INHALT

ISLAM, DER WEG DER SUNNITEN

Ihlâs Stiftung Band – 1

  1-Anfang
  2-Zur Einrchtung Des Buches
  3-Vorwort
  4-Nützliche Kenntnisse
  5-Die Glaubenslehre Der Sunna
  6-Imam-i A'sam Ebu Hanife(Friede sei mit ihm)
  7-Wahhabismus Und Erwiderung Der Anhänger Der Sunna
  8-Bemerkung
  9-Islamische Wissenschaften
10-Gattungen der islamischen Gelehrten
11-Gelehrtheitsstufen nach der islamischen Rechtswinssenschaft bzw. der Rechtsgelehrten
12-Islamische Bezeichnungen für bestimmte Grußgebete bzw. rituelle Wünsche und Verehrungsäusserungen
13-Brief
14-Glossar
15-Hadis-i Scherif

 
BEMERKUNG:

In den oben erwähnten heiligen Versen lautet es vielmals: “O Gläubige!”. Dies gebietet allen Muslimen bis zum Jüngsten Tage dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, gegenüber ehrerbietig zu sein. Wäre dies nur für seine ehrwürdigen Gefährten angeordnet, würde es jedesmal “O Gefährten des Propheten!” lauten. In der Tat lautet es “O Gemahlinnen des Propheten” und “O Bewohner Medinas!” Um allen Muslimen bis zum Jüngsten Tage das rituellen Gebet, das Fasten, die Pilgerfahrt, die Armensteuer und die anderen Anbetungen, was für sie unentbehrlich sind, zu verkünden, wurde auch die Bezeichnung ‘O Gläubige!’ benutzt. Die Worte der Wahhabiten: “Vor dem Heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, Respekt zu haben, wäre in seiner Lebzeit notwendig. Nach seinem Tode darf man keinen Respekte haben und ihn nicht für seine Hilfe bitten.” wurden also durch den heiligen Vers widerlegt.

Die obigen heiligen Verse beweisen, dass man außer ALLAH, dem Erhabenen auch andere Respektieren sollte. Der 104. heilige Vers der Sure Bakara lautet: “O Gläubige, sagt nicht “Râ’inâ zum Propheten”!, sondern “Sieh uns an” und gehorchet!” Die Gläubigen sagten zu dem Gesandten des Erhabenen, Friede sei mit Ihm, ‘Râ’inâ’, dies heißt “beschütze, bewahre uns!” In der jüdischen Sprache hat jedoch Râ’inâ den Sinn des Fluchens und Anschwärzens. Deswegen riefen die Juden den Gesandten des Erhabenen, in diesem Sinne zu. ALLAH, der Erhabene verbat den Gläubigen, es auf diese Weise zu benutzen, da es einen schlechten Sinn enthält, um somit Seine Gesandten vor der Gefahr der Unehrerbietigkeit zu schonen. Damit dieser Anstand bis zum Jüngsten Tage bewahrt bleibt, sagte Er, “O Gläubige!”

Im 33. heiligen Vers der “Sure” Enfal (Die Beute) heisst es dem Sinn nach: “ALLAH aber wollte sie nicht strafen, während du unter ihnen warst.” Es wurde versprochen, daß bis zum Jüngsten Tag nicht gequält wird. Dieser Vers dementiert die Aussage der Wahhabiten er sei zur Erde geworden”.

Der 34. heilige Vers der Sure Bakara lautet sinngemäß: “Als wir zu den Engeln sprachen: ‘Werfet euch nieder vor Adam’, da warfen sie sich nieder bis auf Iblîs (Satan), der sich in Hoffart weigerte und einer der Ungläubigen ward.” Der Satan befolgte den Befehl ALLAHs, des Erhabenen nicht, weil er andere außer ALLAH, dem Erhabenen zu respektieren ablehnte und den Propheten verachtete. Die Wahhabîten sind auch auf dem Weg des Satans. Die Mutter, der Vater und die Brüder des Propheten Yûsuf, Friede sei mit ihm, schätzten ihn hoch, indem sie sich vor ihm Niederwarfen. ALLAH, der Erhabene würde Seine Geliebten nicht rühmen wenn es Religionslosigkeit und Götzendienst wäre, auch andere außer Ihn zu loben. Nach der Glaubenslehre der Sunna ist es verboten, sich vor anderem außer ALLAH, dem Erhabenen rituell niederzuwerfen, weil es dem Gebet ähnlich ist und nicht weil man Ehre erweist.

