten sie Oberwahrsager. Die judischen Geistlichen, die an Schulen, die Thora erläutern, werden Schreiber genannt. Ein Teil ihrer Erläuterungen sind nachher der Thora hinzugefügt worden. Sie sind die Schreiber, die in den Bibeln erwähnt werden. Eine ihrer Aufgaben ist es, sich darum zu bemühen, dass die Juden die Thora befolgen.

Es gibt noch eine andere Thora, woran die meisten Juden nicht glauben. Sie nennt man die Thora nach Schomranim. Juden, die daran glauben, glauben, dass die Schreiber Erläuterungen der Thora hinzugefügt und sogar die Buchstaben geändert haben. Es wird mitgeteilt, dass es ungefähr sechstausend Nichtübereinstimmungen zwischen der heutigen Thora und der Thora nach Schomranim gibt.

Christen nennen die Thora das Alte Testament. Juden erkennen jedoch diese Bezeichnung nicht an.

Es ist sicher, dass die heutige Thora nicht die heilige Thora ist, die von ALLAH, dem Erhabenen, Moses herabgesandt wurde. Zwischen der Zeit, in der die ältesten Thora-Exemplare aufgeschrieben wurden, und der Lebzeit Moses gibt es einen Unterschied von zweitausend Jahren. Moses, Friede sei mit ihm, wollte, dass die Gelehrten seiner Gemeinschaft die heilige Thora in die heilige Truhe legen und dort aufbewahren. Nachdem Salomo, Friede sei mit ihm, den Tempel in Jerusalem aufbaute, stellte er die heilige Truhe dort auf. Aber als er die Truhe öffnen ließ, waren darin nur zwei Schrifttafel, worauf die zehn Gebote geschrieben waren.

Elliot Friedman, Professor an der Üniversität in Kalifornien, verfasste ein Buch namens “Wer hat die Thora geschrieben?” Dieses Buch hat die jüdische und christliche Welt verwirrt. Friedman erklärte, dass die fünf Bücher der Thora von fünf Geistlichen verfasst wurden und dass man die von Moses herabgesandte heilige Thora, keineswegs mit diesen Exemplaren vergleichen dürfte. Professor Friedman sagte, dass das Alte und Neue Testament, sowie Teile der Bibel, im Widerspruch stehen. Er bewies diese Widersprüche mit Beispielen in seinem Buch. Übrigens weist Professor Friedman darauf hin, dass die Bücher der Thora einander widersprechen und dass man ein solches Buch durchaus nicht “ein heiliges Buch” nennen dürfte. Außerdem sind die Aussagen in den fünf Büchern, aus denen die heutige Thora besteht, vollkommen verschieden voneinander.

Nach Professor Elliot Friedman ist die heutige Thora von fünf Rabbinern verfasst worden, die einige Jahrhunderte nach Moses Lebzeit lebten. Azra, ein andere Rabbiner, sammelte diese Bücher zusammen und vervielfältigte diese mit der Behauptung, dass dieses Buch das Original des Alten Testaments sei. Professor Friedman, Geschichtsforscher, äußert sich in seinem Buch wie folgt:

“Heute gibt es drei verschiedene Thora: Die hebräische ist die, die Juden und Protestanten anerkennen. Die andere ist griechisch. Sie wird von Katholiken und Ortodoxen anerkannt. Die dritte ist samaritanisch. Und sie wird von den Samaritaner anerkannt. Obwohl diese als die ältesten und vertrauenswürdigsten Thora gelten, bestehen viele Widersprüche zwischen ihnen und innerhalb ihrer selbst. In ihnen gibt es Einprägungen, welche Menschen zur Grausamkeit führen und Verleumdungen für manche Propheten, so dass es keinesfalls Bestandteile einer wahren Religion und der Stellung der Propheten würdig sein könnte. Es steht außer Frage, dass diese Widersprüche in der heiligen Thora nicht vorhanden sind.”

Auch Richard Simon, ein französischer Priester erklärt in seinem Buch namens “Historia Critique du Vieux Testament”, dass die heutige Thora nicht die heilige Thora ist, die Moses offenbart wurde und dass man sie in verschieden Zeiten verfasst und zusammen gesetzt hat. Dieses Buch des Priesters ist verboten worden und man hat ihn exkommuniziert.

Dr. Jean Astruc äußert in seinem Buch namens “de Conjectures il parait quee Mouse s’est Servi pour composer le livre dela Genese”, dass die Thora aus fünf Teilen besteht und dass jeder Teil ein zusammengesetztes Buch ist. Jean weist darauf hin, dass die Namen in einem Teil verändert und in anderen Texten wieder verwendet werden.

Der elfte Vers und die folgenden Verse im ersten Kapitel Genesis besagen, dass die Pflanzen vor den Menschen erschaffen wurden. Der fünfte, sechste, siebte, achte und neunte Verse aber besagen, dass, die Pflanzen nach den Menschen erschaffen wären. Da Jean Astruc diese Widersprüche und dergleichen erwähnte, wurde er als Atheist proklamiert.

Gottfried Eichhorn verfasste 1775 ein Buch, in dem er erwähnte, dass auch die fünf Bücher außer Genesis hinsichtlich des Datums und der Aussage verschieden sind. Eichhorn und seine Bücher wurden exkommuniziert.

Herden, ein deutscher Dichter und Philosoph [1744-1803] schreibt in seinem Buch namens “Vom Geiste der hebräischen Poesie”, dass viele Gedichte der Psalmen zu hebräischen Dichtern gehören und in verschieden Zeiten geschrieben und nachher zusammengesetzt wurden. Übrigen weist er darauf hin, dass Das Hohelied ein Liebesgedicht ist, das man keinesfalls Salomo, einem Propheten, zuschreiben dürfte. Wenn man es erkennen will, genügt es, nach dem Hohelied zu blicken.

Weil man die Forschungen über die hebräischen Sprache erweiterte, ist es bewiesen, dass die fünf Bücher der Thora nicht zu Moses, Friede sei mit ihm, gehören, sondern in verschieden Zeiten zusammengesetzt wurden. Viele europäische Geschichtsforscher, Priester und Geistliche haben Bücher veröffentlicht, um diese Angelegenheit zu klären.

Dr. Graham Seroggie, Mitglied des Instituts “Mood Bibel”, gesteht in seinem Buch namens “Ist Bibel Gotteswort?”, dass das Alte und Neue Testament kein Wort ALLAHs, des Erhabenen, ist.

Dr. Stroggie dagegen sagt wie folgt: “Das 1. Buch Moses (Genesis) ist voll von Ahnentafeln. Wer stammt von wem? Wie wurde man geboren? Ständig werden diese Angelegeheiten geäußert. Was geht es mich an? Was hat das mit der Anbetung und mit der Liebe zu ALLAH, dem Erhabenen, zu tun? Wie kann man ein guter Mensch sein? Was bedeutet der Tag der Auferstehung? Wem und wie werden wir Rechenschaft ablegen? Wie muss man sich verhalten, um ein rechtschaffener Mensch zu sein. Die Angelegenheiten werden einwenig erwähnt. Am meisten werden Legenden erzählt. Außerdem sind die angegebenen Themen nicht überzeugend; Beispielsweise übergeht man ein Tag, bevor man damit fertig ist. Wie kann ein solches Buch Gotteswort sein?”

Wer heute das Buch, das die Juden die Thora und die Christen das Altes Testament nennen, liest, versteht, dass es nicht das von ALLAH, dem Erhabenen, gesandte heilige Buch, sondern ein Unsittlichkeit einprägendes Buch ist. Viele westlichen Wissenschaftler und Geistliche, die begriffen, dass diese keine heilige Bücher sind, haben viele Bücher veröffentlicht und versucht, diese Wahrheit allen zu verkündigen. Wir können diese Angelegenheiten hier nicht eingehender erwähnen, weil das Volumen unseres Buches nicht ausreichend ist.

