INHALT

BEWEIS DES PROPHETENTUMS

Ihlâs Stiftung Band – 4

  1-Anfang

  2-Anmerkung

  3-Vorwort

  4-Einleitung

  5-Was heißt "Prophetentum"?

  6-Was heißt "Wunder"?

  7-Die Sendung des Propheten

  8-Beweis des Prophetentums von Muhammed "Friede sei mit Ihm

  9-Antwort auf die Verleumdungen eines Unwissenden in der Religion

10-Der Kommunismus und die Feindschaft der Kommunisten gegen die Religion

11-Antwort auf die Frage eines Studenten

12-Lebenslauf Von Sejjid Abdülhakim-i Arwâsî

13-Lebenslauf Von Sejjid Fehîm-i Arwâsî Religionsführer Von Sejjid Abdulhakîm-i Arwâsî

14-Lebenslauf Von Sejjid Tâhâ-i Hakkarî, Religionsführer Von Sejjid Fehîm-i Arwâsî

15-Der Lebenslauf Von Hussejn Hilmi Bin Saîd Effendi, Dem Schüler Von Sejjid Abdulhakîm Arwâsî

16-Wie solte ein wahrer Moslem sein?

17-Islamische Wissenschaften

18-Gelehrtheitsstufen Nach Der Islamischen Rechtswinssenschaft Bzw. Der Rechtsgelehrten

19-Gattungen der Islamischen Gelehrten

20-Islamische Bezeichnungen Für Bestimmte Grußgebete Bzw. Rituelle Wünsche Und Verehrungsäusserungen

21-Glossar

22-Hadis-i Scherif


BEWEIS
DES
PROPHETENTUMS

von
St. Imâm-ý Rabbânî,
[Ahmed Fârûkî Serhendî]
dem absoluten Religionsführer,
dem Erneuerer des zweiten Jahrtausends

3. Auflage

 

    Verlag:

HAKÎKAT KÝTÂBEVÝ
Darüþþefeka Cad. No: 57 P.K. 35
34262-Fatih-ÝSTANBUL/TURKEI
http://www.hakikatkitabevi.com
e-mail: bilgi@hakikatkitabevi.com
Tel: (90-212) 532 58 43-524 36 21-523 45 56
Fax: (90-212) 525 59 79
1998

 

 

E’üsü billâchi mineschschejtânirradschim,[1]
Bismillachirrachmanirrachim.
[2]

Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, teilte mit: “Wenn Zwietracht unter meiner Gemeinschaft verbreitet ist, erwirbt jeder, der die Vorschrift meiner Sunna einhält, den Verdienst von hundert Märtyrern.” Gelehrte, die einer der vier Rechtschulen angehören, werden (Gelehrte der Sunna) genannt. Der Führer der Gelehrten der Sunna ist Imam-ý a’sam Ebu Hanife. Diese Gelehrten haben niedergeschrieben, was sie von den Gefährten des heiligen Propheten gelernt haben. Die Gefährten des heiligen Propheten lehrten sie, was sie von dem heiligen Propheten gelernt hatten.

Heute gibt es auf der Welt drei verschiedene Gruppen von Menschen:

1– Die Ungläubigen. Sie bekennen sich nicht zum Islam, so wie auch die Juden und Christen.

2– Die Muslims, die Anhänger der Sunna sind. In jedem Land gibt es diese Muslims und sie verbreiten sich ständig.

3– Die Heuchler. Sie behaupten Muslims zu sein, doch entspricht ihr Glaube und ihre Anbetungen nicht der Sunna. Sie sind keine wahren Muslime, so wie auch die Schiiten und die Wahhabiten.

______________

[1] Ich nehme Zuflucht zu ALLAH, dem Erhabenen vor dem Satan, der SEINE Gnade verlor und im Dies- und Jenseits zu Grunde ging, indem er den Zorn des Himmels auf sich geladen hatte.
[2] Im Namen ALLAHs, des Erbarmers, des Allbarmherzigen.

 

ZUR EINRICHTUNG DES BUCHES

Die religiösen Ausdrücke in diesem Buch sind in der deutschen Sprache angegeben. Um den Lesern zu ermöglichen, islamische Bezeichnungen zu lernen, ist ein Glossar als Anhang dargestellt. Es würde geschätzt, bei religiösen Ausdrücken im Glossar nachzuschlagen. Die islamischen Bezeichnungen, wofür es keine deutsche Ausdrücke gibt, sind als Original verwendet, und im Text oder im Glossar erklärt worden. Es ist zu empfehlen, bei islamischen Bezeichnungen den Buchstabe S mit dem Zeichen (-) als stimmloses “s” (z.B. Souvenir; Salât), die Vokalen mit dem Zeichen (^) lang (z.B.: Mewlânâ), die Doppelkonsonanten einzeln (z.B.: Muhammed: Muham-med) den Buchstabe “h” in der Wortmitte und am Ende wie zum Anfang (z.B.: ALLAH) auszusprechen. Den Buchstabe “ý” gibt es nicht im deutschen Alphabet. Er sollte wie der zweite Vokal im englischen Wort “mirror” ausgesprochen werden; z.B. Ýmam-ý Asam Ebu Hanife.

Neben dem Glossar wird auf die islamischen Wissenschaften, die Gelehrtheitsstufen, Gattungen der islamischen Gelehrten und die Grußgebete bzw. die rituellen Wünsche und Verehrungsäußerungen hingewiesen.

Alle Muslime verrichten ihre Gebete nur in der koranischen Sprache, dürfen aber gleich nach dem Gebetsverrichten ihre Bittgebete in ihren Muttersprachen ausdrücken.

Es würde geschätzt, dieses Buch in Original, oder in irgend einer Fremdsprache übersetzt, zu reproduzieren. Wir wären immer dankbar, wenn man solch eine gute Tat vollbringen würde. Mögen diese Wohltäter im Dies- und Jenseits glücklich werden! Es wird gebeten, beim Druck möglichst auf beste Papierqualität zu achten und eventuelle Druckfehler besonders bei islamischen Ausdrücken zu vermeiden.

ANMERKUNG: Die Missionare bemühen sich um das Christentum zu verbreiten, die Juden verbreiten die falschen Worte der Rabbiner, der Hakikat Verlag, in Istanbul, bemüht sich um den Islam zu verbreiten und der Eifer der Freimaurer ist es, die Religionen zu vernichten. Diejenigen, die Vernunft und Wissen besitzen und gerecht sind, werden erkennen welche von diesen der Wahrheit entspricht und sich für ihre Verbreitung einsetzen. Somit werden sie zum Anlass des Glückes aller Menschen. Dies ist der wertvollste und nützlichste Dienst für die Menschheit.

 

VORWORT
Bismi’llâhi’r-rachmâni’r-râchim

“Im Namen ALLAHs, des Allerbarmers, des Barmherzigen”

ALLAH, der Erhabene, ist barmherzig mit allen Menschen. ER erschafft allerlei Gaben und gewährt sie SEINEN Geschöpfen. Im Jenseits wird ER manchen Gläubigen, die in die Hölle kommen müssen, vergeben und sie ins Paradies führen. ER ist es allein, der alles Wesen erschuf und erschafft, im Dasein erhält und vor Furchtsamkeit schützt. Indem wir Zuflucht zum Namen des einzigen ALLAHs, des Allmächtigen nehmen, fangen wir an dieses Buch zu übersetzen.

Dank sei ALLAH, dem Erhabenen! Friede sei mit SEINEM geliebten Propheten Muhammed und Seinen edlen Familienangehörigen und treuen Gefährten!

ALLAH, der Erhabene, ist barmherzig mit SEINEN Dienern. ER fordert, dass sie im Diesseits in Ruhe und Frieden leben, und dass sie auch im Jenseits ewiges Glück erlangen. Diesem heiligen Wunsch entsprechend erwählte ER die vorzüglichsten, ausgezeichneten Personen unter den Menschen, beauftragte sie, mit dem Prophetentum nämlich mit der Verkündigung heiligen Vorschriften, auf den Weg zum ewigen Glück und Frieden. ER verkündete auch, dass das Erlangen des ewigen Glücks davon abhängt, an IHN und SEINE Propheten zu glauben und befahl, sich nach den Vorschriften in SEINEN Heiligen Schriften zu richten. Wer diesen Glauben hat und diese Vorschriften sorgfältig beachtet, wird Gläubiger und Moslem genannt.

Die islamischen Gelehrten haben viele Bücher in verschiedenen Sprachen verfasst, um den Menschen die Existenz und Eineinigkeit des Erhabenen und den Glauben an die Propheten zu künden. Das arabische Buch Isbât-ün-nübüwwe (Beweis des Prophetentums), ist eines dieser lehrreichen Bücher, die kurz, deutlich und einfach bearbeitet, herausgegeben worden sind, so dass sie alle Zweifel beseitigen. Dieses Buch wurde von Imam-ý Rabbanî Ahmed Fârûkî, einem absoluten Religionsführer und dem Erneuerer des zweiten Jahrtausends des Islam, in seinem achtzehnten Lebensjahr verfasst. Hiermit erläuterte er den letzten Teil des Buches Scherh-i Mewâkýf (Aufklärung der Umstände). Das Buch wurde zum ersten Mal zugleich mit der urdischen Übersetzung in Pakistan gedruckt. Imam-ý Rabbânî wurde 971 [1564 n.Chr] in der Stadt Serhend (Sirhind) in Indien geboren und 1034 [625 n.Chr.] starb er auch dort.

Wir wünschen von ganzem Herzen, dass alle Menschen dieses Buch gewissenhaft und sorgfältig durchlesen und sich von irreführenden Veröffentlichungen fernhalten, damit sie im Diesseits in Ruhe und Frieden leben und im Jenseits mit ewigem Glück belohnt werden.

1998                        1376                                1419       
n. Chr.                      n. Hed.                    Mondjahr n. Hed.

 

EINLEITUNG

Dank sei ALLAH, dem Erhabenen, Der SEINE Propheten gesandt hat, um die Menschen auf den rechten Weg zu leiten und Der vier von diesen Propheten jeweils ein großes heiliges Buch herabgesandte, die frei von jeder Falschheit, Fehler und Überfluss sind. Das Buch, welches ALLAH, der Erhabene, Muhammed, Friede sei mit Ihm, SEINEM letzten Propheten herabgesandte, ist der heilige Koran. In ihm steht alles erklärt, was die Menschen benötigen, die Nichtgläubigen werden mit Qual bedroht und den Gläubigen, die die Vorschriften des Islams einhalten, wird die frohe Botschaft vom Paradies verkündet. ALLAH, der Erhabene, hat die Religion SEINER Diener durch SEINEN Gesandten Muhammed, Friede sei mit Ihm, vervollständigt und verkündet, dass ER allein mit denjenigen, die sich zum Islam bekannt haben, zufrieden sein wird. Auch in vergangenen Zeiten sandte ER SEINEN Dienern Propheten mit deutlichen Versen und großen Wundern. Er teilt im heiligen Koran mit, dass ER keinen anderen Propheten nach dem Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, senden wird. ER hat jeden Menschen vorgeschrieben und befohlen, dem von Ihm gesandten Propheten zu folgen, damit man unvorstellbare und undenkbare Vorteile erhalten und sich vor Gefahr und Unglück schützen kann; wie ein Blinder, der sich auf einen Führer verlässt, und wie ein Kranker, der sich in Verlegenheit vor Hilflosigkeit seinem mitleidigen Arzt fügt.

ALLAH, der Erhabene, hat Muhammed, Friede sei mit Ihm, SEINEN letzten Propheten, zum hochgestellten und mitleidigsten und seine Gesellschaft zur gerechtesten, sowie SEINE Religion zur vorzüglichsten gemacht. ER hat im heiligen Koran, durch Verse mitgeteilt, dass Muhammed, Friede sei mit Ihm, in jeder Hinsicht der Vollkommenste ist, weder Mangel noch Überfluss besitzt und der Prophet aller Lebewesen ist. Ihnen hat ER SEINEN Dienern als letzten Prophet zum Zweck gesandt, SEINE Einheit und SEINE absolute Unvergleichbarkeit zu verkünden. ER sandte ihn um SEINE Diener in Wissen und im Alltag zu fördern und ihre seelischen Krankheiten zu heilen.