Der Satan erschien dem heilige Prophet, Friede sei mit Ihm immer wie ein alter Mann aus Nedschd. Als die Götzendiener sich in dem Ort “Dâr un-Nedwe” bei Mekka den heiligen Propheten gemeinsam zu töten entschieden, lehrte der Satan ihnen, wie sie ihn töten können, indem er wie ein Alter aus Nedschd erschien. Sie hatten sich entschieden zu erfüllen, was der Satan sagte. Seit diesem Tag nennt man den Satan auch als Scheich-i Nedschdî. St. Muhyiddîn ibn-ül-Arabî schreibt in seinem Buch “Musâmerât” (Die Unterhaltungen): “Die Koreisch-Ungläubigen reparierten die heilige Kaaba vor dem Islam. Jeder von den Nomaden Stammesvorsitzendern sagten einander: “Den heiligen Stein Hadscher-ul-Eswed stelle ich auf.” Schließlich wurde folgendes entschieden: ‘Wir machen den, der morgen früh als Erster hier eintrift, zum Richter. Der, der von ihm auswählt wird, stellt den heiligen Stein hin.’ Als Erster kam der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, dorthin. Er war erst 25 Jahre alt. Die dortigen sagten: “Diese kommende Person ist ein vertrauenswürdiger Mann. Wir nehmen an, was er darüber urteilt. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, sagte ihnen: “Beschafft einen Webteppich und stellt den Stein darauf und haltet jeder an den Teppichsränden und tragt es bis zur Stelle, wohin der Stein zu legen ist!” Dann nahm er mit seinen heiligen Händen den heiligen Stein aus dem Webteppich und setzte ihn in seinem neuen Platz ein. Iblis, der Satan, der in der Gestalt eines alten Mannes erschien, zeigte auf einen kleinen Stein und schlug vor, den heiligen Stein damit zu stützen. Er trug dabei diese Absicht. “Wenn dieser morsche Stein mit der Zeit sich trennt und der heilige Stein Hadscher ul-Eswed verrutscht, so nennen alle Leute den heiligen Propheten vertrauensunwürdig. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, bemerkte diese schlimme Absicht von ihm und sagte: “E’ûsu bi’llâhi min esch-schejtâni ’r-radschîm”. Daraufhin verschwand der Satan plötzlich.” Weil St. Muhyiddîn-ý Arabî durch diese Erklärung verbreitete, dass Iblis der Scheich-i Nedjdî ist, halten sich die Verirrten gegen diesen großen Heiligen feindselig. Sie nannten ihn sogar ungläuig. So versteht man, daß ihr Meister und Führer Iblis (der Satan) ist. Die heilige Orte, die von dem heiligen Propheten als Erinnerung zurückliegen, reißen sie darum nieder und behaupteten, daß diese heiligen Orte jeden Menschen zum Götzendiener machen würden. Hingegen wenn auf diesen heiligen Boden ALLAH den Erhabenen anzubeten Götzendienst gewesen wäre, hätte ALLAH der Erhabene nicht befohlen, daß wir Muslims zum Pilgern fahren sollen und der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm hätte den heiligen Stein ‘Hadscher ul-Eswed’ beim rituellen Umlauf der Kaaba nicht geküsst, auch hätte man in Arafat und Muzdelife nicht gebetet, in Minâ die Steinchen nicht geworfen und zwischen Safa und Merwe würde man nicht laufen. Kurz gesagt man würde diese heilige Stätte nicht respektieren.

Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, sagte zu den Gefährten von Medina, als ihr Sippenführer Sa’d ibn Mu’az Friede sei mit ihm auf dem Ort, wo sie versammelt waren, eintraf: “Steht auf für euren Führer!’ Dieser Befehl war dafür, damit sie vor Sa’d ibn Mu’az Respekt haben sollten. Die Worte “Sa’d war krank oder es wurde befohlen, ihn vom Pferd herunter zu nehmen.” sind falsch. Denn allen wurde es befohlen. Wenn dieses Befehl nur für das Herunternehmen wäre, wäre es für eine oder zwei Personen befohlen und nur” “für Sa’d” gesagt worden, “für euren Führer” hätte man nicht gebraucht.

Während Abdullah ibn Omar, Friede sei mit ihm, für die Pilgerfahrt von Medina nach Mekka ging, hielt er in den Stätten, wo der heilige Prophet gerastet hatte an, verrichtete Gebete und betete an ALLAH, den Erhabenen. Auf diese Weise erreichte er den Segen dieser Stätte. Er legte seine Hände auf die Kanzel des heiligen Propheten, dann berührte er sein Gesicht. Imam-ý Ahmed bin Hanbel, Friede sei mit ihm, küsste das Grabmal des heiligen Propheten und seine Kanzel, somit fand er Segen.

Sowohl die Anhänger der Irrlehren behaupten, daß sie der Rechtsschule Hanbeli angehören, nennen sie das, was der Imam der Rechtsschule Hanbelî tat, Götzendienst. So versteht man, daß ihre Behauptung, Hanbelit zu sein, eine Lüge ist. Imam-ý Ahmed, Friede sei mit ihm, machte das Hemd von Imam-ý Schafi’î naß und trank das Wasser. So wollte er durch das heiligen Wasser Segen erlangen. St. Halid bin Sejd, Ebû Ejjûb el-Ensârî, Friede sei mit ihm, berührte mit seinem Gesicht das heiligen Grab des heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm. Als man seine Tätigkeit verhindern wollte, sagte er so: “Laßt mich los! Ich kam hier nicht für Stein und Boden willen, sondern zur Anwesenheit des heiligen Propheten, Friede sei mit Ihnen.

Die Gefährten des heiligen Propheten erlangten Segen durch Werke und Waren des heiligen Propheten Friede sei mit Ihnen. Ein Beispiel: Mit dem Wasser, mit dem der heilige Prophet die rituelle Waschung nahm und mit seinem heiligen Schweiß und auch seinem Hemd, Stock, Schwert, seinen Schuhen, Glas, Ring und kurz gesagt mit allem, was er Gebrauch hatte. Ümm-i Salama, Friede sei mit ihr, die Mutter der Muslims, hielt bei sich ein gesegnetes Haar von seinem Bart bereit. Wenn ein Kranker kam, legte sie dieses Haar ins Wasser, dann nahm sie es wieder heraus und ließ dem Kranken dieses Wasser, trinken. In das Glas des heiligen Propheten, Friede sei mit ihm gießte man Wasser und trank es zur Heilung. Aus dem heiligen Grab von Imâm-ý Bucharî, Friede sei mit ihm, konnte man den Moschusgeruch warnehmen. Um Segen zu erlangen, nahmen manche ein wenig Erde von seinem heiligen Grab. Kein Gelehrter und Rechtsgelehrter hinderten sie. Die Hadith- und Rechtsgelehrten erlaubten es.” Die Übersetzung aus dem Buch Usûl-ül-erbea fi terdîd-il wehhabiyye ist hier beendet.

[In der Zeit der Gefährten des heiligen Propheten und ihrer Nachfolger, und sogar bis zum Jahre 1000 gab es viele Rechterschaffene und Heilige auf der Welt. Man erlangte Segen und ihre Gebete indem man diese großen Männer besuchte. Auf diese Weise brauchte man nicht, den Grab eines Heiligen als Vermittler zu machen und aus unbelebten Sachen Segen zu erlangen. Dass Handlungen früher gering angewendet wurden, bedeutet nicht, dass die Ausführung dieser Handlungen nicht “erlaubt” ist. Wenn es nicht zulässig gewesen wäre, hätten sich die Gelehrten nicht darüber geäußert.