20

DER TALMUD

Der Talmud ist ein Buch, das die Juden nach der Thora als heilig anerkennen. Sie behaupten, dass es mündliche Bestimmungen enhält. Der Talmud besteht aus zwei Teilen. Sie sind Mischna und Gamara.

Mischna bedeutet im Heräischen wiederholen. Mündliche Bestimmungen sind als Gesetze festgestellt. Nach jüdischem Glauben hätte ALLAH, der Erhabene, Moses, Friede sei mit ihm, auf dem Sinai, sowohl die Thora (schriftliche Bestimmungen) als auch manche Erkenntnisse (mündliche Bestimmungen) gewährt. Moses, Friede sei mit ihm, hätte diese Erkenntnisse Aaron, Josua und Elisa mitgeteilt. Und diese hätten sie folgenden Propheten mitgeteilt. Elisa ist der Sohn Jethros, Friede sei mit ihnen. [Das steht im Buch namens Mir’at-i kâinât]. Dass Juden Useyr Azra nennen steht im Buch namens Mundschid.

Diese Erkenntnisse wurden von Generationen zu Generationen, das heißt von Rabbinern zu Rabbinern überliefert. 538 v.Chr. und 70 n.Chr. wurden verschiedne Mischnas geschrieben. Zu diesen Mischnas wurden u.a. jüdischen Bräuche jüdisches Rechtswesen, Erörterungen und Meinungen der Rabbiner hinzugefügt. So wurden Mischnas in Bücher verwandlet, die aus Meinungen und Erörterungen der Rabbiner bestanden.

Akiba, einer der Rabbiner, sammelte diese Mischnas und teilte sie ein. Meir, sein Schüler und ein Rabbiner vereinfachte sie, indem er ihnen Erläuterungen hinzufügte. Die darauf folgenden Rabbiner stellten bestimmte Verfahren und Bedingungen fest, um diese Überlieferungen zu sammeln und zu verfassen. So entsanden viele Überlieferungen und Bücher. Endlich gelangen diese zu dem Rabbiner Judas. Judas schrieb im zweiten Jahrhundert n.Chr. das vertrauenswürdigste dieser Bücher nieder, um dieses Durcheinander zu beseitigen. Der Rabbiner Judas stellte in vierzig Jahren ein Buch zusammen, das auf die vorhandenen Bücher und besonders auf das Buch Meirs basierte. Dieses ist das letzte und berühmteste Buch Mischna geworden, das den Inhalt anderer Bücher enthielt.

Die Rabbiner, die im ersten und zweiten Jahrhundert n.Chr. lebten und sich an dem Schreiben Mischnas beteiligten bzw. dessen Worte in Mischna stehen, heißen Tannaim nämlich Lehrer. Judas war einer der letzten Lehrer. Man nennt sie auch Richter. Rabbiner, die sich an dem Schreiben Gamaras beteiligten, heißen Amoraim nämlich Erläuterer. Diese dürfen keine Fehler der Lehrer feststellen, sondern sie dürfen nur deren Meinungen erläutern. Rabbiner, die im sechsten und siebten Jahrhundert n.Chr. zum Talmud u.a. Erläuterungen hinzufügten, heißen Saboraim nämlich Vernünftige oder Diskussionsredner. Rabbiner, die den Talmud auslegen und erläutern, und zugleich Leiter eines jüdischen Konzils sind, heißen Geonim, d.h. jüdische Geistliche, die Beurteilungen abgeben dürfen. Rabbiner, die keine Leiter eines jüdischen Konzils sind, werden Posekim genannt, d.h. jene, die entscheiden bzw. beschließen dürfen.

Die Rabbiner, die nach Judas gekommenen sind, haben zu Talmud u.a. Erläuterungen hinzugefügt. Die Sprache Mischnas ist das neue Hebräisch, in der Griechisch und Lateitnisch ihre Wirkungen haben.

Der Zweck Mischnas ist, mündliche Bestimmungen, die als Ergänzung der Thora betrachtet werden, bekannt zu machen. Die Erkenntnisse, die Judas nicht dem Talmud hinzugefügt hatte, wurden der Mischnas nachher von anderen Rabbinern entnommen. Diese nannte man Tosefta, d.h. Hinzufügung.

Die Mischnas sind einfacher als die Thora, aber hinsichtlich der Wortarten und des Satzbaues sehr verschieden. Die Bestimmungen sind als allgemeine Regel geäußert. Man hat interessante Beispiele angegeben. Als Quelle für diese Bestimmungen werden Verse der Thora erwähnt. Mischna besteht aus sechs Teilen: 1– Zeraim (Keime), 2– Moed (heilige Tage wie Feste und Fastentage), 3– Naschim (Frauen), 4– Nezikin (Nachteile), 5– Kedoschim (Heiligtümer), 6– Tehera (Reinigung). Diese teilen sich in dreiundsechzig Büchlein und die Büchlein in Sätze auf.

Gamara: Die Juden hatten zwei wichtige religiöse Schulen in Palästina und Babylonien. An diesen Schulen versuchten Rabbiner (Erläuterer) die Mischna zu deuten, Widersprüche zu beseitigen, für Bestimmungen, die nach Bräuchen festgestellt wurden, Quelle zu suchen und für, bzw. gegen teoritische Angelegenheiten zu entscheiden. Die Erläuterungen der Rabbiner in Babylonien wurden Babylonisches Gamara genannt. Die Gamara und Mischna wurden zusammengesetzt. So entsand der Babylonischer Talmud. Die Erläuterung der Rabbiner in Jerusalem nannte man Gamara von Jerusalem. Dieses Gamara wurde auch mit der Mischna zusammengetzt. Das neu enstandene Buch nannte man das Talmud von Jerusalem.

Nach einer Überlieferung ist Gamara von Palästina im dritten Jahrhundert n.Chr. vervollständigt worden.

Die Gamara von Babylonien begang man im vierten Jahrhundert n.Chr. zu schreiben und im sechsten Jahrhundet wurde es beendet.

Nachher wurde ein zusammengesetztes Mischna und Gamara Talmud genannt, ungeachtet dessen, dass es sich um Jerusalem und Babylonien handelt. Der Talmud von Babylonien ist dreimal so dick wie der Talmud von Jerusalem. Die Juden ziehen den Talmud von Babylonien dem Talmud von Jerusalem vor. Manchmal werden einige Sätze aus der Mischna mit zehn Seiten im Talmud geäußert. Talmud ist schwieriger zu verstehen als die Mischna. Jeder Jude soll je ein Drittel seiner Ausbildungszeit der Thora, dem Mischna und dem Talmud zuteilen.

Die Rabbiner teilten mit, dass jemand, der eine böse Absicht hat, begeht Sünde, selbst wenn er nichts vornimmt. Nach ihrer Meinung wir  jemand unrein, der beabsichtigt, was Rabbiner verboten haben. Die Moslems nennen den Talmud, der aus diesen Dogmen bestehen, Ebül-Endschas, d.h. Quelle des Schmutzes. (Hebrew Literature Seite 17). Die Juden erkennen jene, die nicht an den Talmud glauben, nicht als Juden an. Deswegen erkennen Juden die Karaim Juden nicht an, weil sie nur an die Thora glauben und sie befolgen.

Jüdische Geistliche dürfen nicht gestehen, dass viele Unterschiede bzw. Widersprüche zwischen dem Talmud von Jerusalem und dem Talmud von Babylonien bestehen.