Segen und Frieden ALLAHs, des Erhabenen, sei für alle Zeit auf Ihm, Seine Nachkommen und Seine Gefährten. Sie sind wie Sterne, die im Dunkeln auf den richtigen Weg weisen und wie Lichtquellen, die die Dunkelheit beseitigen.

Des Mitleids ALLAHs, des Erhabenen, sehr bedürftige Verfasser dieses Buches, Ahmed ibn Abdül’ehad [Imam-ý Rabbâni, Erneuerer des zweiten Jahrtausends], also ich bete zu ALLAH, dem Erhabenen, um meine Verschonung, um die Verschonung meiner Vorfahren und Lehrer und auch Schüler von den Qualen am Jüngsten Tag. Zu meinem Bedauern muss ich leider aussagen, dass die Menschen unserer Zeit es vernachlässigen zu glauben, dass Propheten notwendig sind und sich weigern die im heiligen Koran angegebenen 25 Propheten anzunehmen, sowie sich nach der Religion des letzten Propheten zu richten. Diese Verhaltensweise findet leider Verbreitung. Es kam in Indien sogar dazu, dass einige von solchen gesinnten Staatsmännern die frommen Moslems folterten. Es tauchten sogar manche Leute auf, welche über den heiligen Namen des letzten aller Propheten spotteten und ihre eigenen Namen, die ihnen von ihren Eltern gegeben worden waren, änderten. In Indien wurde es verboten, das Rind als Opfer zu schlachten, was für Moslems nötig ist.

Heute werden Moscheen niedergerissen oder zum Museum bzw. Lager umgebaut und islamische Friedhöfe werden als Spiel- oder Müllplätze gebraucht. Die Kirchen aber werden als historisches Werk restauriert. Ihre Zeremonien und Feste werden leider auch von manchen Moslems mit gefeiert. Kurz gesagt werden die islamischen Bräuche und unentbehrlichen Pflichten verachtet, oder vollkommen beiseitegelegt und als fortschrittfeindlich bezeichnet. Dagegen werden die Sitten und Bräuche, falsche Glauben, Unsittlichkeiten und unmoralische Dinge, der Ungläubigen, geschätzt und gefördert, und man ist darum bemüht, dies jeden bekannt zu machen und zu verbreiten. Dagegen werden gemeine, böse und erlogene Romane und Lieder der indischen Ungläubigen, in die Sprachen der Moslems übersetzt und auf den Markt geführt. Dies bezweckt die Vernichtung des Islams und der guten islamischen Moral. Dieses Streben führt dazu, daß sich der Glaube der Moslems abschwächt und die Moslems schließlich in den Sumpf des Unglaubens stürzen und dadurch neue Ungläubige auftauchen. Sogar die Geistlichen, die als Ärzte für die Krankheit des Unglaubens gelten, geraten auch in dieses Unglück.

Ich untersuchte, warum der Glaube der muslimischen Jugend verdorben wurde und woher ihre Zweifel stammte. Ich stellte fest, dass die Schwäche ihres Glauben ihren Grund nur darin hatte, dass nach dem heiligen Propheten eine lange Zeit vergangen war. Außerdem, hielt man die Worte von einigen Politikern und angeblichen Naturwissenschaftlern, die ungebildet in der Religion waren, für richtig. Ich erörterte mit einigen Personen, die die Veröffentlichungen dieser Fanatiker der Naturwissenschaften folgten und daher sich Gebildet und Fortschrittlich nannten. Ich erfuhr, dass sie sich mit dem Prophetentum geirrt haben. Ich lernte Menschen kennen, die sagten: “Die Propheten haben sich darum bemüht, dass die Menschen in guten Beziehungen leben und gute Charaktereigenschaften haben. Dies hat mit dem Jenseits nicht zu tun. Von guten Charaktereigenschaften und friedlichem Leben der Menschen berichten auch philosophische Bücher. Imam-ý Muhammed Gasali teilte sein Buch Ichyâ-ul-ulûm (Erneuerung der Religionswissenschaften) in vier Teile. Ein Teil gibt gute Charaktereigenschaften bekannt. Diesen Teil nannte er Mündschijjat (Die rettenden Kenntnisse). Die anderen drei Teile erklären das Gebet, das Fasten und die anderen Anbetungen. Dieses Buch ist wie die philosophischen Bücher. Viele behaupten dies würde darauf hinweisen, dass nicht Anbetungen, sondern gute Charaktereigenschaften rettend sind. Andere behaupten: “Diejenigen, die von dem Propheten, von Seinen Wundern und heiligen Versen gehört haben aber trotzdem nicht glauben, gleichen denen, die auf den Bergen bzw. in der Wüste gelebt und von dem Propheten nicht gehört haben, weil seither Jahrhunderte vergangen sind. Es ist nicht nötig, dass sowohl die Ersten, als auch die Letzten daran glauben.”

Wir erwidern dieser Behauptungen: ALLAH, der Erhabene, wollte mit SEINER Gnade in der Ewigkeit, die Propheten senden, um die seelischen Krankheiten der Menschen zu heilen und sie reif werden zu lassen. Damit die Propheten ihre Aufgaben erfüllen können, müssen sie die Ungehorsamen drohen und den Gehorsamen die Freudenbotschaft überbringen. Sie müssen den Ersten Qual und den Zweiten Belohnung im Jenseits mitteilen. Denn der Mensch will das haben, was er genießt. Um das zu erlangen, irrt er vom rechten Weg ab. Er verrichtet Übeltaten und begeht Sünde. Es ist nötig, dass die Propheten gesandt werden, um die Menschen zu verhindern, Übeltaten zu verrichten und ihnen zu ermöglichen, in Ruhe und Frieden im Dies und Jenseits zu leben. Das irdische Leben ist kurz. Das jenseitige Leben dagegen ist ewig. Deswegen ist es nötig, zuerst die Glückseligkeit im Jenseits zu erwerben. Manche von den alten Philosophen vermischten ihre Vorstellungen mit den Vorschriften der den Propheten gesandten heiligen Bücher, um den Absatz ihrer Bücher zu steigern. Imam-ý Muhammed Gasali, der große Erneuerer des Islam, schrieb über die Anbetung in seinem Buch, weil er deren Feinheiten erklären wollte. Denn die Rechtsgelehrten haben die Aufgabe zu erläutern, wie man die Anbetung erfüllen soll. Sie erklärten die Feinheiten nicht. Sie erklärten die Angelegenheiten des Innersten des Menschen nicht. Dies war die Aufgabe der Gelehrten des Sufismus. Imam-ý Gasali vereinigte die Religionsvorschriften mit den Erkenntnissen des Sufismus, die das Herz des Menschen reinigen. Er hat in seinem Buch beide Themen behandelt. Obwohl er das Zweite als Mündschijjat (die rettenden Kenntnisse) bezeichnete, hat er erläutert, daß die Anbetung auch rettend ist. Die rettenden Kenntnisse der Anbetung lernt man aus den Büchern der Rechtswissenschaft. Die rettenden Kenntnisse des Sufismus aber kann man nicht aus rechtswissenschaftlichen Büchern lernen.

Woher wissen wir nun, dass Calinos ein Arzt und Amr Sibewejhi ein Syntaxgelehrter war, obwohl wir nicht zu ihren Zeiten leben? Wir wissen, was “Medizin” heißt. Wir lesen die Bücher von Calinos oder hören seine Worte und erfahren, dass er die Kranken heilte. Auf diese Weise glauben wir daran, dass er ein Arzt war. Und wenn man weiß, was “Syntax” heißt, kann man erfahren, daß Amr Sibewejhi ein Syntaxgelehrter war, indem man seine Bücher durch liest oder seine Worte von anderen hört. So versteht man durchaus, dass Muhammed, Friede sei mit Ihm, im höchsten Grade des Prophetentums steht, wenn man den heiligen Koran und die heiligen Hadithe untersucht. Wie man an diese beiden Gelehrten glaubt, so glaubt man an Muhammed, Friede sei mit Ihm, fest. Und dieser Glaube kann durch Verleumdungen der Unwissenden und Verirrten nicht zerstört werden. Denn alle Worte von Muhammed, Friede sei mit Ihm, und alle Seine Handlungen beseitigen die schlechten Charaktereigenschaften der Menschen, heilen ihre seelischen Krankheiten, verbessern ihre Handlungen und ihren Glauben und lassen sie reif werden.

Einer, der auf den Bergen bzw. in der Wüste [oder in einem kommunistischen Land] gelebt und nichts von den Propheten gehört hat, wird Schâchik-ul-dschebel (der Gipfel des Berges) genannt. Es ist unmöglich, daß solche Menschen daran glauben, dass das Prophetentum recht ist und dass die Propheten gesandt worden sind. Man nimmt an, als wäre ihnen kein Prophet gesandt. Diese wurden entschuldigt. Ihnen wurde nicht befohlen, an die Propheten zu glauben. Im heiligen Koran heißt dazu, der 15. heilige Vers der Sure Isrâ (Die Nachtfahrt): “Und wir straften nicht eher, als wir einen Gesandten schickten.” [Diese werden nach dem Jüngsten Gericht sterben, wie es bei den Tieren geschieht, und werden für ewig vernichtet, ohne Höllenqual bzw. Paradiesgaben zu erleben. Bei den unmündigen Kindern der Ungläubigen wird dasselbe geschehen.]

Um die Zweifel derer, die die Religionkenntnisse aus den Büchern der Unwissenden und der Religionsfeinden erworben haben, zu beseitigen, habe ich mich entschloßen, meine Kenntnisse zu veröffentlichen. Ich habe es als meine Aufgabe angesehen, um somit der Menschheit zu helfen. Ich habe versucht, das Prophetentum zu erklären und die Zweifel zu beseitigen, dass Muhammed, Friede sei mit Ihm, ein Prophet ist, indem ich die Verleugnung von einigen Fanatiker der Naturwissenschaften widerlegte. Ich habe mir Mühe geben, die Beweise aus den Büchern der islamischen Gelehrten darzulegen und meine bescheidenen Kenntnisse beizufügen. Neben dem Vorwort und der Einleitung bereitete ich mein Buch in zwei Teilen vor. Mich auf die Hilfe ALLAHs, des Erhabenen, verlassend, fange ich an, zu schreiben.

1582                                            990           
n. Chr.                               Mondjahr n. Hed.
                                                    AHMED BIN ABDÜL-EHAD SERHENDÎ

 

WAS HEIßT “PROPHETENTUM”?

Im Buche Scherh-i Mewâkýf (Aufklärung der Umstände) von Sejjid Scherîf-i Dschürdschânî steht folgendes: Nach den Glaubensgelehrten wird der, dem von ALLAH, dem Erhabenen wie folgt befohlen wurde, Gesandter bzw Prophet genannt: “ICH habe dich den Menschen in diesen Ländern oder allen Menschen gesandt. Oder; “Verkünde MEINEN Dienern MEIN Gebot!” Um Prophet zu werden, muss ein Mensch an keine Bedingung, wie Askese und Sichbeherrschen, gebunden oder nicht mit den Eigenschaften des Prophetentums geboren sein. Nur ALLAH, der Erhabene, wählt den aus, den ER will. ER ist allkundig und allmächtig. ER schafft das Beste und das, was ER will. Nach den Glaubensgelehrten muss der Prophet kein Wunder tun. Nur damit die anderen glauben, dass er Prophet ist, muss der Prophet Wunder tun. Er muss es nicht tun, um Prophet zu werden. Nach den altgriechischen Philosophen gibt es drei Bedingungen des Prophetentums: Prophezeiung, d.h. man muss über die Geschehnisse in der Vergangenheit und der Zukunft berichten. Man muss etwas Außergewöhnliches tun, was nach der Vernunft und nach den Naturwissenschaften unmöglich ist. Man muss den Engel in einer materiellen Gestalt sehen und die Offenbarung ALLAHs, des Erhabenen durch ihn erhalten.