In den letzten Zeiten vermehrten sich religiöse Abweichungen und Merkmale von Unglauben. Die Jugend wurde von den Feinden des Islams irregeführt, so wie die Gelehrten äußerten. Diese wurden Ketzer genannt. Diejenigen von denen, die im Namen der Naturwissenschaften die Jugendlichen täuschen, heißen Fanatiker der Nauturwissenschaften. Und diejenigen, die als Geistliche erscheinen, um die Menschen zu täuschen, werden Religionsfanatiker genannt. Weil für die Diktatoren und Unbändigen, die ihrem eigenen Ich folgten, der Rückgang des Islams und der Atheismus zum Vorteil ist, verursachten sie diese Katastrophen. Die Anzahl der Gelehrten und Heiligen wurden weniger. In den letzten Zeiten wurden sie sehr selten. Jetzt muss man aus den Gräbern und Waren der Heiligen Segen erlangen. Wie bei jeder Tat und jedem Dienst für ALLAH, den Erhabenen, wurden auch diese Taten mit “Verboten” vermischt. Die islamischen Gelehrten teilten mit Übereinstimmung mit, dass man solch legale Taten nicht hindern, dagegen aber die religiöse Abweichung, welche sich mit diesen vermischten hindern sollte. Diese Worte von den Gelehrten stehen im Buch Ed-dürer us-Seniyye fi’r-redd ale’l wehhâbijje (Hochwertige Perlen und Ablehnung der Wahhabiten) geschrieben. Wenn man dieses Buch liest, hegt man keinen Zweifel darüber. Das Buch wurde 1319 und 1347 in Ägypten und 1395 (1975 n.Chr.) in Istanbul mit Offsetdruck veröffentlicht.]

Vier Perioden der Vergrößerung
der Moschee des heiligen Propheten

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  1. Das Tor für Männer
  2. Das Tor “Gabriel”
  3. Das Tor für Frauen
  4. Das Gnadentor
  5. Das Vermittlungsstor
  6. Die Abteilung des heiligen Propheten
  7. Das Grabmal des heiligen Propheten
  8. Das Gegenüberstehen dem heiligen Propheten
  9. Die Gebetsnische des heiligen Propheten
10. Die von Osmanen erbaute Gebetsnische
11. Der mit Sand gedeckte Platz

 

Islamische Wissenschaften

Die islamischen Wissenschaften bestehen aus zwei Teilen:

I. Islamische hohe Wissenschaften
II. Islamische Sprachwissenschaften

I. Islamische hohe Wissenschaften sind:

  1. Wissenschaft für Koranauslegung: Ýlm-i Tefsîr
  2. Hadithwissenschaft: Ýlm-i Hadîs
  3. Methodik der Hadithwissenschaft: Usûl-i Hadîs
  4. Glaubenswissenschaft: Ýlm-i Kelâm
  5. Methodik der Glaubenswissenschaft: Usûl-i Kelâm
  6. Rechtswissenschaft: Ýlm-i Fýkch
  7. Methodik der Rechtswissenschaft: Usûl-i Fýkch
  8. Ýslamische Mystik [Innerliche Erkenntnisse]: Tassawwuf

II. Dazu gehörende Sprachwissenschaften sind:

  1. Morphologie: Sarf
  2. Syntax: Nachw
  3. Lexikologie: Lügat
  4. Textlinguistik: Metn-i Lügat
  5. Etimologie: Ýschtikak
  6. Wortbildung: Ýschtikak-ý kebîr
  7. Stilistik: Ýnschâ
  8. Redekunst: Bejân
  9. ästhetische Sinnlehre: Bediî
10. Semantik: Belâgat
11. Wortbedeutunsglehre: Meânî
12. Kunst der literarischen Stil: Kitâbet

Zu diesen zwanzig islamischen Wissenschaften gehören achtzig Hilfswissenschaften.

 

Gelehrtheitsstufen nach der islamischen Rechtswissenschaft bzw. der Rechtsgelehrten

1. Absolute Religionsgelehrte: Sie dürfen nach vier islamischen Quellen (d.h. dem heiligen Koran, den heiligen Hadithen, der Übereinstimmung der Gelehrten der Sunna und den Urteilen der islamischen Rechtsgelehrten) Urteile fällen. Sie dürfen ihre eigenen Rechtsschulen gründen. So sind die Gründer der vier rechten Rechtsschulen. i.B.: Müdschtechid-i Mutlak.

2. Religionsgelehrte für bestimmte Rechtsschule: Sie dürfen nach vier islamischen Quellen und nach den Urteilen der absoluten Religionsgelehrten, in deren Rechtsschulen sie sich befinden, Urteile fällen. i.B.: Müdschtechid-i fil-Mes-heb.

3. Schriftgelehrte für Urteilsfällen: Diese Gelehrten dürfen nach den Urteilen der Rechtsschulengründer Urteile fällen. Jedoch sollen ihre Urteile mit denen der Rechtsschulengründer überein-stimmen. i.B.: Müdschtechid-i fil-Messele.

4. Schriftgelehrte für Urteilserklärung: Sie dürfen keine Urteile fällen, aber die Urteile erklären. i.B.: Eshâb-ý Tachridsch.

5. Schriftgelehrte für Überlieferungsunterscheidung: Sie dürfen nur die Überlieferungen für die Urteile unterscheiden. i.B.: Erbâb-ý Terdschich.

6. Schriftgelehrte für Anordnung der Überlieferungen: Diese Schriftgelehrten dürfen nur die Überlieferungen nach ihren Quellen anordnen. i.B.: Mukallid.

7. Schriftgelehrte für Überlieferungserklärung: Sie dürfen die Überlieferungen nicht voneinander unterscheiden, aber erklären. i.B.: Mukallîd.