Das erste Mal wurde der Talmud von Babylonien 1520-1522 und der Talmud von Jerusalem 1523 in Venedig gedruckt. Der Talmud von Babylonien wurde ins Deutsche und Englische, der Talmud von Jerusalem ins Französische übersetzt. Der Talmud von Babylonien besteht dreißig Prozent und der Talmud von Jerusalem fünfzehn Prozent von Geschichten und Erzählungen. Diese Geschichten nennt man Hagada. Diese Geschichten bilden die Unterlagen der jüdischen Literatur. Die Juden sind verpflicht, an jüdischen Schulen, sogar Universitäten die Thora und den Talmud zu lehren und zu lernen.

Die Christen sind gegen den Talmud feindlich gesinnt und widersetzen sich ihm.

Da wir bereits erwähnt, wie Christen Juden unterdrückt haben, äußern wir es hier nicht noch einmal. Wir wollen jedoch kurz mitteilen, um welche Unterdrückungen es sich handelt, die die Christen im Zusammenhang mit dem Talmud gegen die Juden vorgenommen haben:

In christlichen Ländern wie Frankreich, Polen und England wurde der Talmud eingesammelt und verbrannt. Es wurde sogar verboten, dass Juden den Talmud in ihren eigenen Häusern hatten. Die berühmtesten Personen, welche die Bestimmungen des Talmuds erläutern, sind Nicolas Donin und Pablo Christiai, die jüdische Konvertiten waren. Pablo Christiani lebte im dreizehnten Jahrhundert n.Chr. in Frankreich und in Spanien. In der Stadt Barcelona in Spanien fand 1263 eine Diskussion statt, wo Rabbiner nicht auf die Fragen, die hinsichtlich der harten Bestimmungen des Talmud: gestellt wurden, erwidern konnten. Sie waren nicht imstande zu beantworden.

In dem Buch namens “El-Kenz-ül-Mersüd fî Kavâid-it Talmud (                                                                  ) steht, dass der Talmut u.a. berichtet: Jesus, Friede sei mit ihm, sei zwischen Pech und Feuer in der Hölle. St. Maria hätte mit Pandria, einem Soldaten, geschlafen. Kirchen seien voll von Schmutz. Priester gleichen Hunden. Christen sollten getötet werden.

Mit der Genehmigung des Papst wurde 927 [1520 n.Chr.) der Babylonische Talmud und drei Jahre danach der Talmud von Jerusalem gedruckt. Dreißig Jahren danach überfiehl die Juden große Katastrophen. Am 9. September 1533 wurden Talmudexemplare in Rom verbrannt. Dies kam auch in anderen Städten Italiens vor. 1554 wurden der Talmud und andere hebräische Bücher zensuriert. 1565 verbot der Papst sogar das Wort “Talmud” zu verwenden.

Zwischen 1578 und 1581 n.Chr. wurde der Talmud in Basel erneut gedruckt. Dabei wurden manche Büchlein und viele Sätze, die das Christentum verachten, aus dem Talmud herausgenommen und viele Wörter wurden geändert. Danach verboten Päpste den Talmud erneut.

Hakem, der zweite, der neunte Sultan Andalusien, ließ Joseph Ben Masesa, einen Rabbiner den Talmud ins Arabische übersetzen. Nachdem man es drurch gelesen hatte, nannte man ihn “der Schmutz, der in die Tasche gesteckt wurde.” Hakem, der zweite, starb 366 (976 n.Chr.).

Die Koraim Juden lehnten den Talmud ab und bezeichneten ihn als reiligiöse Abweichung.

Nach dem Talmud darf die Frau nicht in eine religiöse Schule gehen. Denn sie sei halbvernünftig und benötige keine religiöse Schulung. Der Satz, der lautet: “Wer seiner Tochte die Thora lehrt, lehrt sie eine Übeltat.” gehört Eliaser, einem Rabbiner. (Das steht im Unterteil namens Sotak auf Seite 216, des Teils Naschim (Frauen in Mischna). Mose Ben Maimon, einer der größen Gelehrten der Juden, sagte, dass man damit nicht die Thora sondern den Talmud gemeint habe.

Der Talmud berichtet, dass Astrologie eine Wissenschaft sei, die über das Leben des Menschen herrscht. Nach dem Talmud soll die Sonnenfinsternis Unglück für Nationen bedeuten. Die Mondfinsternis dagegen soll Unglück für die Juden bedeuten. Der Talmud ist voll von Zaubereien und Wahrsagen. Er begründet viele Angelegenheiten mit Dämonen und Wahrsagungen. Nach der Meinung Rav Hunes, eines Rabbiners, befänden sich je zehntausend Dämonen an der rechten und linken Seite eines Menschen. Nach Rabba, einem Rabbiner, dagegen würde das Gedränge bei der Predigung in Synagogen von Dämonen verursacht. Nach seiner Meinung sei die Abnutzung der Kleider ein Ergebnis des Reibens der Dämonen. Im Talmud steht, dass die Satane auf den Hörnern der Ochsen tanzen und denen nicht schaden, welche die Thora lesen, und dass Höllenfeuer die Sünder der Kinder Israel nicht verbrennen würde.

Der Talmud besagt auch, dass die Sünder der Israeliten zwölf Monate lang in der Hölle brennen, und diejenigen, die nicht an die Auferstehung glauben und Sünder anderer Nationen in schlimmen Qualen ewig bleiben und die Würmer an ihren Leibern niemals sterben und sich das Feuer nicht löschen würden.

Manche Rabbiner haben ins Talmud eingetragen, dass nur der Leib des Menschen verantwortlich sei und nach der Trennung der Seele vom Leib kein Verhören stattfinden finden würde und es unmöglich wäre, dass die Seele für das Leibe verantwortlich sei. Ein anderer Rabbiner aber hat gegen diese Angelenheit im Talmud Einwände erhoben.

Im Talmud steht, dass manche Rabbinner die Macht hätten, Menschen und Wassermelonen zu erschaffen. Es ist im Talmud überliefert, dass ein Rabbiner eine Frau in eine Eselin verwandelt hatte und sie bis zum Markt geritten und dann ein anderer Rabbiner sie wieder in ihren alten Zustand verwandelt hätte. Im Talmud gibt es viele außerordentlichen Geschichten der Rabbiner über Schlangen, Frösche, Vögel und Fische. Nach dem Talmud gab es ein Raubtier im Wald. Der byzantinische Kaiser hätte es sehen wollen. Dieses Tier habe in einer Entfernung von 400 Meilen nach Rom gebrüllt und dadurch wären die Mauer von Rom umgestürzt. Wieder nach einer Aussage im Talmud gab es im Wald Ochsen, einer von ihnen wäre ein Jahr alt und so groß wie der Berg Sinai. Weil der Ochse so groß war, wäre es Noah, Friede sei mit ihm, schwer, gefallen ihn zu retten. Daher hätte er nur einen von denen von seinen Hörnern an das Schiff gebunden. Avc, dermalige König von Bashan hätte nicht in das Schiff einsteigen können, da sein Leib sehr groß gewesen sei, und deswegen hätte er diesen Ochsen geritten. Dieser König, Avc, wäre einer der Amelikaner, die von einer Frau geboren wären, die einen Engel geheiratet hatte. Ein Fuß des Königs sei 40 Meile lang. Und noch viele Unsinnigkeiten...

Es steht auch im Talmud, dass Titus in den Tempel eingetreten und mit seinem Schwert den Vorhang des Tempels zerrissen hätte und Blut vom Vorhang gegossen wäre. Eine Mücke wurde gesandt, um ihn zu bestrafen. Sie wäre in das Gehirn Titu eingetreten und dort wäre sie so groß wie eine Taube geworden. Nachdem Titus starb, hätte man seinen Schädel aufgemacht und gesehen, dass die Mücke einen Mund aus Kupfer und Beine aus Eisen hätte.

Nach dem Talmud werden jene bestraft werden, welche die Lehre der Rabbiner ablehnen. Und ein Jude wird verflucht und sein Eid wird ungültig werden, wenn er für einen Nichtjuden gegen einen Juden zeugt.