Nach der Meinung der Philosophen und auch nach unserer Auffassung brauchen die Propheten alles Verborgene nicht wissen. Etwas Verborgenes zu wissen ist nicht nur Propheten eigen. Auch die Philosophen nehmen an, daß diejenigen, die ein asketisches Leben führen, über etwas Verborgenes berichten können. Von diesem Standpunkt aus gleichen sie den Propheten Das, was Philosophen als Verborgenes bezeichnen, ist vermutlich etwas Außergewöhnliches, aber kein wahres Verborgenes. Solche Dinge zu wissen bzw. einige Male darüber zu berichten gilt nicht als Außergewöhnliches. Die Propheten unterscheiden sich dadurch von anderen. Die Glaubensgelehrten teilen mit, dass die Propheten über wahres Verborgenes berichten, was ALLAH, der Erhabene, Ihnen wissen lässt. Aber es ist keine Bedingung des Prophetentums, dass die Propheten Verborgenes wissen müssen. Die Behauptungen der Philosophen über die Erkenntnisse des Verborgenen sind auch nicht richtig. Diese Behauptungen entsprechen nicht den Grundsätzen des Islams. Außerdem ist es eine andere Sache, aus diesen Gründen Verborgenes zu wissen. Das ist etwas Außergewöhnliches. Es hat keinen Zweck, dieses Thema hier zu behandeln.

Es ist eine Auswirkung der menschlichen Seele, Änderungen bei Gegenständen ohne physikalisches Kraft ausüben, Wind, Erdbeben, Feuer hervorzurufen oder das Sinken eines Schiffes, das Sterben eines Menschen, Unglück der Tyrannen und dergleichen zu verursachen. In der Tat ist es ALLAH, der Erhabene, allein, der alles zustande bringt. Wenn ALLAH, der Erhabene, will, schafft ER diese Wirkung bei einem Menschen. Daher kann man nicht sagen, dass außergewöhnliche Dinge nur durch Propheten zustande kommen. Diese Tatsache nehmen auch die Philosophen an. Wie kann man also die Propheten von anderen unterscheiden?

Obwohl die altgriechischen Philosophen sagen, dass außergewöhnliche Dinge durch diejenigen, die keine Propheten sind, zustande kommen, nehmen sie aber nicht an, dass sie öfter vorkommen und den Grad des Wunders erreichen. Sie sagen, dass man die Propheten durch Wunder von anderen unterscheidet.

Die Äußerungen der Philosophen, dass die Offenbarung ALLAHs, des Erhabenen, den Propheten durch Engel mitgeteilt und daß die Engel von Propheten gesehen werden, entsprechen nicht ihrer Philosophie. Durch diese Äußerungen beabsichtigen sie, die Gläubigen zu täuschen. Denn nach ihrer Auffassung sind die Engel ohne Materie und daher hätten sie keine Sprechfähigkeit. Um den Schall zu erzeugen, bräuche man Matterie. Die Schallwellen werden in der Luft erzeugt. Man könnte annehmen, dass die Philosophen meinen, Engel können erst dann sprechen, wenn sie in matterieller Gestalt erscheinen.

 

WAS HEIßT “WUNDER”?

Nach unserer Auffassung ist das Wunder eine Angelegenheit, die auf die Prophetengabe eines Propheten hinweist. Es gibt bestimmte Voraussetzungen, damit ein Ereignis als Wunder gilt:

1. Das Wunder soll ein Ereignis außerhalb der Naturgesetze sein. Denn ALLAH, der Erhabene, lässt dadurch das Prophetentum SEINES Gesandten bestätigen.

2. Das Wunder soll etwas Außergewöhnliches sein. Gewöhnliche Geschehnisse, wie das tägliche Aufgehen der Sonne im Osten oder das Blühen der Bäume im Frühling, dürfen nicht als Wunder gelten.

3. Die anderen, außer die Propheten sollen es nicht tun können.

4. Das Wunder soll in der bestimmten Zeit geschehen, die der Prophet prophezeit hat.

5. Das Wunder soll genau so geschehen, wie der Prophet es verkündigt hat. Zum Beispiel, wenn einer sagt, dass er einen Toten lebendig machen würde, aber ein anderes Übernatürliches, wie zum Beispiel, die Zerspaltung eines Berges geschieht, gilt es nicht als ein Wunder.

6. Das Wunder soll die Tatsache nicht dementieren. Zum Beispiel, wenn man sagt, dass man mit einem Tier sprechen würde und wenn das Tier einen dementiert, indem es sagt: “Er ist ein Lügner!” In dem Fall gilt das Wunder nicht.

7. Das Wunder soll nicht vor der Ankündigung des Prophetentums geschehen. Dass der heilige Prophet Jesus, Friede sei mit ihm, in der Wiege gesprochen hatte und dass er, jedesmal wenn er wollte, von der trockenen Dattelpalme Datteln bekam, und dass das Herz des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, als Er ein Kind war, aus Seiner Brust herausgenommen und gereinigt wurde, und dass eine Wolke, die sich stetz über ihm befand, Ihm vor der Sonne einen Schutz bot, und dass die Steine Ihn grüßten, sind zwar wunderbare Ereignisse, gelten aber nicht als Wunder. Diese nennt man Wunderbare. Diese Wundertaten dienen dazu, das Prophetentum zu bekräftigen. Solche Wundertaten geschehen auch durch die Heiligen. Die Stellung der Propheten, vor der Prophetengabe ist nicht niedriger als die der Heiligen. Das Wunder kann kurz nach der Ankündigung des Prophetentums geschehen. Zum Beispiel, wenn ein Prophet gleich nach der Ankündigung seines Prophetentums prophezeit, daß etwas Äußergewöhnliches nach einem Monat stattfinden würde, gilt dieses Ereignis als Wunder, wenn es geschieht. Man braucht aber vor dem Ereignis nicht glauben, dass er ein Prophet ist.

Dass der Prophet die Wahrheit sagt, beweist das Wunder. Aber das Wunder ist anders als eine Tat. Bei einer Tat denkt man an deren Täter. Denn zwischen der Tat und dem Täter besteht eine Beziehung. Diese Beziehung lässt an den Täter denken. Und man denkt nicht an ein anderes Wesen als an den Täter. Bei dem Wunder ist es nicht so. Als Beispiel geben wir die Ereignisse gegen Weltuntergang an: Die Himmel werden sich spalten. Die Sterne werden zerplatzen. Die Berge werden sich emporheben und mit einem Schlage zerschmettert werden. Und da ist keine Zeit, um einen Propheten zu senden. Alle Propheten haben diese Wunder prophezeit. Aber es ist nicht nötig zu wissen, dass diese Ereignisse Wunder sind. Zwischen einem Heiligen, der eine Wundertat verrichtet, und jemandem, der sich als Prophet vorstellt, besteht keine Beziehung. So ist es auch zwischen dem Propheten und dem Wunder. Dies wird im Buche Scherh-i mewâkýf (Aufklärung der Umstände) von Sejjid Scherif Dschurdschânî, einem Religionsgelehrten, ausführlich erläutert.

Nach der Meinung der meisten Gelehrten besteht eine Herausforderung in einem Wunder, obwohl man nicht offenkundig herausforden soll. Weil die Ereignisse in Zukunft und gegen Weltuntergang keine Herausforderung bedeuten, gelten diese Prophezeiungen nicht als Wunder für Ungläubige. Da die Heiligen kein Prophetentum und keine Herausforderung behaupten, gelten ihre Wundertaten nicht als Wunder. Dass ein außergewöhnliches Ereignis, das keine Herausforderung beinhält, nicht jemandes Behauptung bestätigt, der sich als Prophet vorstellt, bedeutet nicht, dass die Wunder die Prophezeiungen der Propheten nicht bestätigen. Gerade das erwartet man von dem Wunder.

Frage: Die Wunder, da sie außergewöhnliche Ereignisse sind, bestätigen, dass die Propheten die Wahrheit sagen. Spielt das Wunder bei dieser Bestätigung eine Rolle?

Antwort: Dass ein Wunder das Prophetentum bestätigt, ist deswegen, weil es ein außergewöhnliches Geschehnis ist, das von keinem anderen hervorgebracht werden kann. Das heißt, dass das Wunder eine besondere Rolle spielt. Diese Rolle des Wunders ist ihre Eigenschaft, die das Prophetentum beweist.

Frage: Im Buche Scherh-i Mewâkýf von Sejjid Scherif Dschürdschânî steht: “Äußerung allein gilt nicht als Beweis. Denn man muß jemandem, der sich als Prophet vorstellt, glauben, daß er die Wahrheit sagt. Das geschieht, wenn man zu der Überzeugung kommt, dass er Prophet ist. Wenn man ein Wunder erlebt, glaubt man, dass der Prophet die Wahrheit sagt.” Diese Erklärung von dem Gelehrten Dschürdschânî weist darauf hin, daß man auf logischen Weg versteht, dass der Prophet die Wahrheit sagt. Eben meinte er aber, dass es nicht mit der Logik zu tun hat. Ist das nicht ein Widerspruch?

Antwort: Die o.a. Äußerung erläutert, dass das wahre Wunder durch die Vernunft überprüft wird, sie sagt aber nicht, dass die Vernunft ein wahres Wunder von anderen unterscheiden kann. Auch behauptet diese Äußerung nicht, dass diese Angelegenheit nur durch die Vernunft begriffen wird. Niemand behauptet, dass die Vernunft mit dieser Angelegenheit nichts zu tun hat. Geschweige, dass diese Äußerungen zueinander im Widerspruch stehen. Sejjid Scherif Dschürdschânî, der absolute Religionsgelehrte, erklärte das Wunder in seiner Art, die seiner Gelehrtheit gemäß ist.

Man kann nicht durch Prophezeiung daran glauben, dass ein Prophet die Wahrheit sagt. Das geschieht durchs Erleben. Wenn man nämlich das Wunder erlebt, verursacht ALLAH, der Erhabene, bei einem die Überzeugung, dass der Prophet die Warheit sagt. Es ist ein Brauch von ALLAH, dem Erhabenen. Denn es ist niemals vorgekommen, dass ein Lügner Wunder tut, obwohl es denkbar ist. Beispielsweise, wenn ein Prophet verursacht, dass ein Berg emporgehoben wird, und wenn er anschileßend sagt: “Wenn ihr mir glaubt, wird dieser Berg auf seine Stelle, andernfalls wird er auf euch gebracht!” Und wenn die Awesenden erleben, dass der Berg auf seine Stelle gebracht wird, falls sie die Absicht haben, ihm zu glauben, oder sich andernfalls ihnen nähert, versteht man, dass er die Wahrheit sagt. Obwohl es anzunehmen ist, dass ein Lügner Wunder verursacht, ist es aber kein Brauch ALLAHs, des Erhabenen. Niemand hat so etwas erlebt. [Man kann denken, daß ein Lügner Wunder tut, indem man denkt: “ALLAH, der Erhabene, ist allmächtig. Das kann ER auch schaffen.” Diese Auffassung, die dem Brauch nicht passt, und die dazugehörigen seltenen Geschehnisse, schaden unserer Erkenntnis, die nach dem Brauch stattgefundenen Ereignisse betrifft, nicht. Zum Beispiel, dass Dedschdschal, der falsche Messias, Menschen auf außergewöhliche Weise töten und lebendig machen wird, ändert unsere Auffassung, dass er ein Lügner ist, nicht. Dass Nimrods Feuer den heiligen Propheten Abraham nicht ver brannte, ändert den Brauch ALLAHs, des Erhabenen, dass ER die brennende Eigenschaft bei Feuer er schaff, nicht. Wenn man aber etwas erlebt, was den bisher durch Erfahrung erworbenen Kenntnissen widerspricht, schadet dies dieser Auffassung]. Als Beispiel erzählt man hierfür folgende Anekdote: “Einst kam ein Mann in eine Stadt. Er sagte, er sei Gesander des Königs. Um die Menschen zu überzeugen, gab er ihnen einen Brief und sagte: ‘Wenn ihr mir nicht glaubt, bringt dem König diesen Brief.’ In seinem Brief stand: ‘Wenn ich Euer Gesandter bin, trennt Euch vom Thron und setzt Euch auf den Boden!’ Man brachte dem König den Brief. Als der König den Brief las, stand er auf und setzte sich auf den Boden. Die Anwesenden überzeugten sich davon, dass der Mann die Wahrheit sagte.” Diese Überzeugung gleicht nicht der Überzeugung die durch eine Vergleichung des Awesenden mit dem Abwesenden ensteht. Das Wunder bestätigt mit Sicherheit, dass die Wahrheit gesagt wird. Nach der Sekte Mu’tezile ist es undenkbar, dass ein Lügner Wunder tut.