 

Gattungen der islamischen Gelehrten

1. Absoluter Religionsgelehrter: Gelehrter, der seine eigene Rechtsschule gründen darf i.B.: Müdschtehid-i Mutlak

2. Religionsgelehrter: Gelehrter, der Urteile fällen darf. Ein Religions-bzw. Schriftgelehrter darf nur von einem Religions-bzw. Schriftgelehrten ein Zeugnis für Gelehrtheit bekommen und soll nach seinem Wissen handeln. Ein Religionsgelehrter soll zwanzig islamische Wissenschaften, achtzig islamische Hilfswissen-schaften beherrschen und außerdem Sozial-und Naturwissen-schaften in seiner Zeit so gut wissen, daß er den heiligen Koran auslegen kann. i.B.: Müdschtehid

3. Gelehrter für Koranauslegung: Müfessir

4. Hadithgelehrter: Muchaddis

5. Gelehrter für Glaubenswissenschaft: Mütekellîm

6. Gelehrter für Islamische Rechtswissenschaft: Rechtsgelehrter. i.B.: Fakich

7. Gelehrter für Islamische Mystik, Innerliche Erkenntnisse: Mutasawwýf.

 

 

Islamische Bezeichnungen für bestimmte Grußgebete bzw. rituelle Wünsche und Verehrungsäusserungen

Alejhis-selâm: Friede ALLAHs, des Erhabenen, sei mit ihm. (für Engel und Propheten)

Alejhimüs-selâm: Pl. zu alejhis-selâm

Alejhis-selâtü ves-selâm: Friede und Segen ALLAHs, den Erhabenen sei mit ihm. (für Propheten)

Kuddise sir-ruch: Möge seine Stellung heilig sein. (für Geistliche)

Dschel-le dschelaluch: Erhabenheit und Heiligkeit gehört zu ALLAH, dem Erhabenen.

Rachimehullach: Segen ALLAHs, des Erhabenen, sei mit ihm. (für Geistliche)

Rachmetullachi alejch: Segen ALLAHs, des Erhabenen, sei mit ihm. (für Geistliche)

Radijallachü anch: Wohlgefallen ALLAH, des Erhabenen, sei mit ihm. (für einen Gefährten des heiligen Propheten)

Radijallachü ancha: Wohlgefallen ALLAHs, des Erhabenen, sei mit ihr (für eine Muslime, die den heiligen Propheten gesehen hat.)

Radijallachü anhüm: Wohlgefallen ALLAHs, des Erhabenen, sei mit ihnen. (für Gefährte des heiligen Propheten)

Sallallahi Alejhi we Sel-lem: Friede und Segen ALLAHs, des Erhabenen, sei mit Ihm. (für den heiligen Propheten)

Abkürzungen für rituelle Wünsche:

F.s.m.i: Friede sei mit ihm.

F.u.S.s.m.i: Friede und Segen sei mit ihm.

M.s.S.h.s: Möge seine Stellung heilig sein.

M.i.S.h.s: Möge ihre Stellung heilig sein.

Anmerkung: rituelle Wünsche sollten als islamische Bezeichnungen ausgesprochen werden.

 

Brief

Hakikat Kitabevi
Darüþþefaka Cad. No: 57
Fatih/Ýstanbul, TÜRKEÝ

Mein Bruder im Islam,

Ich bin sehr dankbar für das Buch “Der heilige Koran und die Bibeln von heute”, das ich mir von meinem Freund geliehen und gelesen habe. Nachdem ich dieses Buch sorgfältig und gründlich gelesen habe, habe ich verstanden, daß “der heilige Koran” das Wort von Allah ist. Jetzt habe ich akzeptiert, daß “der heilige Koran” das heilige Buch und der Islam die wahre Religion auf der Welt und St. Muhammed der wahre Prophet ist.

Nachdem ich Ihr Buch sorgfältig gelesen habe, versuche ich jetzt den Islam, die wahre Religion, richtig zu lernen. Ich bin wahrhaftig Allah dafür dankbar, daß ich die wahre Religion gefunden habe. Mein vorheriger Name war “Martinson Irinoye”, Jetzt bin ich Muslim und habe meinen Name als “Abdul Rasaki Fadesie Irinoye” geändert.

Ich bitte Sie darum, mir ebenfalls ein Exemplar vom Buch “Islam und Christentum” zu schicken.

Ich hoffe, daß ich es bald bekomme.

Ihr Bruder im Islam
Abdul Rasaki Fadesie
Akoko’s Compound
Igbaye-Oshogbo
Oyo State
Nigeria

Hakikat Kitabevi
Darüþþefaka Cad. No: 57
Fatih/Ýstanbul, TÜRKEÝ

Mein Bruder im Islam,

Ich danke recht herzlich für die Büchersendung und die beiden Briefe. .......................

Ich habe jetzt die Bücher “Islamische Sitte” und “Islam, der Weg der Sunniten” von Ihnen. Von Ihnen gibt es noch ein Buch “Glaube und Islam”, welches ich gerne hätte. Wenn es möglich ist, möchte ich auch ein Buch, in dem steht, nach welchen Gesetzen ich leben muß und wie ich als Moslem richtig bete.

Vielleicht gibt es ein Verzeichnis über alle deutschsprachigen Bücher, die Sie haben.

Ich lege außer meiner eigenen Adresse, die Adresse eines guten Bekannten bei, der auch auf der Suche nach dem richtigen Weg zu Gott (Allah) ist.

Ich bedanke mich für Ihre Bemühungen.