In Kapiteln “Hoschem hamischpat”, “Yoreh deah”, “König Arah” des Talmuds heißt es: “Nichtjuden schlachten heißt für Jahova opfern. Man darf allerlei Sünde für das Judentum begehen, vorausgesetzt dass man es geheimhält. Nur Juden werden als Menschen anerkannt. Jeder Nichtjude bzw. Nichtjüdin ist wie ein Tier. Gott hat alle Eigentümmer nur den Juden zugeteilt. Das Gebot, “nicht stehlen”, ist nur für Eigentümer der Juden gültig. Leben und Eigentümmer anderer Nationen sind erlaubt. Die Sittenreinheit der Nichtjuden zu beflecken ist erlaubt. Das Gebot des Ehebruchs ist nur für die jüdische Ehe gültig. Wenn ein Jude ein Eigentum eines Nichtjuden stiehlt bzw. beraubt, verrichtet er eine gute Tat. Unsere Bestimmungen einem Nichtjuden zu verraten heißt mitzuteilen, dass man die Möglichkeit hat, alle Juden zu vernichten. Wenn Nichtjuden das erfahren, was wir über sie lehren, verbannen sie uns. Es gibt keine niedrigere Arbeit, als sich in der Landwirtschaft zu betätigen.”

Der Talmud besagt, dass Messias, auf den die Juden hoffen, die Nichtjuden unter den Rädern der Kriegswagen vernichten würde. Es würde ein großer Krieg ausbrechen und zwei drittel der Menschen getötet werden. Juden würden siegen und die Waffen der Besigten sieben Jahre lang als Heizmaterial verwenden.

Nach dem Talmut würden andere Nationen den Juden gehorchen. Der Messias würde Christen nicht anerkennen und sie alle vernichten. Schätze aller Nationen würden die Juden in die Hand bekommen und sehr reich werden. Nach der Vernichtung der Christen würde es anderen Nationen wie Schuppen von den Augen fallen und sie würden auch Juden werden. So würden die Juden die Welt beherrschen. Es würde keinen Platz auf der Welt geben, wo keine Juden bestehen.

BEMERKUNG

Das Buch, SIE WAREN NICHT IMSTANDE, ZU BEANTWORTEN, zeigt, dass Christen und Juden immer die Moslems angegriffen haben und versucht haben, den Islam, durch Massenmedien und staatliche Macht zu vernichten. Sie haben zuerst islamische Gelehrte töten lassen, damit die Jugendlichen unwissend in religiöser Hinsicht erzogen werden, so dass sie bei ihren Angriffen Erfolg haben. Manche der Kinder der Moslems, die durch List und Lügen von christlichen Missionaren und heim tückischen Kommunisten getäuscht wurden, haber versäumt, die Vozüge des Islams und den ruhmreiche Erfolge ihrer Vorfahren zu erfahren. Diese haben im Laufe der Zeit die Möglichkeit gehabt, ihr mangelndes Wissen zu verbreiten. Sie haben angefangen hier und da unwissend und unvernünftig zu sprechen. Beispielsweise behaupten sie: “Unsere Vorfahren lebten nach dem Wüstengesetzt. Sie wurden in die Fesseln des Islams geschlagen und lebten wie im Altertum, weil sie nicht aktiv waren und nicht vernünftig denken konnten. Man würde nach dem Tod auferstehen. Es gäbe Paradies und dessen Gaben. Und es gäbe Hölle und man würde darin brennen. Sie lebten mit diesen Einprägungen als faule Menschen wie Tiere, indem sie einem Wesen Vertrauen, das sie Gott nannten. Wir sind nicht rückschrittlich wie sie. Wir haben an der Universität studiert. Wir folgen der europäischen und amerikanischen Ziwilisation und deren wissenschafliche Fortschritten. Wir leben in Vergnügungen. Wir verlieren keine Zeit, indem wir Gebet verrichten bzw. fasten. Was hat ein fortschrittlicher Intellektueller mit der Moschee und der Kaaba zu tun? Wie kann man Genüsse wie Rausch, Glückspiel, Musik und Lüsternheit verlassen, indem man sich mit langweiligen Dingen wie Gebet, Fasten, Veranstaltungen der Feier des Geburts des Propheten beschäftigt? Hat jemand wohl das Paradies und die Hölle gesehen? Kann man auf so ein süßes Leben, das wir leben, verzichten und stattdessen einem Trugbild folgen?”

Wir wünschen, dass jene, die so denken, erfahren, indem sie dieses Buch lesen, dass europäische und amerikanische Staatsmänner, Politiker und Wissenschaftler, die sie fortschrittliche und moderne Intellektueller nennen, und Millionen von Europäern, an das Leben nach dem Tod, an das Paradies und die Hölle, an ALLAH, den Erhabenen, und die Propheten glauben und jeden Sontag gruppenweise in die Kirche gehen und dort anbeten, wir hoften dass sie begreifen, wie sie sich getäuscht haben, indem sie zur Einsicht kommen.

WAS IST ZIVILISATION?
(Rück- und fortschrittliche Einstellung)

Die Erkenntnisse, welche die Moslems undbedingt lernen müssen, werden islamische Wissenschaften genannt. Islamische Wissenschaften teilen sich in zwei Teile: Religionswissenschaften und Naturwissenschaften. Eine der Religionswissenchaften ist die Sittenlehre bzw. Ethik.

Eine Bevölkerung, die sittsam ist und die Naturwissenschaften beherrscht, ist fortschrittilch und zivilisiert. Eine Bevölkerung dagegen, die Naturwissenschaften beherrscht und industrialisiert, aber sittenlos ist, ist rückständig, rebellisch und unzivilisiert. Diejenigen, die keine Fortschritte in der Technik und der Kunst gemacht haben und sittenlos sind, sind wild. Zivilisation heisst, Städte zu bauen und der Menscheit zu dienen. Und das ist durch Technologie, Kunst und Ethik möglich. Kurz gesagt, Zivilisation ist gemeinsames Bestehen der Ethik, Technologie und Kunst. Ein zivilisierter Mensch verwendet Technologie und Kunst zugunsten der Menscheit. Die Grausamen dagegen benutzen diese, um die Menschen zu unterdrücken und zu foltern. So versteht man, dass ein wahrer Moslem zivilisiert und fortschrittlich ist. Ein Nichtmoslem bzw. Atheist ist rückständig, rebellisch und hilflos.

Ein Gedicht besagt:

An drei Zeichen kann man jemanden
erkennen, sagen die Gelehrten,
falls er ein Heiliger ist,
fasst man Zuneigung zu ihm,
in dem Moment, wo man ihn sieht
Als zweites Zeichen werden Zuhörer
überzeugt von seinen Worten.
Dass er überall und immer
mit all seinen Gliedern
rechtsmäßig und sittsam handeln,
ist das dritte würdige Zeichen
von seinen edlen Eigenschaften.

DIE LETZTEN WORTE EINES MÄRTYRERS

PERSÖNLICHKEITEN DES MÄRTYRERS:

NAME                                : M. Tevfik
RANG                                : Hauptmann erster Klasse
AUFTRAG                          : Kompanieführer
NAME DES VATERS           : Ali Rýsa
GEBURTSDATUM               : 1296 (1881)
GEBURTSORT                   : Istanbul

Er wurde am 2. Juni 1916 durch ein britisches Geschoss verletzt und fand im Lazarett an den Dardanellen den Märtyrertod.

IM ZELTLAGER IN DER NÄHE VON OVADSCHIK AM 18. MAI 1331 (1915)-MONTAG

Mein lieber Vater, meine liebe Mutter.

Ich wurde in Arýburnu, durch ein britisches Geschoss an meiner rechten Seite verwundet. ALLAH, dem Erhabenen, sei Dank, ich bin gerettet. Da ich mir für die nächsten Schlacht keine Hoffnung mehr aufs Überleben mache, schreibe ich diese Zeile zur Erinnerung.