Zauber und dergleichen sind Angelegenheiten, bei denen man verursacht, dass manche Dinge vorkommen. Bei Illusionen kommt es vor, als sähe man das, was in Wirklichkeit nicht existiert. Das ist kein Wunderbares.

[Die Zelle ist die kleinste, noch selbständig lebensfähige Einheit. Die Zelle unterscheide sich mit ihrer Lebensfähigkeit von dem Leblosen. Der Körper des Menschen besteht ungefähr aus 30 Trillionen Zellen. Er gleicht einer enormen Fabrikanlage. Die Zelle funktioniert durch die Strahlungsenergie.

Das Molekül ist das kleinste Teilchen eines Stoffes, das noch alle Eigenschaften aufweist, und besteht aus einem einzelnen oder mehr Atomen. Ein Molekül ist 3,3 x 10-20 Gramm. Die kleinste Einheit der Materie ist der Atom. Wenn 10 Millarden Atome aneinander liegen, erhalten sie eine Länge von einem Milimeter. Das Atom hat einen Halbmesser von 10-8 cm und der Atomkern 10-13 cm. Die Größe des Menschen ist gleich 1028 mal Atomgröße und die Sonnengröße ist gleich Menschengröße mal 1028.

Der Atomkern besteht aus Neutronen und Protonen. Ein Proton ist gleich 1,67 æ 10-24 Gramm und ein Neutron 1,675 æ 10-24 Gramm. Die Elektronen kreisen um den Atomkern mit einer Geschwindigkeit von 100.000 Km. pro Sekunde. Ein Raumfahrzeug mit dieser Geschwindigkeit könnte um die Erde zwei Mal pro Sekunde kreisen.

Diese Angaben weisen darauf hin, daß es einen Schöpfer, ALLAH, den Erhabenen, gibt und dass ER allmächtig und SEIN Prophet Muhammed ist, Friede sei mit Ihm. Wer vernünftig und gewissenhaft ist, bestätigt diese Wahrheit und wird glücklich im Dies - und Jenseits und erlangt die Glückseligkeit. Wer diese Wahrheit leugnet, wird gemein und elend auf der Erde und brennt in der Hölle im Jenseits ewig.]

 

DIE SENDUNG DES PROPHETEN

Nun werden wir behandeln, dass die Sendung des Propheten nötig ist. Der Mensch hat eine angeborene Unwissenheit. Jedoch existieren so viele Geschöpfe in seiner Umwelt, dass ihre Anzahl niemand weiß außer ALLAH, der Erhabene. Dies wird in dem 31. heiligen Vers der Sure Müddessir (Der Bedeckte) des heiligen Korans erklärt. Das Kind fängt an, mit seinen Sinnesorganen die Vorgänge in seiner Umwelt wahrzunehmen. Jede Art von Geschöpfen ist eine Welt für sich. Der Sinn, der beim Menschen zuerst geschaffen wird, ist das Gefühl, der fünfte Sinn. Es umfasst verschiedene Sinne, z.B. Berührungssinn, Tast- und Drucksinn, Kälte- und Wärmesinn, Stellungs- und Bewegungssinn, Schmerzsinn. Der Mensch kann mit dem Gefühl die Farben nicht wahrnehmen. Als zweiter wird Sehsinn geschaffen. Man kann damit Farben und Gestalten wahrnehmen. Die Umwelt für den Sehsinn ist viel größer als die des Gefühls. Dann kommt der Gehörsinn. Man nimmt damit Stimmen, Melodien und Laute wahr. Ferner wird Geschmack- und danach Geruchsinn geschaffen. Auf diese Weise werden fünf Sinnesorgane vervollständigt. Etwa im Alter von 7 Jahren wird das Unterscheidungsvermögen geschaffen. Man nimmt damit das war, was man nicht mit Sinnesorganen wahrnehmen kann. Das Unterscheidungst vermögen dient zugleich dazu, die durch Sinnensorgane wahrgenommenen Dingen voneinander zu unterscheiden. Dann wird Vernunft geschafft. Man kann damit Böses von Gutem unterscheiden. Durch Vernunft begreift der Mensch, was er nicht mit Sinnesorganen und Unterscheidungsvermögen begreifen kann. ALLAH, der Erhabene, erschafft außerdem bei SEINEN bestimmten ausgewählten Dienern eine andere Begabung. Damit begreift man die Angelenheiten und prophezeit die in Zukunft stattzufindenden Ereignisse, die man mit der Vernunft nicht erfassen kann. Diese Eigenschaft wird Prophetengabe genannt. Das Unterscheidungsvermögen begreift die Angelegenheiten nicht, die mit der Vernunft verstanden werden. Und die Vernunft begreift die Sachen nicht, die mit der Prophetengabe begriffen werden, und leugnet sie ab. Das Unbekannte zu leugnen, bedeutet, dass man das ablehnt, was man nicht weiß Z.B. ein geborener Blinder erkennt Farben und Gestalten nicht. Es scheint ihm, als wären sie nicht vorhanden. Um SEINEN Dienern die Prophetengabe bekannt zumachen, erschuf ALLAH, der Erhabene, bei Menschen die Begabung, zu träumen. Der Mensch kann damit von dem träumen, was in Zukunft stattfindet. Dieser Traum geschieht entweder offensichtlich, oder als Gleichnis in der Gleichniswelt. Wenn man versucht dem, der nicht weiß, zu erklären, was Traum ist, und diesbezüglich sagt: “Der Mensch, kann in einem ohnmächtigen Zustand, etwas Verborgenes, Ungreifbares sehen.” glaubt derjenige das nicht. Er wird versuchen, zu beweisen, dass es unmöglich sei. Und wahrscheinlich wird er seine Begründung folgendermaßen äußern: “Ein Mensch kann seine Umwelt mit seinen Sinnesorganen wahrnehmen. Ohne sie zu benutzen, kann er nichts wahrnehmen und nichts begreifen.” Mit dieser Logik behauptet er, die Wahrheit gesagt zu haben. Wie man die durch Vernunft verstandenen Tatsachen nicht mit Sinnesorganen begreifen kann, so kann man die durch Prophetengabe erkennbaren Angelegenheiten nicht mit der Vernunft verstehen.

Diejenigen, die an der Prophetengabe zweifeln, hegen Zweifel darüber, obwohl sie es für möglich halten. Was aber möglich ist, kann auch wahr sein. Dies beweisen die Prophezeiungen der Propheten, die alle in Erfüllung gegangen sind. Die Erkenntnisse der Prophezeiungen haben die Propheten durch Eingebung von ALLAH, dem Erhabenen, nämlich mit Prophetengabe erfahren. Diese Erkenntnisse kann man durch Vernunft und Erfahrung bzw. Ermittlung nicht erfassen. Die Prophetengabe besitzt auch andere Eigenschaften. Ein Gleichnis dieser Eigenschaften ist der Traum, den wir gerade eben erwähnt haben. Andere Eigenschaften erlebt man auf dem Weg des Sufismus. Die Eigenschaft, die wir bekannt machten, gilt als Beweis der Prophetengabe. Imam-ý Muhammed Gasali stellt diese Eigenschaft in seinem Buch El-munkýs-u anid-dalâl (Befreiung von den Irrlehren) für den Beweis des Prophetentums dar.

Die altgriechischen Philosophen waren der Meinung, dass es nützlich ist, an das Prophetentum zu glauben, mit folgender Begründung: “Denn es ist vernünftig. Es ist genau so, wie an die Existenz, Allmacht und Allwissenheit ALLAHs, des Erhabenen, zu denken. Viele nützliche Sachen, die nicht durch die Vernunft begriffen werden können, werden durch die Prophetengabe erfahren. So sind die Erkenntnisse der Auferstehung und des Jenseits und die Ergebnisse der guten bzw. bösen Taten und die Folgen bestimmter Nahrungs- bzw. Heilmittel.”

Diejenigen, die nicht an das Prophetentum glauben, behaupten:

1. Die Menschen, die sich als Prophet vorstellen, sollen wissen, dass ihr Gesprächspartner ALLAH, der Erhabene ist. Es gibt keinen Weg, ALLAH, den Erhabenen zu kennen. Einem Propheten kann ein Geist auch sagen: “Ich habe dich als Prophet gesandt. Verkünde von mir meinen Dienern!” Alle Gläubige glauben an das Wesen der Geister.

Die erste Antwort: Ein Prophet beweist durch Wunder, daß er Gesandter ist. ALLAH, der Erhabene, erschafft das Wunder. kein Geist und kein anderes Wesen kann ein Wunder tun.

2. Der Engel, der dem Propheten die Offenbarung überbringt, muss sich durch die Anwesenden dort sehen lassen, wenn er ein Gegenstand ist. Aber ihr sagt, dass er von den Anderen nicht gesehen wird. Wenn er nur eine Seele und kein Gegenstand ist, kann er nichts sprechen und nicht gehört werden. Falls ihr sagt: “Der Engel, der die Offenbarung von ALLAH, dem Erhabenen, überbringt, ist ein Gegenstand. ALLAH, der Erhabene will, dass ER nicht gesehen wird. ER kann das schaffen. ER ist allmächtig” erwidern wir: In dem Fall könntet ihr einen Berg, der euch gegenüber liegt, nicht sehen und eine Pauke, die neben euch geschlagen wird, nicht hören. Das ist aber unglaublich.

Die zweite Antwort: Überbringer der Offenbarung ist der Engel. Engel ist ein leichter, durchsichtiger Gegenstand. Dass sich farblose und durchsichtige Gegenstände nicht sehen lassen, ist der Brauch ALLAHs, des Erhabenen. Luft ist ein Gegenstand. Weil sie farblos und durchsichtig ist, lässt sie sich nicht sehen. Wenn wir sagen, dass sich feste Stoffe nicht sehen lassen, wäre es unglaublich. Dass sich die Seelen verkörpern und sprechen und daß ihre Worte gehört werden, ist möglich. Das ist vielmals passiert.

3. Um dem Propheten zu glauben, muss man erkennen, daß er Prophet ist. Dazu braucht man aber eine lange Zeit. Die Notwendigkeit, den Propheten umgehend zu bestätigen, wäre nutzlos.

Die dritte Antwort: Es wäre unvernüftig, dass man Wunder des Propheten erlebt und ihm dennoch nicht glaubt. Wer das erlebt, soll sofort den Propheten erkennen und ihm glauben.

4. Der Prophet hat die Aufgabe, Wohltaten zu gebieten und übeltaten zu verbieten. Das ist aber unrecht. Denn es handelt sich um Zwang. Ihr sagt, dass ALLAH, der Erhabene die Handlung des Dieners erschaff und dass der Diener nichts dafür kann. Wenn man nichts dafür kann, heißt es etwas aus Zwang zu tun.