Mechthild Schwarte
Teichdamm 3
3557 Ebsdorfesgrund 4
W.Deutschland

 

GLOSSAR

– A –

ALLAH: der einzige Gott, der alleinige Schöpfer. Es gibt keinen Gott außer ALLAH, dem Erhabenen. ER hat acht ständige und sechs persönliche Eigenschaften. Die ständigen Eigenschaften. (i.B.: Sifat-ý Subutijje) sind:

unsterblich: hajj

allmächtig: kadir

allhörend: sem’i

allsehend: bassar

allwissend: alîm

sprechend: mütekellim

schöpferisch: halik

willkürlich: mürid

Die persönlichen Eigenschaften (i.B.: Sifat-ý Sâtijje) sind:

Existenz, unendliches Wesen: Wüdschud

Ewigkeit ohne Anfang: Kýdem

Ewigkeit ohne Ende: Bekâ

Einigkeit des Wesens: Wachdânijjet

Unähnlichkeit (den Geschöpfen): Muhalefetun-lil-hawâdis

Selbstständigkeit: Kýyamun bi-nefsihi

ALLAH, der Erhabene: Allahü teâlâ

Abendgebet: Salât-ul-maghrib

Absicht: Nijjet

absoluter Religionsführer: abslotuter Religionsgelehrter, der seinen Schülern den rechten Weg zeigt. i.B.: Mürschid-i Kâmil.

absoluter Religionsgelehrter: s.a. Gattungen der islamischen Gelehrten.

ahnungslos: ghafil

Almosen: Sadaka

Amen: Âmin

Anbetung: Ibadet

Andacht: Sikr

Anhänger der Gefährten des heiligen Propheten Muhammed

und deren Nachfolger: Tâbi’in und Tebe-i Tâbiin.

Anhänger der Sunna: Muslime, die auf dem Weg des heiligen Propheten und seiner Gefährten sind, und Sunniten genannt werden. i.B.: echl-i Sünnet wel-Dschema’at.

Anhänger der Irrlehren: diejenigen, welche den Sunnitentum bzw. die vier rechten Rechtsschulen ablehnen: Echl-i Bid’at.

Anhänger der falschen Sekten: Echl-i Bid’at.

Armensteuer: Sekat

Armut und Not: Fakr-ü-saruret

Asimet: Durchführung der rituellen Handlungen, die einem schwerfällt.

asketische Frömmigkeit: Süchd

Auferstehung nach dem Weltuntergang: s-ü bâdel mewt

Aufstand: Issjan

Auslegung: Tewil

Anvertrautes: Emanet

– B –

Bereuen: Nedamet

Bescheidenheit: Tewâdu

Bibel: das von der Christenwelt als gültig anerkannte jedoch von Menschen zusammengestellte bzw. verfaßte Buch, das aus dem geändertem Altem und Neuem Testament besteht.

Bittgebet: Münadschat

Bosheit: Scher

Bußgelöbnis: Tewbe

Beschneiden: Hitan

Bismillachirrachmanirrachîm: im Namen ALLAH’s, des Erbarmes, des Allbarmherzigen.

– C –

Christentum: Nasranijjet

Christ; Nazaraner: Nasrani

– D –

Dank: Schükr

Diener: Abd; z.B.: Abdullah: Diener Allahs.

Dreieinigkeit: Teslis

 

– E –

Effendi: offizieller Titel für Gelehrte, Geistliche und vornehme Herren.

Echl-i Sünnet: Anhänger der Sunna

Echl-i Sünnet wel-Dschema’at: Anhänger der Sunna

Ehebruch: Sinâ

Ehebrecher: Sâni

Eigensucht: Nefs.

Eingebung: Ilham

Einheitsbekenntnis: Kelime-i Tewhid.

empfohlene Vorschrift: eine Anbetungsart, deren Durchführung empfehlenswert ist. i.B.: Müstehab oder Mendub.

Engel: Geschöpfe, die aus dem Glaubenslicht erschaffen und unschuldig sind. i.B.: Melek, pl.: Melâike. Kiranen Katibin: Schreibengel, Hamele-i Arsch: Engel des Throns des Erhabenen.

Ensar: Die Helfer des heiligen Propheten in Medina.

erforderlich: eigenschaftliche Bezeichnung einer Verpflichtung, die (nach der Sunna) erforderlich ist. i.B.: sünnet.

erforderliche Verpflichtung: Bezeichnung einer Vorschrift, deren Einhalten erforderlich ist. i.B.: Sünnet

Ergebung: Tewekkül

Erklärung bzw. Erläuterung: Scherch

Erhabenheit: eine Eigenschaft ALLAH’s, des Allmächtigen: ALLAH, der Erhabene. i.B.: Allahü teâlâ.

erlaubt: hallâl

Erlaubtes: Hallâl

Erlangen: Kesb

Evangelium: das heilige Buch, das dem heiligen Propheten Jesus (Friede sei mit ihm) herabgesandt und dessen Original nachher von Menschen verändert wurde. i.B.: Indschil.

ewiges Unglüch: Felâket-i ebedijje

– F –

Familienangehörige des Propheten Muhammed: Echl-i Bejt.

Fanatiker: Muteassýb

fanatisch: muteassýb

Fanatismus: Taassub

Fard-ý ajn: Verpflichtung, die von jedem Gläubigen erfüllt werden soll.

Fard-ý kifâje: Verpflichtung, die von bestimmten Gläubigen erfüllt werden soll.

Fasten: Sawm

Fastengebet: Salât-üt Terawich

Fastenmonat: Ramadan

Fatiha: die erste Sure des heiligen Korans.

Feindschaft: Adâwet

Festgebet: Salât-ül-Ijd

Fetwa: Rechtsgutachten nach dem Islam

Feueranbeter: Medschusî

Finsternis: Sulmet

Freiheit: Hürrijjet

Frieden: Sulch

fromm: sa-id

fromme Tat: Taat

Frömigkeit: Takwâ

Führer der Gläubigen: Emir

Fürbitte: Schefaat.

– G –

Gabe: Nimet, Ichsan

Gabriel: Erzengel. i.B.: Dschebrail

Gebet: Salat; Dua.

Gebetsruf: Esan

Gebetswaschung: Wudu: rituelle Waschung.

Gebot: Emr

Gebote ALLAH’s, des Erhabenen, bekannt machen: Emr-i bil-ma’ruf.