ALLAH, dem Erhabenen, sei Dank, dass ER mich zu diesem Rang befördern ließ. Und ER hat bestimmt, dass ich Soldat bin. Und ihr als meine Eltern habt euch soweit wie möglich bemüht, mich heranzubilden, um unserer heiligen Religion, unserem Vaterland und unserer Nation zu dienen. Ihr seid der Grund meines Lebens und Erfolgs. Ich bedanke mich sehr an Allah, dem Erhabenen, und euch.

Es ist Zeit, dass ich die Gegenleistung dessen, was mein Volk mir bis jetzt als Gehalt gewährt hat, erweisen muss. Ich bemühe mich, meinen Dienst für unsere heilige Religion und unser Vaterland zu verrichten. Wenn ich den Märtyrertod finde, werde ich überzeugt sein davon, dass ich ein geliebter Diener ALLAHs, des Erhabenen bin. Das ist immer eine nahe Tatsache für mich, weil ich Soldat bin, mein lieber Vater und meine liebe Mutter. Ich vertraue meine geliebte Gattin Münevver und meinen geliebten Sohn Nesih zuerst SEINER dann eurer Obhut an. Bitte, tun Sie Ihr Bestes für sie. Bitte, bemühen Sie sich gemeinsam mit meiner Gattin, damit mein Sohn als ein rechtschaffener Moslem herangebildet wird. Es ist bekannt, dass wir keinen Reichtum haben. Ich darf nichts Unmögliches verlangen. Das wäre umsonst. Bitte geben Sie ihr den beigefügten und für meine Gattin geschriebenen Brief. Sie wird sicher sehr traurig sein. Geben Sie ihn ihr so, dass ihr Trauer gemildert wird. Sie wird bestimmt weinen und betrübt sein. Bitte trösten Sie sie. Es ist wohl von dem Erhabenen so bestimmt. Beachten Sie bitte mein Taschennotizbuch, das meiner Gattin zugeschickt wird. Daraus werden meine Schulden und Guthaben ersichtlich. Die Schulden, die Münevver bekannt sind oder die sie in ihr Notizbuch eingetragen hat, sind auch richtig. Der Brief, den ich an Münevver geschrieben habe, ist ausführlicher. Bitte fragen Sie sie.

Mein lieber Vater und meine liebe Mutter! Vielleicht habe ich euch gegenüber viele Fehler gemacht. Bitte verzeiht mir! Vergebt mir mein Vergehen, erfreut mich! Helft, bitte meiner Gattin, um die Schwierigkeiten zu beseitigen!

Meine liebe Schwester, Lutfiye,

Ich habe Dich sehr gern, wie Du weißt. Für Dich möchte ich mein Bestes tun. Auch Dir gegenüber habe ich vielleicht Fehler gemacht. Bitte verzeich mir! Vergib mir mein Vergehen, erfreue mich! Hilf bitte auch Deiner Schwägerin Münevver und meinem Sohn Nesih.

Verrichtet alle das tägliche fünfmalige Gebet! Beachte, kein Gebet zu versäumen. Erfreue mich, indem Du Fatiha für meine Seele rezitierst. Dich vetraue ich auch der Obhut des Erhabenen an.

O meine Verwandten und Freunde, lebt wohl! Verzeiht alle meine Vergehen! Ich vergebe euch euer Vergehen. Lebt wohl, lebt wohl! Euch alle vertaue ich der Obhut des Erhabenen an. Möge Allah, der Erhabene, immer euch beistehen! Mein lieber Vater und meine liebe Mutter.

DIE ÜBERSETZUNG DES 147. BRIEFES

Muhammed Ma’sûm Fârukî[34], Friede sei mit ihm, Religionsführer, einer der größten Gelehrten von Indien äußert in dem 147. Brief des ersten Bandes seines Werks Mektûbât (Briefe) folgendes:

ALLAH, der Erhabene, möge Euch und Uns beehren, Muhammed, SEINEM Geliebten, dem Vorzüglichsten der Propheten zu folgen! O mein barmherziger Bruder! Das irdische Leben ist zu kurz. Wir werden im ewigen jenseitigen Leben den Gegenwert dessen erhalten, was wir im irdischen Leben getan haben. Der glücklichste Mensch auf der Welt ist jener, der sich in seiner kurzen Lebensdauer zur langen jenseitigen Reise vorbereitet, indem er zu diesem Zweck Wohltaten verrichtet. ALLAH, der Erhabene, hat Ihnen eine hohe Stellung und Aufgabe gegeben, um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, Gerechtigkeit zu üben und dem Wohl des Volkes zu dienen. Bedanken Sie sich für diese große Gabe. Um dafür danken zu dürfen, muss man die Bürfnisse der Diener des Erhabenen befriedigen. Dass Sie den Dienern dienen, wird verursachen, hohe Stellungen im Dies- und Jenseits zu erwerben. Bemühen Sie sich daher, den Dienern des Erhabenen Wohltat zu erweisen, ihnen liebenswürdig zu sein und Erleichterungen zu verschaffen. Diese Bemühung von Ihnen wird verursachen, das Wohlgefallen ALLAHs, des Erhabenen und eine hohe Stellung im Jenseits zu erlangen. Mit einer heiligen Hadith wurde berichtet: Menschen sind Diener ALLAHs des Erhabenen. ER liebt jene sehr, die SEINEN Dienern Wohltat erweisen. Es gibt viele heilige Hadithe, die berichten, dass es sehr verdienstlich ist, Bedürfnisse der Moslems zu befriedigen und sie zu erfreuen, sanftmütig, liebenswürdig und geduldig zu sein. Einige davon schreibe ich als Beispiel. Lesen Sie vorsichtig! Falls Sie die Bedeutung zum Teil nicht gut verstehen, fragen Sie bitte die Gelehrten, die Religionswissenschaften beherrschen. Eine heilige Hadith besagt: Der Moslem ist Bruder des Moslems. Er stört ihn nicht und lässt ihn nicht in Stich. Dem, der seinem Bruder hilft, hilft ALLAH, der Erhabene. Den Kummer dessen, der den Kummer seines Bruders beseitigt, beseitigt ALLAH, der Erhabene, am Tage der Auferstehung. Einen, der einen Moslem erfreut, erfreut ALLAH der Erhabene, am Tage der Auferstehung. Eine andere heilige Hadith lautet: Der Helfer von dem, der seinem Glaubensbruder hilft, ist ALLAH, der Erhabene. Eine heilige Hadith erklärt: ALLAH, der Erhabene, hat manche SEINER Diener erschaffen, damit sie Bedürfnisse der Menschen befriedigen. Diejenigen, die Kummer haben, nehmen Zuflucht zu ihnen. Diese sind sicher vor der Qual des Tages der Auferstehung. Eine heilige Hadith besagt: ALLAH, der Erhabene, hat manchen SEINER Diener viele Gaben geschenkt und diese wiederum zur Helfer für leidende Diener gemacht. Wenn sie diese Gaben den Bedürftigen nicht geben, nimmt ER sie zurück und schenkt sie den anderen. Eine heilige Hadith berichtet: Dem, der ein Bedürfnis seines Bruders befriedigt, wird der Verdienst von zehn Jahren im Sichzurückziehen von der Welt gewährt. Zwischen dem, der sich um das Wohlgefallen ALLAHs, des Erhabenen, von der Welt zurückzieht, und der Hölle ist eine Abstand von drei Graben. Der Abstand zwischen zwei Graben ist eine Entfernung zwischen Osten und Westen. Eine heilige Hadith meldet: Für den, der ein Bedürfnis seines Glaubensbruders befriedigt, sendet ALLAH, der Erhabene siebzigtausend Engel. Sie beten vom Morgen bis zum Abend oder vom Abend bis zum Morgen für ihn. Für einen jeden Schritt von ihm wird ihm eine Sünde vergeben und er wird eine Stufe erhöht. Eine heilige Hadith lautet: Jemandem, der seinen Glaubensbruder besucht, um sein Bedürfnis zu befriedigen, wird für einen jeden Schritt von ihm siebzig Verdienste gewährt und ihm werden siebzig Sünden vergeben. Nachdem er das Bedürfnis seines Glaubensbruders befriedigt hat, werden ihm alle Sünden vergeben, er wird wie neugeboren. Wenn er mit dieser Absicht stirbt, kommt er ins Paradies, ohne verhört zu werden. Eine heilige Hadith berichtet: Wer für seinem Glaubensbruder zu Behörden [Gericht] geht, um ihm zu helfen, der geht sicher über die Brücke Sýrat. Mit einer heiligen Hadith wurde gemeldet: Die beste der Handlungen ist, einen Moslem zu erfreuen oder ihn zu bekleiden oder zu sättigen oder irgendein Bedürfnis von ihm zu befriedigen. Eine heilige Hadith besagt: Nach den unentbehrlichen Verpflichtungen ist die beste Handlung einen Moslem zu erfreuen. Eine heilige Hadith lautet: Wenn einer seinen Glaubensbruder erfreut, erschafft ALLAH, der Erhabene, einen Engel. Dieser Engel betet, bis er stirbt. Wenn er beerdigt ist, besucht der Engel ihn und fragt, ob er ihn kenne. Er verneint die Frage und fragt: “Wer bist du?” Da erwidert der Engel: “Ich bin die Freude, die du einem Moslem bereitet hast. Nun bin ich zu dir gesand, um dich zu erfreuen, indem ich dir bei den verhörenden Engeln helfe und bezeuge, dass du die Wahrheit sagst. Ich werde für dich im Grab und am Tage der Auferstehung Fürbitte einlegen. Ich werde dir deine Stellung im Paradies zeigen. Was verursacht, dass viele Menschen ins Pradies kommen? Als Anwort auf diese Frage wurde Takwa, Frömmigkeit, genannt, das heißt, dass man sich vor den Verbotenen hütet und gute Eigenschaften besitzt. Auf die Frage, was verursacht, dass viele Menschen in die Hölle kommen, wurde beantwortet: Die Zunge und das Geschlechtsorgan. Mit einer heiligen Hadith wurde berichtet: Die Gläubigen, die gute Eigenschaften besitzen und mit ihren Frauen sanftmütig handeln, haben vollkommenen Glauben. Mit einer heiligen Hadith wurde mitgeteilt: Ein Diener erlangt wegen seiner guten Sitten hohe Stellungen im Jenseits und wird für seine Anbetungen mehrfach belohnt. Schlechte Veranlagung verursacht, in die tiefste schicht der Hölle geworfen zu werden. Mit einer heiligen Hadith wurde berichtet: Die leichteste Anbetung ist, wenig zu sprechen und eine gute Veranlagung zu besitzen.