Die vierte Antwort: Obwohl der Diener auf die Schöpfung seiner Taten keine Wirkung hat, ist er in der Lage, sie zu wollen und deren Gründe geltend zu machen. Das wird Willensfreiheit genannt. Dem Diener wurde geboten, die Gründe von dem was er will, geltend zu machen. Dass es so geboten ist, ist recht.

5. Der Diener bemüht sich, um ein Gebot zu erfüllen. Wenn er das Gebot nicht erfüllt, wird er bestraft werden. Beides ist für ihn nachteilhaft. ALLAH, der Erhabene, ist gerecht. ER tut nichts Unrechtes.

Die fünfte Antwort: Alle Gebote sind vorteilhaft für das Dies- und Jenseits. Die Vorteile sind viel mehr als die Bemühungen die beim Einhalten der Gebote entsteht. Es ist nicht vernünftig, viele Vorteile zu verlieren, um einen geringen Nachteil zu vermeiden.

6. Es wäre nutzlos, falls die Bemühung beim Einhalten eines Gebotes unbelohnt bleibt. Falls die Erfüllung der Gebote nur dem Schöpfer nützlich wäre, würde dies bedeuten, dass ER SEINE Diener benötigt. Dann wäre es nicht richtig. Wenn die Erfüllung der Gebote dem Menschen nützlich ist, wäre es nicht logisch, weil das Vorteihafte geboten ist, dass der Mensch, der das Gebot nicht erfüllt, gequällt wird. Denn das Gebot würde heißen, entweder du tust das Nützliche oder du wirst ewig gequällt.

Die sechste Antwort: Was die Vernunft als schön, hässlich bzw. nutzlos bezeichnet, ist nicht immer richtig. Man darf nicht sagen, daß jedes Gebot vorteilhaft sein muss. Das werden wir nachher behandeln. Daß der Mensch ewig gequällt werden wird, heißt nicht dass daraus kein Nutzen gezogen worden ist, sondern dass der Mensch das Gebot seines Schöpfers nicht gehalten hat. Denn SEIN Gebot nicht halten heißt IHN verachten und sich IHM widersetzen.

7. Warum gebietet ALLAH, der Erhabene, SEINEM Diener etwas, das er nicht tun wird? Wird ein solches Gebot SEINEM Diener nicht nachteilhaft sein?

Die siebte Antwort: Selbst wenn wir annehmen, dass ein solches Gebot SEINEM Diener schädlich wäre, haben wir oben erwähnt, dass es vernünftig ist, geringen Schaden zu leiden, um zahlreiche Gaben zu erlangen. Diesbezügliche Auffassung der Sekte Mu’tezile, einer der zweiundsiebzig islamischen Irrlehren ist wie folgt: “Es ist nützlich, auch einem Ungläubigen Gebote und Verbote bekanntzumachen. Diese Tat führt dazu, Verdienst zu erhalten. Dieser Verdienst liegt nicht darin, dass man Gebote bekanntmacht, sondern dass man Gebote erfüllt. Beispielsweise, jemand der sich als freigebig und wohltätig vorstellen will, lädt jemanden zum Gastmahl ein, obwohl er weiß, dass dieser nicht kommen wird. Falls er ihn nicht einlädt, kann er seine Absicht nicht zeigen. Hierzu möchte ich die Worte der islamischen Denker erwähnen:

ALLAH, der Erhabene, hat die Menschen schwach und bedürftig erschaffen. Menschen brauchen Bekleidung, Verpflegung, Unterkunft, Sicherheit und Vieles andere. Der Mensch allein kann seine Bedürfnisse nicht befriedigen. Dazu reicht sein ganzes Leben nicht aus. Daher ist es nötig, dass Menschen zusammenarbeiten und miteinander in Gemeinschaft leben. Jeder führt eine Arbeit aus, die ein Bedürfnis von einem anderen befriedigt. Diese Zusammenarbeit verursacht die Zivilisation der Menschheit. Man soll Gerechtigkeit ausüben, um ein zivilisiertes Leben zu führen. Denn alle Menschen wollen ihre Bedürfnisse befriedigen. Eine der wichtigsten Lüste ist die Sinnlichkeit. Der Mensch will das haben, was er genießt. Darum kämpft er. Es entstehen Streit, Unrecht und Qual in der Gesellschaft. Die Gesellschaft löst sich auf. Man musst viele erforderliche Kenntnisse haben, um Ordnung zu schaffen und Gerechtigkeit zuteil werden zu lassen. Diese Kenntnisse sind Gesetze. Gesetze müssen gerecht sein. Wenn Menschen mit der Gesetzgebung nicht einverstanden sind, herrscht Chaos in der Gesellschaft. Es muss ein gerechtes Wesen über den Menschen bestehen, um Ordnung zu schaffen. Zugleich muss dieses Wesen mächtig sein, damit seine Bestimmungen beachtet werden. Man muss glauben, daß es die Bestimmungen dessen sind, der gerecht und mächtig ist. Das verursacht allein die Wunder. Diejenigen, die ein sinnliches Leben führen bzw. hochmütig sind, mögen die Vorschriften des Islam nicht. Sie wollen diese Bestimmungen nicht einhalten. Sie tun anderen unrecht und begehen Sünde. Die islamische Sitte bzw. Ordnung wird kräftig, falls man denjenigen, die dem Islam folgen, Belohnungen verspricht und denjenigen, die nicht gehorchen von der Qual berichtet. Deswegen ist es nötig, daß der Gesetzgeber den Schöpfer kennt, der belohnt bzw. bestraft. Aus diesem Grund ist es vorgeschrieben, anzubeten. Man gedenkt SEINER, indem man IHN täglich anbetet. Anbetung beginnt mit dem Glauben an SEINE Existenz und an SEINE Propheten und mit der Bestätigung SEINER Gaben und Qualen im Jenseits.

Man kommt zu folgenden Ergebnissen, indem man daran glaubt und anbetet. Erstens: Das Herz, nämlich die Seele wird gereinigt. Man ärgert sich nicht. Sinnlichkeit und Ärger hindern, an den Schöpfer zu denken. Zweitens: Man erlangt geistigen Genuß und Erkenntnisse, die mit den Kenntnissen, die man mit Sinnesorganen und aus Erfahrung erwirbt, nicht zu tun haben. Drittens: Wenn man denkt, daß Wohltäter belohnt und Übeltäter bestraft werden, herrscht Gerechtigkeit unter den Menschen. Die Worte der islamischen Denker, die wir hier erwähnt haben, bestätigen die Worte der Sekte Mu’tezile, daß es vernünftig ist, den Menschen Gebote und Verbote bekanntzumachen.

8. Wenn ALLAH, der Erhabene, SEINE Gebote in Ewigkeit gewollt hat, wäre es zwecklos, sie zu empfehlen. Es wäre unvernünftig. Es wäre nutzlos, ein Gebot vorzuschlagen, dessen Erfüllung in Ewigkeit vorherbestimmt ist. Es wäre aber peinlich das vorzuschlagen, dessen Erfüllung in Ewigkeit nicht vorherbestimmt ist. Das heißt die Erfüllung dessen verlangen, was unmöglich ist.

Die achte Antwort: Es ist nicht peinlich, das zu befehlen, was der Mensch tun kann. Alle Gebote ALLAHs, des Erhabenen, sind innerhalb des Machtbereichs der Menschen. Wenn man dazu eine Frage stellte, würden wir die gleiche Antwort geben. D.h. Man darf nicht sagen, ALLAH, der Erhabene, muss das erschaffen, was in Ewigkeit vorbestimmt ist. Man darf aber auch nicht sagen, dass ER nicht erschaffen kann, was in Ewigkeit vorherbestimmt ist.

9. Gebote, die dem Ich schwer fallen, hindern den Menschen, daß er ALLAHs, des Erhabenen gedenkt und nimmt ihm die Möglichkeit, viele Taten zu verrichten.

Die neunte Antwort: Die Gebote dienen dazu, an die Existenz ALLAHs, des Erhabenen, zu denken und Ordnung zu schaffen. Die siebte Antwort erläutert es ausführlich.

[Zu glauben, dass man Gebote und Verbote befolgen soll, ist Voraussetzung des Glauben. Wer an die meisten Gebote glaubt, aber nur eins leugnet, darf dem heiligen Propheten nicht glauben. Er wird ungläubig. Um Moslem zu sein, muss man an alle Gebote und Verbote glauben. Wenn man an alle Gebote und Verbote glaubt, sie aber nicht befolgt, z.B. wenn man nicht anbetet, Alkohol genießt, indem man seinem Ich und seinem bösen Freund folgt, ist man sündig, aber nicht ungläubig. Wenn sich seine Frau bzw. sein Mädchen unsittlich gekleidet sehen lässt, begeht man Sünde. In solchen Fällen ist man Sünder. Aber wenn man selbst einem Gebot nicht folgt weil man es geringschätzt, wird man glaubensabtrünnig. Manche behaupten: “Das macht nichts aus, wenn ich kein Gebet verrichte. Wichtig ist, dass ich ein gutes Herz habe.” oder “Man muss zuerst Geld verdienen, Wohltaten verrichten und erst dann anbeten.” Diese Behauptungen bedeuten einen Teil der Gebote zu bestätigen einen anderen Teil aber zu missachten. Bestätigung und Missachtung sind verschieden. Man darf sie nicht verwechseln.]

10. Die Vernunft erfüllt das, was als nützlich wahrgenommen wird. Sie tut nicht, was schädlich ist. Wenn sie das Gute von Bösem nicht unterscheiden kann, erfüllt sie im Bedarfsfall das Gewünschte. So braucht man die Sendung des Propheten nicht.

Die zehnte Antwort: Es gibt viele Sachen, die durch die Vernunf nicht zu erfassen sind. Diese werden von Propheten berichtet. Der Prophet gleicht einem Facharzt. Er kennt die Wirkungen der Heilmittel sehr gut. Obwohl man im Volk bestimmte Heilmittel aus langer Erfahrung kennt, besteht die Möglichkeit, daß die Vernünftigen in Gefahr geraten, bis sie diese Erfahrungen gesammelt haben. Außerdem ist es eine mühsame und langfristige Arbeit, bis man diese Erfahrung hat. Man findet keine Zeit, um die Vernunft für andere nötigen Taten zu gebrauchen. Man kann jedoch die nötigen Heilmittel erlangen, indem man dem Arzt einen geringen Lohn bezahlt. Und dadurch heilt man sich. Zu behaupten, dass man keinen Propheten benötigt, heißt, dass man keinen Arzt braucht. Alle Mitteilungen des Propheten sind richtig und nützlich, weil sie Offenbarungen von ALLAH, dem Erhabenen, sind. Man kann aber nicht sagen, dass alle Kenntnisse des Arztes richtig sind, da man sie durch Vernunft erworben hat.

11. Das Wunder ist nicht anzunehmen. Weil es etwas Außergewöhliches ist, ist es unbegreiflich. Daher ist das Prophetentum unvernünftig.

Die elfte Antwort: Daß Himmel und Erde aus dem Nichts erschaffen wurden, ist unbegreiflicher als ein Wunder. Dass viele Ereignisse den Naturgesetzen entsprechend stattfinden, bedeutet nicht, dass manche Wunderbare nicht außerhalb der Naturgesetze geschehen können. Seit Jahrhunderten geschahen Wunder und Wundertaten durch Propheten und Heilige. Wer vernünftig ist, wird diese Geschenisse nicht leugnen. Das Wunder bestätigt, dass der Prophet die Wahrheit sagt. Wunder muss Übernatürliches sein. Eine Tat, die den Naturgesetzen gemäß verrichtet wird, gilt nicht als ein Wunder.