Gedenken ALLAH’s, des Erhabenen: Sikr

Gefährte des heiligen Propheten: Sahabe oder Eshab-ý Kiram.

gefallen: schechid

Geheimnis: Sýr.

Geheimnisse: Esrar.

Gehorsam: Itaat

Geister: Unsichtbare, aus dem Feuer ershaffene Lebewesen. i.B.: Dschinn; sie werden im heiligen Koran in zahlreichen Suren erwähnt. Sure 72 trägt sogar diesen Namen.

geistig: manewî

geistiges Bild: Hajal

geistige Führung: Irschad

geistiges Herz: Kalb

Gelehrte der isl. Mystik: Ulema-i Tassawwuf

Geistlicher: Imam, Hodscha, Mufti.

Gelehrter: Âlim

Gelehrte des isl. Rechts: Ulema-i Fýckchijje

Gelehrte der Anhänger der Sunna [Gelehrte der Sunna]:

Ulema-i Echl-i Sünnet.

Gemeinschaft des heil. Propheten: Ümmet-i Muhammed.

gerecht: hak, adil

Gerechtigkeit: Hakkanijjet, Adalet

Geschlechtsteile: Sewetejn

Gestattet: Dschâ-is

Gewissen: Widschdan

Gewißheit: Jakîn

Gewohnheit: Âdet

Glaube: Îmân

Glauben: I’tikad

Glaube und Tat: Îmân wel Amel

Glaubensabtrünniger: Mürted

Glaubensfeind: Aduwed-din

Glaubensatz der Einigkeit: Einheitsbekenntnis

Glaubensbekenntnis: Kelime-i Schechadet.

Glaubensfreiheit: Hürrijjet-i din

Glaubenslicht: Nur; Nûr-ül-Îman

gläubig: mü’min

Gläubige: Mü’mine

Gläubiger: Mü’min; pl.: Gläubige: Mü’minûn

Glaubenskämpfer: Müdschâchid

Glaubenskrieg: Dschichad bzw. -kampf, der von einem islamischen Staat gegen einen nichtislamischen bzw. glaubensabtrünnigen Staat geführt wird, der den Islam angegriffen hat. 1) Glaubenskampf, der vom Gläubigen gegen sein Ich geführt wird. 2) Glaubenskampf, der von Gläubigen gegen Ungläubige nicht mit Waffen sondern mit Massenmedien geführt wird, um den Islam zu verteidigen.

Glaubenswissenschaft: Ilm-i Kelâm

Glück: Bacht

Glückseligkeit: Seadet

Glückspiel: Kumar

Gnade: Inâjet; Rachmet

Gott: Ilach, mabud

Gottvertrauen: Tewekkül

Götzendiener: Müschrik

Götzendienst: Schirk

grausam: salim

Grausamkeit: Sulm

gute Tat: Sewab

gültig: muteber

Güte: Fejs

– H –

Hadith: heilige Erlärung des heiligen Propheten Muhammed. i.B.: Hadîs-i Scherif, Hadîs-i Nebewî.

Hadîs-i kudsî: heiliger Spruch vom heiligen Propheten Muhammed, dessen Sinn von ALLAH, dem Erhabenen, ist.

Hanbelit: Hanbelî

hanbelitisch: hanbelî

Handlung: Amel, Tat

Hanefit: Hanefî

hanefitisch: hanefî

Haschr: Auferstehung

Hasret: Sankt; St.: Hz.

Häretiker: Mülhid

heilig: kudsî

heilige Auswanderung von Mekka nach Medina: Hedschra bzw. Hidschra, die 632 n.Chr. Stattfand. i.B.: Hidschret.

Heilige(r): Weli

Heilige (pl.): Ewlija

heiliger Kampf: Dschichad

heiliger Vers: Ein Satz oder einige Sätze des heiligen Korans. i.B.: Âjet. Der heilige Koran besteht aus 6236 heiligen Versen.

himmlische Bücher: Kutüb-i Semawijje

himmlische Führung: Hidajet.

Hochachtung: Ichtiram

Hochmut: Kibir

– I –

Ich, das; -(s)/-(s): Nefs

Idschma-i Ümmet: Übereinstimmung der Gemeinschaft, dritte Quelle des Islams

Imam: 1) Rechtsschulsgründer. 2) Religionsgelehrter, der Urteile gefällt hat. 3) Vorbeter, Hodscha. 4) Emir.

Intelligenz [Verstand]: Seka

irdisch: dünjewi. Ggs.: jenseitig: uchrewi

Irrlehre: Lehre einer Sekte, die von der Sunna abgewichen ist.

Irrgläubige: Anhänger der Irrlehren. i.B.: Echl-i Bid’at.

Irschâd: geistige Führung

islamische Wissenschaften: Ulum-u Islamijje.

islamische Hochschule: Medresse. pl.: Medaris.

islamische Quellen: Koran, Sunna, Idschma-i Ümmet, Kýjas-ý Fukacha.

islamischer Rechtsgelehrter: Mufti, Fakich.

islamische Mystik: Sufismus, islamische Sittlichkeitslehre. i.B.: Tassaw-wuff.

islamische Welt: Âlem-i Islâm

islamisches Land: Dar-ül Islâm

– J –

Jenseits: Âchiret

jenseitig: uchrewi

Jesus: der heilige (vorletzte) Prophet, dem das heilige Buch Evangelium herabgesandt wurde. i.B.: Hasret-i Îsa

Jewm-il Âchiret: Tag der Auferstehung

Jewm-i Kýjamet: 1) Tag des Weltuntergangs, 2) Tag der Auferstehung.

Jüngster Tag: Jewm-il Âchiret

Jüngstes Gericht: Mîsan

Jerusalem: Kudüs

– K –

Kaaba: heilige Moschee in Mekka, i.B.: Kâbe

Kalif: Halife

Kalifat: Hilâfet

Ketzer: Sýndýk

Kijamet: 1) Weltuntergang, 2) Auferstehung.