Jemand kam zu dem heiligen Propheten und fragte, welche Handlung ALLAH, der Erhabene, möge. Er erwiderde: Die guten Eigenschaften zu besitzen. Dieser kam zur rechten Seite und stellte die gleiche Frage. Der heilige Prophet gab die gleiche Antwort: Die guten Eigenschaften zu besitzen. Er kam diesmal zur linken Seite und stellte diese Frage wieder. Der heilige Prophet beantwortete die Frage: Die guten Eigenschaften zu besitzen. Er kam zur hinteren Seite und fragte auf gleiche Weise. Da drehte sich der heilige Prophet nach ihm um und sagte: Warum verstehst du nicht? Gute Eigenschaften heißt sich soweit wie möglich nicht zu ärgern. Eine heilige Hadith besagt: Wer sich nicht streitet, selbst wenn er recht hat, dem wird ein Schloss im Paradies geschenkt. Wer nicht lügt, selbst als Spaß, dem wird ein Schloss mitten im Paradies geschenkt. Wer eine gute Veranlagung besitzt, dem wird ein Schloss auf der höchste Stelle des Padieses geschenkt. ALLAH, der Erhabene gebietet: Unter allen Religionen wählte ich diese Religion aus. Diese Religion wird mit Freigebigkeit und guten Eigenschaften vervollständigt. Vervollständigt diese Religion mit diesen zweien. Eine heilige Hadith lautet: Wie das warme Wasser das Eis auflöst, so löst die gute Eigenschaft die Sünden auf. Wie der Essig den Honig verdirbt, so verdirbt die schlechte Eigenschaften die Anbeutung. Eine heilige Hadith berichtet: ALLAH, der Erhabene, ist gütig. ER liebt den, der bei jeder seiner Handlungen sanftmütig ist. Mit einer heiligen Hadith wurde gemeldet: ALLAH, der Erhabene, liebt den Sanftmut und hilft immer dem Sanftmütigen. Dem Harten dagegen hilft ER nicht. Eine heilige Hadith besagt: Wer sanftmütig ist und jedem Schwierigkeiten erleichtert, der wird nicht in die Hölle kommen und den wird das Höllenfeuer nicht brennen. Mit einer heiligen Hadith wurde mitgeteilt: ALLAH, der Erhabene, mag den, der nicht eilt. Eile ist vom Satan. ALLAH, der Erhabene, mag die Sanftmut. Eine heilige Hadith lautet: Der Sanftmütige wird die Stellung dessen, der am Tage fastet und in der Nacht Gebete verrichtet, erlangen. Mit einer heiligen Hadith wurde erklärt: Wer seinen Zorn beherrscht und sanftmütig handelt, den liebt ALLAH, der Erhabene sehr. Mit einer heiligen Hadith wurde gemeldet: Den, der mit den Harten sanftmütig handelt, den Grausamen verzeiht, demjenigen, der ihn beraubt, Wohltat erweist, denjenigen, der nicht nach ihm fragt, besucht, wird ALLAH, der Erhabene hohe Stellungen und Schlösser im Paradies gewähren. Eine heilige Hadith erklärt: Meister ist nicht der, der eine Meisterschaft gewinnt, sondern der, der seinen Zorn beherrscht. Eine heilige Hadith besagt: Jemandem, der liebenswürdig grüßt, wird Almosenverdienst gewährt. Mit einer heiligen Hadith wurde mitgeteilt: Seinen Glaubensbruder liebenswürdig zu behandeln, Gebote und Verbote des Erhabenen bekanntmachen, jemanden vom Irrweg retten, wo man Religionskenntnisse vergessen hat, wo Religionslosigkeit verbreitet ist, Wege bzw. Plätze von Steinen und Abfällen freimachen, den Durstigen Wasser besorgen gelten als Almosenverdienst. Eine heilige Hadith lautet: Im Paradies gibt es Schlösser, deren Innere von aussen und deren Äussere von innen gesehen werden. Diese werden denen geschenkt werden, die liebenswürdig sind, die Hungrige sättigen, die Gebete verrichten, wo alle im Schlaf sind.

Diese heiligen Hadithe sind aus dem Buch Tergîb und Terhîb entnommen. Dieses Buch ist eines der wertvollen Hadithbücher.[35] ALLAH, der Erhabene, möge uns allen zuteil werden lassen, diesen heiligen Hadithen zu folgen. Jener, der demnach handelt, soll ALLAH, dem Erhabenen, sehr danken. Und derjenige, der nicht demnach handelt, soll zu ALLAH, dem Erhabenen beten, damit ER es ihm zuteil werden lässt, diese heiligen Hadithen zu befolgen. Es ist auch ein Glück, dass man begreift, wenn man in einem fehlerhaften Zustand ist. Wenn man seine Fehler nicht weißt oder sich nicht darum kümmert, versteht sich, dass man einen schwachen Glauben besitzt.