12. Das Wunder kann nicht bestätigen, dass der Prophet die Wahrheit sagt. Denn es ist unbestimmt, ob Wunder von ALLAH, dem Erhabenen, oder von dem Propheten getan wird. Zauber ist auch etwas Außergewöhnliches. Ihr glaubt auch an Zauber.

Die zwölfte Antwort: Dass man durch Vernunft viele Hypothesen aufstellt, widerlegt nicht die Kenntnisse, die mit Sinnesorganen bzw. aus Erfahrung erworben sind. Dass ein Gegenstand zustande gekommen ist, hindert nicht, an dessen Nichtvorhandensein zu denken. ALLAH, der Erhabene, ist der alles erschafft. Das haben wir eben geäußert. ALLAH, der Erhabene, ist es nämlich, der Wunder erschaft, nicht der Prophet. Magie bzw. Zauber ist kein Wunderbares. Aber das Wiederbeleben eines Toten, sehen eines Blinden, Heilen eines hoffnungslosen Schwerkranken, Spaltung des Meeres sind Wunderbare, selbst wenn sie durch keine Menschen zustande kommen. Daher muss man Außergewöhnliches nicht mit Wunderbaren, nämlich mit Wundern verwechseln.

13. Wunder erfährt man, indem man es erlebt oder durch übereinstimmende Überlieferung zu einer Überzeugung kommt. Eine übereinstimmende Überlieferung kann keine Wissenschaft sein. Daher können diejenigen, die nicht ein Wunder erleben, den Propheten nicht kennen. Denn unter denen, die Wunder überliefern, können auch Lügner sein.

Die dreizehnte Antwort: An vielen irdischen Angelegenheiten glaubt man durch übereinsitimmende Überlieferungen. Z.B. glaubt man dadurch, dass die Stadt Delhi in Indien ist, dass die Erde größer als der Mond und kleiner als die Sonne ist, und dass Fatih Sultan Mehmed, Istanbul erobert hat.

14. Wir haben Religionen untersucht. Wir haben festgestellt, dass Sachen bestehen, die der Vernunft und Technik nicht entsprechen. Daraus lässt sich folgern, dass Religionen nicht von ALLAH, dem Erhabenen, bestimmt wurden. Z.B. daß es zulässig ist, Tiere zu schlachten, um sie zu verzehren, ist ein Hinweis darauf. Fasten in bestimmter Zeit, Verbote mancher schmackhaften Nahrungsmittel und Getränke, Vorschrift der Pilgerfahrt, Umkreisung der Kaabe, wie Narren und Kinder, Steinigung ohne Ziel, Küssen eines wertlosen Steines, Verbot des Anblickens einer freien häßlichen Frau und Zulassung des Anblickens eine schöne Sklavin sind solche Hinweise.

Die vierzehnte Antwort: Es versteht sich, daß die Vernunft nicht alle Vorteile der bei der Frage erwähnten Angelegenheiten erfassen kann. Dass die Vernunft etwas nicht begreift, heißt nicht, daß es nachteilig ist. ALLAH, der Erhabene, kennt die Vorteile und daher gebietet Er. Es gibt viele Sachen, die nur durch Prophetengabe erkannt werden können. Das ist bereits erwähnt worden. Anschließend werden wir es wieder behandeln.

 

BEWEIS DES PROPHETENTUMS VON MUHAMMED (Friede sei mit Ihm)

In gebotenen Handlungen und Vorfällen liegen sehr viele Vorteile, die dem Verstand nicht erfaßbar sind. Es wird nicht einmal an die Exsistens solcher Vorteile geglaubt. Wir werden ihnen nun die Anzeichen der Exsistens solcher Vorteile darlegen.

Obwohl für einige Menschen, auch nur eine kleine Dosis gewißer Medikamente tötlich sein kann, ist es wiederum für andere Menschen, wenn es auch in großen Mengen eingenommen wird, keine Gefahr. (Dieses Beispiel wird auch im Buch Endliss Bliss dargestellt und als Idiosynkrasie oder Allergie bezeichnet). Diese auf Erfahrungen beruhende Tatsache wird jedoch von vielen abgestritten. Gleich den alten griechischen Philosphen und Materialisten, die nicht an die Prophetengabe glauben und versuchen, diese Tatsache mit verschiedenen Gründen zu widerlegen. Diese glauben das Erkenntnisse bezüglich ALLAH dem Erhabenen, der Propheten, der Geister, der Engel, des Paradieses und der Hölle, Erkentnisse sind, die sie mit ihrem Verstand erfassen können und ihre begrenzten Vorstellungen darüber, lehnen sie dann aber ab. Würde man jemanden, der nie träumte, versuchen das Träumen zu erzählen, indem man von einem Zustand berichtet, bei dem die ganzen Gefühle, der Verstand und die Gedanken stillstehen und der Träumende unveständliches zu sehen vermag, so wird jener es sicherlicht nicht glauben und abstreiten. Sagt man auf der Welt gäbe es etwas das, wenn es in eine Stadt gesetzt wird, es die ganze Stadt und zum Schluss sicht selbst frisst, so wird man sofort die Antwort erhalten das dieses nicht möglich ist. Tatsächlich aber beschreiben diese Worte das Feuer und den Brand. Ebenso ist es mit denen die nicht an die Religion und an das Leben im Jenseits glauben. Wenn ein Wissenschaftler, von dem sie nicht einmal wissen ob er die Wahrheit spricht, seiner eigenen Auffassung nach berichtet, dass eine Katastrophe nahe steht, glauben sie ihm und versuchen alle Maßnahmen zu nehmen. Doch wenn ein Prophet, der mit seiner Wahrheit und Wundern weltweit bekannt ist, auf die Gefahren der Welt und des Jenseits weist, schenken sie ihm keinen Glauben. Sie nehmen keine Maßnahmen um sich von der endlosen Qual zu retten und sie bezeichnen die Gebete, von deren Vorteile die Propheten berichten, als albernes Kinderspiel und gar blödsinn.

Frage:

Die nützlichen Aussagen der Wissenschaftler beruhen auf Erforschungen und Erfahrungen und sind deshalb glaubhaft, da es aber keine Erforschung und Erfahrung bezüglich der Nutzen der Gebete gibt, glaubt man nicht an sie.

Antwort:

Man glaubt an die Wissenschaftler, indem man von ihren Erfahrungen hört, doch hört man auch von den Berichten und Erfahrungen der Heiligen ‘Friede sei mit ihnen’. Viele Nutzen der Gebote des Islams sind gesehen und bewiesen worden. (Tatsächlich aber stellt sich oft heraus, dass manche technische und medizinische Kenntnisse und Medikamente, die von den Wissenschaftlern erforscht und als nützlich bezeichnet wurden und von den Menschen dementsprechend in Fülle verbraucht wurden, später als schädlich erklärt werden. Lange Listen dieser schädlichen Medikamete wurden vom Gesundheitsministerum an die Apoteken gesandt und ihr Verkauf strikt veboten. Gegen die Herstellung solcher Medikamente setzt jeder Staat strenge Maßnahmen ein. In den Berichten der Tageszeitungen lesen wird oft von Medikamenten, die bisher als sehr heilend und wertvoll bekannt waren, doch den neusten Erforschungen gemäß, sich als sehr schädlich zeigen.

Das Antibiotikum ist eine der wertvollsten Medikamente unserer Zeit, doch erfahren wir heute von neusten Berichten, dass diese Medizin hunderte von verschiedenen Krebs und Herzkrankheiten hervorruft. Auch der Schaden verschiedene Reinigungsmitteln ist uns heute bekannt.)

Wenn auch die Gebote des Islams nicht untersucht und erforscht werden, ist es jedoch sinnreich ihnen zu glauben und dementsprechend zu handeln.

Als Beispiel stellen wir uns einen klugen Jungen vor, dessen Vater ein weitberühmter erfolgreicher Arzt ist.

Dieser Junge erkrannt und sein ihn sehr liebender Vater, möchte ihm eine Medizin geben, die seinen Erfahrungen gemäß ihn sofort heilen wird. Wie würde eine vernünftige Antwort des Jungen auf seinen Vater sein? Wenn dieser Junge aber sagen würde “Ich habe diese Medizin nicht erforscht und weis nicht ob sie mich heilen wird. Ich glaube deinen Worten nicht.” Währe dies eine vernünftige Antwort, die sie billigen würden?

Frage:

Wie ist es zu erkennen, dass der Prophet Seine Glaubensgemeinschaft so liebt, wie ein Vater sein Kind zu lieben vermag?

Antwort:

Wie kann die Liebe eines Vaters zu seinem Kind verstanden werden? Diese Liebe ist weder zu fassen noch zu sehen.

Doch können die Haltung, die Worte und die Beziehung die der Vater zu seinem Kind hat, uns einen Einblick in diese Liebe geben.

Ein gerechter vernüftiger Mensch, der die Worte des heiligen Propheten (Friede und Segen sei mit Ihm) mit Aufmerksamkeit liest, sieht bald, dass diese Worte zur geistigen Führung gesagt wurden, um das Recht jedes Menschen zu schützen, sich gute Eigenschaften an zu eignen, mit Liebe und Barmherzigkeit zu handeln und wird bald verstehen, dass die Liebe und die Barmherzigkeit des heiligen Propheten seiner Glaubensgemeinschaft gegenüber sehr viel mehr ist, als die eines Vaters zu seinem Kind sein kann. Jemand der seine Prophezeiungen, die Prophezeiungen vom heiligen Koran, der aus seinem Munde drang und die Berichte über das Ende der Welt verstehen kann merkt sofort, dass der heilige Prophet ‘Friede sei mit Ihm’ über der Grenze des Verstandes steht und das zu verstehen vermag, was dem Verstand nicht erfassbar ist. Daraus lässt sich schließen, dass jeder seiner Worte der Wahrheit entspricht. Für jemanden der mit Gerechtigkeit die Erkenntnisse des heiligen Korans erlernt und sich darüber Gedanken macht und das Leben des heiligen Propheten ‘Friede und Segen sei mit Ihm’ studiert, ist dies deutlich erkennbar. Imam-ý Gasali Friede sei mit ihm sagte: (Jemand der ein Zweifel über die Prophetengabe einer Person hat, sollte sich das Leben dieser Person anschauen und ihre Lebensweise mit Gerechtigkeit studieren. Jemand der Kenntnisse über Medizin oder Rechtswissenschaft besitzt wird, um mehr über einer ärzlichen oder rechtwissenschaftlichen Persönlichkeit zu wissen, Berichte über das Leben dieser Persönlichkeit studieren. Um zum Beispiel zu wissen ob Imam-ý Schafi ein Rechtswissenschaftler oder Calino ein Arzt war, muss man die entsprechenden Wissenschaften gut erlernen und erst danach die Fachbücher dieser Personen lesen. Auch auf dieser Weise, wird jemand der sich Erkenntnisse über die Prophetengabe aneignet, danach den heiligen Koran und die heiligen Sprüche studiert, eindeutig verstehen, dass Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’ den höchsten Rang des Prophetentums erreicht hat.

Wenn man die Fähigkeiten seiner Worte bemerkt, die die Herzen reinigt und wenn einem durch Ausführung seiner Gebote, das Auge des Herzen geöffnet wird, dann gewinnt der Glaube an seine Prophetengabe Gewissheit.