Kýjas-ý Fukacha: Urteile der islamischen Rechtsgelehrten, vierte islamische Quelle

Kirche: Kenisse

kleine Moschee: Messdschid

Koran: das heilige Buch, das dem heiligen Propheten Muhammed herabgesandt wurde; erste islamische Quelle. i.B.: Kur’an; der heilige Koran: Kur’an-ý Kerim.

Koranauslegung: Tefsir-i Kur’an.

Koranexemplar: Mushaf

Koranvers: Âjet. Pl.: Âjât

körperlich: maddi, maddeten

– L –

legitim: kanûnî

Leichnam: Dschenais

Liebe und Zärtlichkeit: Schefkat

Lobpreisung: Tesbich

– M –

Malikit: Malikî

malikitisch: malikî

Marifet: Erkenntnis

Märtyrer: Schechîd

Messsias: Mechdî

Mittel: Wasýta

Mitleid: Merchamet

Moschee: Dschami

Mufti: islamischer Rechtsgelehrter

Muhammed, der letzte heilige Prophet, der den Islam verkündet hat.

Muhadschirîn: die Gefährten des heiligen Propheten, die mit Ihm von Mekka nach Medina auswanderten.

Muslim [Moslem]: Müsliman. Pl.: Muslimîn

– N –

Nachahmung: Taklid

Nachkommen: Achfad

Nachkommen des heiligen Propheten Muhammed: Echl-i Bejt

Nebî: Prophet, dem kein heiliges Buch herabgesand wurde.

nichtislamisches Land: Dar-ül harb

Nichtmuslim: Ghajri Müslim

Notfall: Saruret

nötig: eigentschaftliche Bezeichnung einer Verpflichtung, deren Erfüllung nötig ist.

Notwendigkeit: Saruret

– O –

offenbar: sachir

Offenbarung: Wahij

Opferfest: ein religiöses Fest, an dem die Verpflichteten je ein Opfertier schlachten und ein Drittel vom Fleisch des Opfertiers den Armen verteilen.

Opfertier: Kurban

– P –

Person: Sati

Pilger: Hadschi

Pilgerfahrt: Hadsch

Predigt: Waas

Prediger: Wais

Prophet: Gesandter ALLAH’s, des Erhabenen, der den Menschen die Gebote und Verbote des Erhabenen verkündet. Die sieben Eigenschaften der Propheten sind:

Vertrauenswurdigkeit: Emânet

Treue: Sýdk

Gerechtigkeit: Adalet

Unschuld: Ismet

Genie: Fetanet

Prophezeiung: Tebligh

Sicherheit vor dem Verlust der Prophetengabe: Emn-ül asl.

– R –

Ramadan: Fastenmonat

Ramadanfest: gleich nach dem Fastenmonat gefeiertes und drei Tage dauerndes Fest.

Rat: Nassihat

Raub: Ghasb

Rebell: Schakki, Âsî

rebellisch: schakki

Recht: Hak

recht: hak

rechte Religion: Din-i Islam

rechtmäßig: hallal

Rechtmäßiges: Hallal

Rechtleitung: Hidâjet

rechtschaffener Muslim: Salich

Rechtschaffenheit: Zustand, in dem man alles gerecht und nur um des Wollgefallens ALLAH’s, des Erhabenen, willen tut. i.B.: Ichlaß.

Rechtsschule: Mezhep

Rechtswissenschaft: Ilm-i Fýkch

reif: kâmil

rein: tâhir

Reinheit: Taharet

Reka: Gebetseinheit. i.B.: Reka

Religion: Din

Religionsgemeinschaft: Ümmet

Religionsgelehrter: Müdschtehid

Religionsgesetz: Scheriat

Religionslosigkeit: Küfr

Religionsführer: Religions- bzw. Schriftgelehrter, der seinen Schülern den rechten Weg zeigt. i.B.: Mürschid.

Religionsgelerter: s.a. Gattungen der islamischen Gelehrten

Religionswissenschaften: Ulum-ud-din

religiöse Abweichung: Bi’dat

Ressul: Prophet, dem ein heiliges Buch herabgesand wurde.

Reue: Nedamet

richtiger Weg: Sýrat-ý müstakîm, Tarik-i müstakîm

Richtung nach Kaaba: Gebetsrichtung. i.B.: Kýble

rituelle Ganzwaschung: Ghasl

rituelle Reinheit: Taharet

rituelle Reinigung: rituelle Waschung bzw. Ganzwaschung.

rituelle Unreinheit: Nedschaset

rituelle Waschung: Abdest, Wudu

Ruchsat: Durchführung der rituellen Handlung, die einem nicht schwer ist. ggs. Asîmet.

Rückschrittlichkeit: Irtidscha

Ruhe: Sükun

– S –

Sankt: Hasret

Satan: Schejtan

Schafiît: Schafiî

schafiîtisch: schafiî

Schamteile: Sewetejn

Scheich ül-Islam: höchste Autorität hinsichtlich der religiösen Angelegenheiten. i.B.: Schejch-ül-Islam

Scheriat [Scharia]: Religionsgesetz; islamische Gesetzgebung; sie beruht auf vier islamischen Quellen.

Scherif: Enkelkind von St. Hassen bzw. des heiligen Propheten. pl. Scherafet

Schiismus: Irrlehre, die von einem Juden namens Abdullah bin Sebe aus Jemen im 7. Jahrhundert gegründet und in den folgenden Jahrhunderten von den als schiitische Gelehrte erscheinenden Juden bis heute weiter geführt wurde. Schiismus bestehen aus 18 Sekten. i.B.: Schia.

Schiit: Anhänger des Schiismus. i.B.: Schiî.

schiitisch: schiî

Schöpfer: Chalýk, Rabb

Schreibengel: Kiramen Katîbîn

Schriftbesitzer: Echl-i Kitab, d.h. Juden und Christen.