DIE ÜBERSETZUNG DES 83. BRIEFES

St. Imam-ý Mâsum schreibt im 83. Brief seines zweiten Bandes wie folgt:

“Jemand, der zwei Gaben besitzt, soll sich nicht kümmern, wenn er kein Genuss und kein Vergnügen hat. Eine dieser Gaben ist, dem heiligen Propheten Muhammed zu folgen. Die Zweite ist, seinen Religionsführer zu lieben. Diese zwei Gaben führen einen zu allen Glückseligkeiten und zum Segen. Fehlt eine dieser zwei Gaben, so findet man ein unglückseliges Ende. Wenn man in solches Unglück gerät, können einen sein Wissen, seine Handlungen und Wundertaten nicht retten. Zwei Gründe, die verursachen, diese zwei Gaben zu verlieren, sind, dass man mit ungläubigen bzw. verirrten befreundet ist und dass man deren Veröffentlichungen folgt. Man muss sich vor solchen so hüten, wie man sich vor einem Löwen hüten. Man muss die Bücher der Sunnagelehrten [und die Bücher derer, die wahre Moslems sind und Gebete rechtmäßig verrichten] lesen. Für die, welche die Bücher der Großen lesen wollen ist es sehr nützlich das Buch Mektubat (Briefe) von Imam-ý Rabbanî zu lesen[36] [Die Bücher, die von der Ihlâs-Gesellschaft veröffentlicht werden, sind aus den Werken dieser wahren Gelehrten übersetzt. Für jene, die den Islam richtig kennen lernen möchten, empfehlen wir diese Bücher].

Die Erkenntnisse der Vorherbestimmung und des Schicksals sind sehr empfindlich und sehr schwer zu verstehen. Die heiligen Hadithe verbieten, diese zu diskutieren. Die Aufgabe der Moslems ist, die Gebote und Verbote ALLAHs, des Erhabenen, zu lernen und demnach zu leben. Es ist nicht geboten, die Vorherbestimmung und das Schicksal zu untersuchen, sondern geboten, daran zu glauben. Wir sollen soviel lernen und daran glauben, wie die Sunnagelehrten es berichtet haben. Diese wahren Gelehrten [die Religionsgelehrten des Islam] haben gemeldet, dass ALLAH, der Erhabene alles vor der Ewigkeit wußte, was die Menschen als Gutes und Schlechtes tun werden. Wenn ihre Zeiten kommen will ER deren Schöpfung und ER erschafft sie. SEINE Schöpfung heißt Fügung. ER ist der einzige Schöpfer und Erschaffer. Es gibt keinen Schöpfer außer IHM. Ein Mensch kann nichts erschaffen. Die Unwissenden und Dummen, welche die Anhänger der Sekten Mutezile und Kaderiyye genannt werden, glaubten nicht an das Schicksal und an die Vorherbestimmung. Zu unserer Zeit gibt es viele solche Ungläubige.

Bei der Schöpfung der guten und bösen Dinge spielen auch der Wille und die Handlungsfreiheit des Menschen eine Rolle. Wenn der Mensch etwas machen will, erschafft ALLAH, der Erhabene, wenn ER es auch will. Der Wille bzw. Wunsch des Menschen wird Erlangen genannt Das heißt, dass alle Handlungen der Menschen von ALLAH, dem Erhabenen, erschaffen werden. Dass ein Mörder am Tage der Auferstehung bestraft wird, ist deswegen, weil er Mordtat erlangen hat. Die Sekte Dschebriyye verleugnete den Willen und die Handlungsfreihet des Menschen. Jede Handlung des Menschen erschaffe ALLAH, der Erhabene, ob der Mensch es will oder nicht. Nach ihrer Meinung gleiche jede Handlung des Menschen der Bewegung der Blätter eines Bäumes durch den Wind. ALLAH, der Erhabene, zwinge den Menschen seine Taten zu verrichten. Eine solche Behauptung heißt Unglaube. Wer so glaubt, wird ungläubig. Nach ihrer Auffassung werde der Wohltäter im Jenseits belohnt, der Übeltäter dagegen nicht bestraft. Ebenfalls werde der Ungläubige bzw. der Sünder nicht bestraft. Denn ALLAH der Erhabene, begehe diese Sünden. Diejenigen wären gezwungen, Sünden zu begehen. Alle Propheten verfluchten jene, die so glaubten. Können eine Reflexbewegung und eine willkürliche Handlung etwa gleich sein? Die 92. und 93. heiligen Verse der Sure Hidschr besagen singemäß: Und bei deinem Schöpfer. Wahrlich zur Rechenschaft ziehen wollen wir sie insgesamt für ihr Tun. Der 24. heilige Vers der Sure Hûd lautet dem Sinn nach: Ohne Zweifel sind sie im Jenseits am tiefsten verloren. Der 29. heilige Vers der Sure Kechf (Die Höhle) besagt: Und wer will, der glaube, und wer will, der glaube nicht. Siehe, für die Sünder haben wir ein Feuer bereitet. Der 33. heilige Vers der Sure Nachl (Die Bienen) lautet sinngemäß: Allah war nicht ungerecht wider sie, vielmehr waren sie ungerecht gegen sich selber. Manche Irrgläubigen glauben nicht, dass die Menschen Willensfreiheit besitzen, um den Geboten und Verboten ALLAHs, des Erhabenen, nicht zu folgen, deswegen brauchen sie sich nicht darum zu bemühen um nicht bestraft zu werden.

ALLAH, der Erhabene, ist gnädig und allbarmherzig. ER gebietet den Menschen immer das Nützliche und das Durchführbare. Das Schädliche hat ER verbietet. Der 286. heilige Vers der Sure Bekara (Die Kuh) besagt dem Sinn nach: Nicht belastet ALLAH eine Seele über Vermögen. Es ist erstaulich, dass diejenigen die nicht an die Willensfreiheit glauben, sich gegen jene empören die nicht gehorchen und Schwierigkeiten machen? Warum erziehen sie denn ihre Töchter und Söhne? Warum werden sie denn wütend über ihre Frauen, falls sie sehen, dass sie zur Dirne werden. Warum sehen sie denn nicht über diese stillschweigend hinweg, indem sie denken, dass sie keine Willensfreiheit besäßen und dass sie gezwungen wären, Sünden zu begen. Sie besitzen diesen Irrglauben deswegen, weil sie nicht wollen, im Jenseits bestraft zu werden. Der 7. heilige Vers der Sure Tur (Der Berg) besagt jedoch singemäß: Siehe, deines Schöpfers Strafe trifft wahrlich ein. Keinen gibt’s, sie abzuwehren.

Sie sind vom rechten Weg abgewichen, weil die Sekte Kaderiyye das Schicksal und die Vorherbestimmung und die Sekte Dschebriyye die Willensfreiheit verleugnet haben. Der rechte Weg ist der Weg der Anhänger der Sunna. Er ist zwischen diesen zweien. Dessen Anhänger nennt man Sunniten.