“Wer nach seinem Wissen handelt, dem wird ALLAH, der Erhabene, das lehren, was er nicht weiß.” und “Wer dem Tyrannen Hilfe leistet, wird Schaden von ihn erleiden.” und “Wer am Morgen daran denkt, nur das Wohlgefallen ALLAH, des Erhabenen, zu erlangen, dem wird ALLAH, der Erhabene, die Wünsche dieser Welt und des Jenseits erfüllen.” Die Wahrheit dieser Heiligen Sprüche wird immer deutlicher und somit werden sich die Kenntnisse und der Glaube verstärken. Um Genuss vom Glauben zu empfinden, nähmlich um so zu glauben als wenn man Ihn selbst sah, muss man auf dem Weg des Sufismus arbeiten.) Islamische Gelehrte haben auf verschieden Weisen bewiesen, dass Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’ der Prophet ALLAHs, des Erhabenen, ist. Einige dieser Beweise möchten wir ihnen hier vorlegen. Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’, machte sein Prophetentum bekannt und zur Bestätigung seiner Worte, zeige er Wunder. Das größte Wunder ist der Heilige Koran. Der Heilige Koran ist wunderbar. Niemand kann sich so äußern wie der Heilige Koran. Der heilige Prophet forderte mit den Worten “Sagt auch Ähnliches” auf, doch die gesamten berühmten Dichter Arabiens, konnten keine Worte hervorbringen, die den Worten des Heiligen Korans annähernd ähnlich waren.

Im 34. Vers der heiligen Sure Tur (Der Berg) steht sinngemäß: “So mögen sie MIR eine Rede wie diese bringen, so sie wahrhaftig sind.”

Und im 14. Heiligen Vers der Sure Hud dem Sinn nach: “So Bringt Zehn gleich Suren her, (von euch) erdichtet.” und in dem 23. Heiligen Vers der Sure Bekara (Die Kuh):

“Und so ihr in Zweifel seid über das, was wir auf unseren Dichter hernieder sandten, so bringt eine gleiche Sure hervor und ruft eure Götzen zu Zeugen, so wahrhaftig ihr seid.” Das Gedicht war zur dieser Zeit bei den Arabern sehr hochgeschätzt, sie bildeten zahlreiche verschiedene Dichter aus, man veranstaltete Wettbewerbe und rühmte sich mit dem besten Dichtern. All diese Dichter kamen mit der Absicht zusammen, eine Strophe zu erdichten, die einem der Suren des heiligen Korans gleicht.

Sie wanten sehr viel Mühe für die Strophen auf, die sie dem heiligen Propheten Friede sei mit Ihm vorlegen wollten. Doch als sie eine heilige Sure lasen, schämten sie sich ihrer eigenen Strophen und unterließen es, sie dem heiligen Propheten vorzulegen, zumal sie die Redegewandtheit dieser heiligen Sure gut verstehen konnten. Diese bedauernswerten Personen bemerkten bald, dass sie keine Möglichkeit hatten den heiligen Propheten mit Wissen zu besiegen und somit blieb ihnen nichts anderes als die Gewalttätigkeit. Mit Schwerten überfielen sie die Muslims und entschlossen sich den heiligen Propheten zu töten. Doch wie es uns die Geschichte überliefert, gelang ihnen keine ihrer mörderischen Pläne und sie fanden ein elendes Ende. Sie kamen der Aufforderung des Heiligen Propheten nach, indem sie ihre Künste vereinbarten und wenn es ihnen möglich gewesen wäre, auch nur eine kleine Strophe zu erdichten, die derart redegewandt und ausdrucksvoll wäre, würden sie es dem Heiligen Propheten boshaftig mit aufständischem Krach vorgelegt haben. Diese Boshaftigkeit würde von Mund zu Mund überliefert sein und in der Geschichte seinen Platz gefunden haben. Ihre diesbezügliche Resignation ist ein Beweis dafür, dass der heilige Koran nicht das Wort eines Menschen sein kann.

Frage:

Es ist möglich, daß den Dichter außerhalb Mekkas die Auffordenung des heiligen Propheten und die Suren die sinngemäß “Sag auch Ähnliches” aussagen, nicht bekannt war. Es ist auch möglich, daß Angebote wie Rang und Ruhm, oder ähnliche Abkommen, sie davon abhielt der Aufforderung nachzukommen. Vieleicht haben sie am Anfang, dieser Auforderung keinen Wert geschenk und als der heilige Prophet sich stärkte und viele Menschen sich um ihn sammelte, hatten sie nicht den Mut dazu zu antworten. Oder die wertvollen Dichter können auch aus Sorgen für ihren Lebensunterhalt keine Zeit für eine derartige Aufforderung gehabt haben. Auch kann es eine angemessene Antwort gegeben haben, die aus verschiedenen Gründen in Vergessenheit geriet. Zum Beispiel können die Muslims, die eine lange Zeit über drei Kontinenten herrschten solch eine Antwort vernicht haben. Oder sie ist im laufe der Zeit von selbst vergessen worden.

Antwort:

Im ersten Teil unseres Buches haben wir Antworten auf verschiedene Zweifel gegeben Das, was ALLAH, der Erhabene, seinem Brauch gemäß erschaft, nämlich das, was der Mensch mit seinen Sinnesorganen und seinen Erfahrungen warnehmen kann, bleibt eine Tatsache, auch wenn es nicht immer mit dem Verstand zu erfassen ist. Kenntnisse die mit den Sinnesorganen wahrgenommen werden sind dieser Art. Nun wollen wir genauer auf die oben erwähnten Zweifel eingehen. Ein Prophet beweist seine Prophetengabe, indem er ein Wunder tut und die Menschen auffordert ein gleiches zu tun. Tritt niemand hervor der dieser Auforderung entspricht, stellt sich heraus, dass diese Person ein Prophet ist. Daran ist zu glauben und alles andere was später behauptet wird, ist unsinn. Die Behauptung, dass sie die Aufforderung als unwichtig ansahen, später aber keinen Mut aufbringen konnten, ist sehr unangebracht. Eine derart schwere Tat zu vollbringen ist lobens und ehrenswert. Wer würde eine solche Möglichkeit verpassen wollen. Einer Aufforderung nicht zu folgen, obwohl man dazu fähig ist, weist eindeutig auf die Rechmässigkeit des Aufforderers hin. Wer imstande ist, die Auforderung zu erfüllen, der muss es in die Tat umsetzen, denn nur so gewinnt die Absicht einen Sinn. Hindernisse die in bestimmten Zeiten und Orten auftreten, beweisen nicht, dass sie auch für andere Zeiten und Orte gültig sind. Dies ist eine Tatsache. Es ist ausgeschlossen das eine geschriebene Antwort verborgen blieb. Daraus lässt sich schließen das diese Zweifel unbegründet sind.

Die Religionsgelehrten haben die wunderlichkeit des Heiligen Korans auf verschiedener Weise erklärt. Viele sagten die Dichtung und der Stil des heiligen Korans ist einmalig und wunderbar, weil sie keinem der Dichtungen der arabischen Dichtern ähnlich ist. Dies gilt auch für den Anfang und dem Ende der Suren und für die Prosa bei geschichtlichen Erzählungen. Zwischen den heiligen Versen ist eine Reimprosa vorhanden. Der Heilige Koran ist weder ein Gedicht noch eine Prosa. Obwohl sich beides im Heiligen Koran befindet, gleichen sie jedoch nicht den Worten anderer. Keiner konnte dergleichen hervorbringen. Jemand mit arabischer Sprachkenntnissen kann die Wunderlichkeit des heiligen Korans deutlich verstehen. Kadý Bakillani (gest. 403 n.Hed.) erleuterte, dass die Wunderlichkeit des heiligen Korans von der Redegewandtheit und der Poesie herrührt. Sie ist nähmlich einzig in seiner Art. Andere sagten die Redegewandtheit käme von dem Inhalt her, der über Kenntnisse berichtet, die wir nicht wahrnehmen können. Sowie in der heiligen Sure Rum (Die Griechen) sinngemäß folgendes steht: “Im nächsten Land, aber nach ihrer Besiegung werden sie siegen.” Hier wird schon im vorraus berichtet, daß der römische Kaiser Heraklius in kurzer Zeit die Armee des Perser Königs Huschrew besiegen wird. Diese Prophezeiung erfüllte sich. Auch wir darauf hingewiesen, dass der heilige Koran trotz langwieriger und wiederholender Poesie, sich nirgens im Gegensatz und im Wiederspruch befindet.

Dazu lautet der 81 heilige Vers der Sure Nisa (Die Weiber) sinngemäß: “Und so er von einem anderen als ALLAH, dem Erhabenen, wäre, wahrlich sie fänden in ihm viele Wiedersprüche.” Manche meinen die Wunderlichkeit des heiligen Korans läge im Sinn und es sei den Arabern, die vor dem heiligen Propheten ‘F.s.m.I.’ gelebt haben, möglich gewesen derartige Worte zu sagen, doch ALLAH der Erhabene, habe es ihnen verboten. Sie berichten auf versichiedener Weise wie es verboten wurde. Der sunnitische Gelehrte Ebu Ishak Isferaýný und Ebu Ishak Nizam al-Basri sagten, daß die Angst vom Verlust irdischer Werte, sie davon abhielt.

Der schi’itische Gelehrte Ali Murteda Verfasser des Buches Husniye, (Die Schönheit) sagte ALLAH, der Erhabene, habe ihnen die Erkenntnisse entnommen, so zu schreiben wie der heilige Koran.

Die, die den heiligen Koran als Wunder ablehnen, behaupten das die Redegewandtheit eindeutig sein müsste, da sie aber verschiedenerweise gedeutet wird, es nicht der Fall ist. Als Antwort auf diese Behauptung wurde gesagt, die Verschiedenheit bei der Deutung der Worte zeigt nicht, dass der heilige Koran kein Wunder ist. Der heilige Koran ist mit seiner Redegewandtheit, mit seiner einzigartigen Poesie, mit den vorhersagenden Berichten und mit seiner Wissenschaft, mit Weisheiten gefüllt. Auch die Wunderlichkeiten die wir ihnen vorlegten, weisen auf diese Tatsache. Unterschiedliche Auffassungen und Meinungen der Menschen, so wie auch verschiedene Deutungen, können keinen Beweis dafür bilden, daß der heilige Koran kein Wunder ist. Wenn jemand einer der Wunderlichkeiten, von denen wir berichteten nicht als wunderlich ansieht, bedeutet dies nicht, dass das Gesamte kein Wunder ist. Die Begabung vieler Dichter ist nicht zur jeder Zeit gleichwertig. Einmal etwas schönes gesagt zu haben bedeutet nicht immer mit der gleichen Schönheit sprechen zu können. Es ist für eine Gesellschaft nicht notwendig alle Eigenschaften seiner einzelnden Mitglieder zu besitzen. Diese Antwort aber trägt den Sinn, dass der heilige Koran im ganzen wunderbar ist und die einzelnden heiligen Verse nicht als wunderbar bezeichnet werden können und dies ist eine falsche Aussage. Wir haben oben bereits berichtet, daß selbst die kleinste Sure wunderbar ist. Obwohl die Aussage, der heilige Koran ist im ganzen in jeder Hinsicht wunderbar und die Suren sind in manchen Hinsicht wunderbar, nicht falsch ist, bildet sie jedoch nicht eine Antwort auf diese Frage. Diese Frage wurde zur Auslegung der Redegewandtheit gestellt, die somit nicht beantwortet werden kann.

Die zweite Behauptung ist, dass die heiligen Gefährten an einigen Stellen des heiligen Korans in Zweifel gerieten und dass Abdullah ibn Mesut ‘Friede sei mit ihm’ behauptet habe, daß die heiligen Suren Fatiha (Die Öffnende), Felâk (Das Morgengrauen), Nâs (Die Menschen nicht dem heilige Koran angehören würden. Obwohl sie die bekanntesten Verse des heiligen Korans sind. Wenn diese Verse die wunderbare Redegewandtheit des heiligen Korans erreicht hätten, würden sie dem heiligen Koran gleichen und niemand hätte ein Zweifel darüber gehabt.