Schriftgelehrter: Gelehrter an einer der sieben Gelehrtheitsstufen. Ein Schriftgelehrter soll dazu gehörende Wissenschaften und alle islamischen Sprachwissenschaften beherrschen. i.B.: Âlim. S.a. Gelehrtheitsstufen.

Seelenheil: Nedschat, Selâmet

Sejjid: Enkelkind von. St. Hüssejn bzw. des heiligen Propheten. Pl.: Sijadet.

Sekat: Armensteuer

Sekte: Fýrka: Irrlehre

Selefi Salihîn: die Gefährten des heiligen Propheten und ihre Nachfolger

selig: merchum

Sýdk: Treue

Sýddýk: 1) im höchsten Grade wahrheitsliebend. 2) Beiname des ersten Kalifen: Ebû Bekr-i Sýddýk.

Sýndýk: Ketzer, der ein Glaubensfeind ist und den Islam innerlich zu zerstören versucht.

sinngemäß: mealen

sinnlich: schehewî

Sitte: Âdet

Sitten: Achlâk

sittlich: achlakî

Sittlichkeit: Achlâkijjat

Sittlichkeitslehre: S.a. islamische Wissenschaften

sittsam: afif

Sittsamkeit: Iffet, hüsn-ü Achlak

Stiftung: Wakf

Sufismus: isl. Mystik: Tassaw-wuff

Sunna: 1) Lebensweise des heiligen Propheten Muhammed, 2) heilige Erlärungen des heiligen Propheten, Hadithe, die den heiligen Koran auslegen und die zweite Quelle der vier islamischen Quellen bildet. 3) Weg der Sunniten.

Sunnit: Anhänger der Sunna, Sünni; pl.: Echl-i Sünnet

Sunnitentum: Echl-i Nedschat

sunnitisch: sünnî

Sünde: sk

Sünder: Fasýk

sündig: fasýk

Sure: Abschnitt des heiligen Korans. Es gibt 114 Suren.

– T –

Tabiîn: die Nachfolger der Gefährten des heiligen Propheten.

Tebe-i Tabiîn: die Nachfolger von Tabiîn.

Tat: Ammel; fromme Tat

Testament: Wassijjet

Teufel: Satan

teuflerisch: schejtanî

Thora: das heilige Buch, das dem heiligen Propheten Moses herabgesand wurde und dessen Original nachher von Juden verändert wurde. i.B.: Tewrat.

Tod: Mewt

Treue: Sadakat, Sýdk

Thron des Erhabenen: Arsch-ý Ilahi

– U –

Überlieferung: Riwajet

unachtsam: ghafil

Unachtsamkeit: Ghaflet

unerwünscht: mekruch

unerwünschte Handlung: Mekruch

Unglaube: Küfr

ungläubig: kâfir

Universität: Dar-ül-fünun

unentbehrlich: fard

unentbehrliche Verpflichtung: Vorschrift, die man unbedingt befolgen soll. i.B.: Fard.

unerlaubt: haram

Unerlaubtes: Haram

unrein: nedschs

Unreinheit: Nedschaset

unschuldig: masum

Unsichtbares: Gajb

Unsittlichkeit: Su-i Achlâk

Unterdücker: Salim

unterdrückt: maslum

Unterhaltung: Sohbet

unwissend: dschachil

Unwissenheit: Dschachilijje, Dschechl

Urteilfällen: Idschtichad. S.a. Gelehrtheitsstufen

untersagt: haram

– V –

verborgen: bâtýn

Verbot: Haram

verboten: haram

Verbote ALLAH’s, des Erhabenen, bekannt machen: Nechj-i anil münker

Verdienst: Sewab

Verbrechen: Hatijet

verflucht: mel’un

Vergeltung: Kýssas

Verirrte: Anhänger der Irrlehren, Irrgläubige. i.B.: Echl-i Bid’at

Verleumdung: Iftira

Verleumder: Müfterî

Vermittlung: Wessile

Vernunft: Akl

vernünftig: makul

Verstand: Sekâ

Verrat: Hijanet

Verräter: Ha-in

Verschleierung: Tessettür

Vertrauenswürdigkeit: Emanet

– W –

Weltuntergang: Kijamet

Wahhabismus: Irrlehre, die durch den britischen Spion Hempher geplant und 1150 (1738 n.Chr.) gegründet und vom britischen Kolonialministerien mit jüdischen Hinterhältigkeiten und Methoden bis heute unterstützt wurde. i.B.: Wechabijje.

Wahhabit: Anhänger des Wahhabismus. i.B.: Wechhabî.

Wahrheit: Hakikat

Wissenschaft: Ilm

wissenschaflich: ilmî

Weg der Sunna: Weg der Anhänger der Sunna.i.B: Echl-i Sünnet

Weisheit: Hikmet

Wille: Irade

Wohltat: Hajrât

Wohltäter: Sahib-ül Hajrât

– Z –

zulässig: mubach

Zwang: Dschebr

zwangsmäßig: dschebrî

Zwietracht: Fitne

 

Der heilige Prophet teilte mit: “ALLAH, der Erhabene liebt jene Person sehr, die ihre Religion lernt und andere lehrt. Lernt eure Religion von islamischen Gelehrten!”

Wer keinen echten Gelehrten findet, der soll aus den Büchern der Gelehrten der Sunna lernen und versuchen diese Bücher zu verbreiten. Ein Moslem, der rechtschaffen und gelehrt ist und rechtmäßig handelt, wird islamischer Gelehrter genannt. Wer sich als Gelehrter vorstellt, aber eine dieser Eigenschaften nicht besitzt, wird schlechter Geistlicher, Fanatiker genannt. Der islamische Gelehrter ist Hüter der Religion. Der Fanatiker dagegen ist Helfer des Satans.[1]

______________

[1] Die Wissenschaft, die man erlernt aber nicht beabsichtigt damit rechtschaffen zu handeln, nützt einem nicht

 

                                                                                                     

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