Imam-ý Ebû Hanîfe, Führer der Sunniten fragte Imam-ý Dschafer Sadýk[37], Friede sei mit ihnen, folgendes: “O Enkel des heiligen Propheten! Hat ALLAH, der Erhabene, die Handlungen der Menschen ihrer Willensfreiheit überlassen? Oder zwingt ER sie zu handeln?” Er erwiderte: “ALLAH, der Erhabene, lässt SEIN Recht nicht SEINEN Dienern. Wenn ER sie gezwungen und bestraft hätte, würde es SEINER Gerechtigkeit nicht würdig sein.” Die Ungläubigen sagen: “ALLAH, der Erhabene, hat gewollt, dass wir Ungläubige bzw. Götzendiener werden. Und SEIN Wille ist geschehen. Der 148. heilige Vers der Sure En’am (Das Vieh) lautet dem Sinn nach: Die Götzendiener sprechen: “Wenn es ALLAH gewollt, so hätten wir IHM keine Gefährten geben, wie auch nicht unsere Väter, und er hat uns auch nichts verwehrt.” Also ziehen auch die, welche vor ihnen waren, der Lüge, bis sie unsere Strenge schmeckten. Die Götzendiener sagen diese Worte nicht als Entschuldigung. Dass sie so sagen, ist nicht deswegen, weil sie sich von der Qual befreien wollen. Sie wissen nicht, dass ihr Götzendienst böse ist. Sie behaupten: Alles, was ALLAH, der Erhabene wolle, sei gut. ER sei mit allem zufrieden, was ER gewollt habe. Wenn ER nicht zufrieden gewesen wäre, würde ER nicht gewollt haben. ER wird mit ihrem Götzendienst zufrieden sein und sie nicht bestrafen. ALLAH, der Erhabene, hat jedoch durch SEINE Propheten mitgeteilt, dass ER nicht mit dem Unglauben bzw. Götzendienst zufrieden ist. ER hat berichtet, das Götzendienst verwerflich ist und dass Götzendiener verflucht sind und dass ER diese für ewig bestrafen wird. Es ist nicht bedingt, dass man mit dem, was man gewollt hat, zufrieden wird. ALLAH, der Erhabene, will und erschafft den Unglauben und die Sünden. Aber ER ist damit nicht zufrieden. Dass ER damit nicht zufrieden ist, hat ER im heiligen Koran offenkundig mitgeteilt. Vielleicht haben die Götzendiener es so gesagt, weil sie den heiligen Propheten verspotten wollten.

Frage: ALLAH, der Erhabene, hat alles, was Gutes und was Böses ist, vor der Ewigkeit gewusst und bestimmt. Nach SEINEM Wissen will und erschafft ER. Der Wille des Menschen spielt keine Rolle. Zeigt das nicht, dass Menschen gezwungen sind, gute Taten zu verrichten oder Sünden zu begehen?

Antwort: ALLAH, der Erhabene, hat vor der Ewigkeit gewusst, was der Mensch aus freiem Willen tun wird. Dass ALLAH, der Erhabene, es weiß, zeigt nicht, dass der Mensch keinen Willen und keine Handlungsfreiheit besitzt. ALLAH, der Erhabene hat auch viele Sachen, die er vor der Ewigkeit bestimmt hatte geschaffen, die nichts mit den Menschen zu tun haben. Wenn der Mensch bei seinen Handlungen gezwungen geworden wäre, würde auch ALLAH, der Erhabene bei allen SEINEN Schöpfungen gezwungen sein. Es wird verständlich, dass ALLAH, der Erhabene, Willensfreiheit besitzt, nämlich nicht gezwungen ist, wie auch der Mensch.

DIE ÜBERSETZUNG DES 110. BRÝEFES

Im 110. Brief von Muhammed Masum, den er an einen seiner Schüler geschrieben hat, heißt es: Man muss mit denen, die irrgläubig und deren Handlungen verderblich sind, nicht befreundet sein und sich nicht mit ihnen überflüssig unterhalten. Yachya bin Mu’az Râzi gest. 258 (872 n.Chr.) sagt: “Unterhalte dich nicht mit den Menschen dieser drei Arten: die Gelehrten, die unachtsam sind; die Geistlichen, die habgierig sind; und die Scheichs, die unwissend in der Religion sind.” Hüte dich vor einem Scheich, dessen Worte und Handlungen nicht mit dem Religionsgesetz übereinstimmt. Du musst sogar nicht in einer Stadt wohnen, wo ein solcher lebt. Er ist ein heimtückischer Dieb. Er ist ein Dieb des Glaubens. Er legt die Menschen teuflisch herein. Wie du dich im Freien vor einem Löwen hüten must, so must dich vor solchem hüten, selbst wenn er Außergewöhnliches tut. Dschünejd-i Bagdadî, einer der Gelehrten des Sufismus gest. 298 (910 n.Chr.) sagte: “Viele behaupten, dass sie Anhänger des Sufismus seien. Gerecht sind von ihnen nur jene, die dem heiligen Propheten folgen.” Er äußerte: “Glaubt nicht, dass einer, der heiligen Verse und heiligen Hadithe nicht folgt, ein rechtschaffener Moslem ist.” Und er sagte wieder: “Der Weg, der einem zum Wohlgefallen und zur Liebe ALLAHs, des Erhabenen, führt, ist deren Weg, die den heiligen Koran und die Sunna beachten.” Glaubt nicht, dass einer, dessen Worte, Handlungen und Sitte nicht mit denen des heiligen Propheten übereinstimmt, ein rechtschaffener Moslem bzw. ein Heiliger ist. Auch Juden, Pfarrer und Brahmanen sprechen freundlich und scheinen von Bosheiten befreit zu sein. Man darf sich nicht von ihren Worten und Äußerlichkeiten täuschen lassen. Täuschen Sie sich nicht, dass sie nicht habgierig sind und dass sie etwas Außergewöhnliches wünschen und dass sie über dass Einheitsbekenntnis sprechen. Ebû Omar Sülemî teilte mit: “Jedes Wort und jeder Zustand, welche dem Religiongesetzt widersprechen, sind schädlich. Sufismus heißt, zu versuchen dem Religiongesetzt zu folgen. Das einzige Zeichen, das den Lügner und den Ehrwürdigen von einander unterscheidet, ist dem heiligen Propheten zu folgen. Frömmigkeit und Gottvertrauen, die nicht mit Ihm übereinstimmen, haben keinen Wert. Andachten, Gedanken, Genüsse und Wundertaten, die nicht mit dem Religionsgesetz übereinstimmen, nützen nichts.” [Abdüllah-i Dehlevî, Friede sei mit ihm, gestr. 1240 (1824 n.Chr.) in Delhi, schreibt im zwölften Brief: “Wenn man Anhänger eines Derwischordens wird, soll man dessen Erfordernisse erfüllen. Sonst tritt man aus dem Derwischorden aus.”] Auch diejenigen, die Hunger leiden bzw. dem Ich nicht folgen, dürfen Wundertaten zeigen. Das heißt nicht, dass sie Heilige sind. Abdüllah ibni Mübarek, gest. 181 (797 n.Chr.) sagte: “Wer die empfohlenen Vorschriften des Religionsgesetz es nicht beachtet, dem bleibt versagt, der Sunna des heiligen Propheten zu folgen. Wer die Vorschriften der Sunna nicht beachtet, dem bleibt versagt, den unentbehrlichen Vorschriften zu folgen. Wer die unentbehrlichen Vorschriften nicht beachtet, der darf kein Heiliger werden.” Daher wurde mit der heiligen Hadith gemeldet: Wenn man beharrt, Sünde zu begehen, wird man ungläubig. Ebû Saîd-i Ebül-hayr gest. 440 nach Hedschra. Ihm sagte man, dass einer auf dem Wasser ging. Er widerte: “Heu bzw. Stroh schwimmt auch auf dem Wasser.” Man sagte ihm, dass einer durch die Luft flog. Er beantwortete: “Der Rabe fliegt auch durch die Luft.” Man sagte ihm, dass einer blitzschnell Städte durchzog. Er erwiderte: “Das tut auch der Satan. Diese Dinge haben keinen Wert. Wer ehrlich ist der handelt wie jeder, heiratet und besitzt Kinder, aber vergisst niemals ALLAH, den Erhabenen.” Ebû Alî Ahmed Radbârî, einer der großen Heiligen, gest. 321 nach Hedschra in Ägyten. Man sagte ihm, dass einer behauptete, ihm sei nicht verboten, zu musizier