Dieser Zweifel der heiligen Gefährten beruhte nicht auf der Redegewandtheit und Wunderlichkeit einiger Suren, sondern auf ihrer Übermittelungsweise. Da sie von einer Person übermittelt wurden und dies, in der Vermittelungsmethode der Heiligen Spüche keine Bestimmtheit gewinnt, bleiben solche übermittelungen Zweifelhaft. Nur eine übereinstimmende Übermittelung kann ein sicheres Wissen sein. Der gesamte heilige Koran ist mit Übereinstimmung vermittelt worden. Deshalb weiß man mit Bestimmtheit, dass der heilige Koran das Wort ALLAHs, des Erhabenen, ist. Auch bei heiligen Suren, die nur von einer Person übermittelt wurden, wissen wir mit Bestimmtheit, dass sie von ALLAH, dem Erhabenen, an seinem heiligen Propheten gesandt wurden und sie alle die wunderbare Redegewandtheit besitzten. Der Unterschied liegt in den Worten derer, die Zweifel darüber hegen, ob gewisse Verse dem heiligen Koran angehören oder nicht. Dies hat jedoch keine Wirkung auf unser Thema.

Als dritte Behauptung legen sie vor, daß der heilige Koran während dem Kalifat von St. Ebu Bekr Sýddýk zusammen gebracht wurde und dabei ein übermitteltes Vers von einer unbekannten Person, erst dann in den heiligen Koran gelegt wurde, nachdem es durch ein Eid oder zwei Zeugen bestätigt war.

Währe die Redegewandtheit dieser heiligen Verse wunderbar, hätte man sie leicht erkennen können und man würde sich nicht mit Bedingungen wie Gerechtigkeit, Eid und Zeugschaft beschäftigen brauchen.

Antwort:

Diese Bedingungen wurden gestellt um eine rechtmäßige Reihenfolge der heiligen Verse zu erreichen und nicht etwa um zu urteilen, ob ein Verse dem heiligen Koran angehört. Denn der heilige Prophet Friede sei mit Ihm las zu seiner Lebenszeit den heilige Koran und hörte auch anderen beim lesen zu. Es stand fest, ob ein Vers dem heilige Koran angehört oder nicht. Der Eid und die Zeugschaft diente lediglich zur rechtmäßigen Reihenfolge. Auch zeigten sich die heiligen Verse sofort durch ihre wunderbare Redegewandtheit. Es ist nicht Bedeutend, dass ein oder zwei heilige Verse nicht die wunderbare Redegewandtheit aufweisen, da die kürzeste Sure im heiligen Koran aus drei Versen besteht. Somit sind die gesamdten Suren im heiligen Koran wunderbar.

Als Viertes behaupten sie, dass jede Kunst eine Grenze hat, die nicht überschreitbar ist. Zu jeder Zeit gäbe es einen großen Künstler, der sich mit seiner besseren Kunst von den anderen unterscheidet. Es wäre möglich, dass Muhammed, Friede sei mit Ihm, der sprachfertigste und beste Dichter seiner Zeit war, dessen Worte niemand erreichen konnte. Demnach müsste man jedes Kunstwerk, das als beste seiner Zeit gilt als wunderbar bezeichnen, was eine unsinnige Aussage bildet.

Antwort:

Ein Wunder ist eine Tat, die einen besonderen Wert trägt, da sie von den meisten Menschen, die zur Zeit des Wunders lebten nicht getan werden kann. Auch muss es von denjenigen, die sich damit beschäftigen einstimmig als einzigartiges Wunder, welches von keinem anderen als von ALLAH, dem Erhabenen, besser getan werden kann, bewertet sein. Etwas was nicht derartige Eigenschaften hat, kann nicht als Wunder bezeichnet werden. So war es auch mit dem Zauber zur Zeit des Propheten Moses Friede sei mit ihm Damals war bekannt, dass der höchste Grad der Zauberei, die Vortäuschung verschiedener, nicht vorhandenen körperlosen Dinge ist.

Als der Stab vom Propheten Moses Friede sei mit ihm zu einer großen Schlange wurde, und die erzauberten Schlangen, der dort anwesenden Zauberer, schluckte, bemerkten die Zauberer sofort, dass dies eine Kraft ist, die über aller Menschenkräfte steht und glaubten dem Propheten. Weil aber Pharao keine Erfahrung über die Zauberei besaß, glaubte er das Moses Friede sei mit ihm ein Zaubermeister sei. Zur Zeit des Propheten Jesus Friede sei mit ihm entwickelten sich medizinische Kenntnisse. Ärzte rühmten sich ihrer Fortschritte. Den Ärzten war es damals schon bekannt, daß es nicht möglich ist, einen blind Geborenen die Augen zu öffnen und Tote lebendig zu machen Es herrschte der Glaube, dass dieses nur von ALLAH, dem Erhabenen, erschafft werden kann. Zur Zeit des heiligen Propheten Muhammed Friede sei mit Ihm erreichte die Kunst der Dichtung auf der arabischen Halbinsel seinen höchsten Punkt. Man rühmte sich gegenseitig mit der Redegewandtheit der Gedichte. Sieben Lobgedichte, die von den Dichtern seiner Zeit als die Besten erwählt wurden, hängten sie an die Tür der heiligen Kaaba. Niemand hat ein Besseres als diese es waren schreiben können. Dies wird in den Geschichtsbüchern berichtet. Als Muhammed Friede sei mit Ihm den heiligen Koran verkündete, entstanden viele Meinungsverschiedenheiten. Ein Teil leugnete es ab, dass diese Worte, die Worte ALLAHs, des Erhabenen, sind. Sie starben ungläubig. Ein Teil der Dichter verstanden die wunderbare Redegewandtheit des heiligen Korans und traten in den Islam. Andere wurden, vor dem was sie sahen, wenn auch unwillig gläubig. Diese werden Heuchler genannt. Ein anderer Teil versuchte sich mit wertlosem gekritzel zu widersetzten, womit sie sich aber nur vor Vernünftigen Menschen lustig machten. Zum Beispiel legten sie für die Worte (Vezzariyat-ý zer’an) ihre Worte (Fel hasýlat-i hasden vettahinat-i tahnen vettabihat-i tabhan felakilai-eklen) ein, die sie aber selbst nicht schön fanden und deshalb nicht dem heiligen Propheten Friede sei mit Ihm votrugen.

Andere wiederum versuchten sich kämpfend zu wiedersetzen, sich zu rechen und den heiligen Propheten Friede sei mit Ihm zu töten. Für dieses Ziel setzten sie ihr Leben, das Leben ihrer Familie und ihr ganzes Vermögen ein. Folglich wird eindeutig sichtbar, dass der heilige Koran von ALLAH, dem Erhabenen, gesandt wurde. (Die vorgegebenen Tatsachen ergeben, dass das Wunder von ALLAH, dem Erhabenen, erschöpft wird. Alles wird von ALLAH, dem Erhabenen, erschöpft. Es gibt keinen anderen Schöpfer als ALLAH den Erhabenen. ALLAH der Erhabene erschöpft Anlässe für Seine Schöpfung, wodurch die Ordnung irdischer Angelegenheiten ensteht. Wenn man sich eine Schöpfung wünscht, sollte man sich an den entsprechenden Anlass wenden. Die entsprechenden Anlässe können mit denken, erfahren und errechnen, erkannt werden. Wenn der Anlass für einen Wunsch ausgeführt wird, erschöpft es ALLAH, der Erhabene, wenn Er es ebenfalls möchte. Wunder und Gnadenwirkung sind nicht dergleichen, denn ALLAH, der Erhabene, erschafft sie einmalig ohne Anlass. Indem man sich an Anlässe wendet, passt man sich dem Brauch ALLAHs, des Erhabenen, an. Die Schöfpfung, die ALLAH, der Erhabene, ohne einen Anlass vollbringt, ist ausserhalb Seinem Brauch und einzigartig. Wunder jedoch erscheinen nur bei Propheten, niemand anders kann Wunder zeigen. Die Aussage jemand hätte ein Wunder vollbracht, oder jemand sei durch ein Wunder gerettet worden, beinhaltet, dass diese Person ein Prophet ist. Nicht die Absicht, sondern das Wort ist endscheident. Irgend jemanden als Prophet zu bezeichnen ist Unglaube und diese Aussage führt zur Glaubensabtrünnigkeit. Das Erschöpfen jemanden anderen als ALLAH, dem Erhabenen, zu zuschreiben, (Z.B. Diese Person erschöpfte dieses Werk) zu sagen, führt ebenso zur Glaubensabtrünnigkeit. Ein Muslim sollte sich streng vor solchen gefährlichen Aussagen hütten.

Als Füntes sagen sie, dass die islamischen Gelehrten beim rezitieren und beim auslegen des heiligen Korans Widersprüche aufweisen. ALLAH, der Erhabene, aber teilte mit, dass es im heiligen Koran kein Widerspruch gibt. Hierzu erklärt der 81 heilige Vers der Sure Nisa (Die Weiber) sinngemäß: “Und so er von einem anderen als ALLAH, dem Erhabenen, wäre, wahrlich sie fänden in ihm viele Widersprüche.” Im fünften heiligen Vers der Sure El-Karia (Die Pochende) lautet es (Kel’ýhn il menfus) (Und die Berge gleich bunter zerflockter Wolle). Manche sprechen es aber als (Kessafigl menfus) aus. In dem neunten heiligen Vers der Sure Cuma: (Der Freitag) Lautet es: (Fes’av ila sikrillah) (Dann eilt zum Gedenken ALLAHs) was jedoch von manchen als (Femdu ila sikrillah) rezitiert wird. In dem vierundsiebzigsten heilige Vers der Sure Bakara (Die Kuh) steht: (aleyhimüzzillete velmeskenete) was von manchen als (aleyhimülmeskenete vezzillete) rezitiert wurde. Als Beispiel für die Widersprüche im Sinn des heiligen Korans wird der neunte heilige Vers der Sure Sese (Saba) angegeben, in der (Rabbena ba’id bejne esfarina) steht. Der Sinn dieser Worte ist (O unser Schöpfer! Entferne unsere Bücher von uns). Einige aber rezitiereten sie als (Rabbüna ba’ade beyne esfarina), welches ein Sinn wie (Unser Schöpfer hat unsere Bücher von uns entfernt) trägt. Der Sinn des 115. heiligen Verses der Sure Maide (der Tisch) (Hel yesteti’u Rabbüke) lautet, erhört dein Schöpfer die Gebete. Einige rezitieren es aber als (Heltesteti’u Rabbeke), was den Sinn (Betest du deinen Schöpfer an) trägt.

Antwort:

Diese angegebenen Widersprüche wurden von einzelnden Personen hervorgerufen. Gelehrte der Ausslegungs und Rezitationskunst haben die Rezitation dieser Personen abgewiesen und jene angenommen, die der Übereinstimmung entspricht. Der heilige Prophet Friede sei mit Ihm verkündete in einem heiligen Spruch (“Der heilige Koran wurde auf sieben Buchstaben gesandt. Alle sind heilsam und genügend.”) Widersprüche, die während der Rezitation und der Auslegung hervorgerufen werden, können die Wunderbarkeit des heiligen Korans nicht beflecken, (Mit dem Wort Buchstabe, weist dieser heilige Spruch auf die Rezitation, die Sprache hin. In dem heiligen Koran, der von St. Ebu Bekr zusammengestellt wurde, waren alle sieben Rezitationsweisen vorhanden. Der Kalif St. Osman, Friede sei mit ihm, rief die heiligen Gefährten zusammen und man beschloß mit Einstimmigkeit, neue Exemplare des heiligen Korans nur in der Weise zu schreiben, wie es der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, während seiner Abschiedspredigt rezitierte. Es ist erforderlich den heiligen Koran auf dieser Weise zu rezitieren. (Riyad-un-nasýhýn)[Diese Erkenntnisse sind aus dem Buch “Riyâd-un-nâsihin” (Der Garten der Beräter) entnommen.]

Die Sechste Behauptung: Im heiligen Koran gäbe es Einklänge und Widerholungen, die unnützig sind. Zum Beispiel sei (Inne hazani le-sahirani) ein solcher Einklang. Die Sure Rahman sei ein Beispiel für die Wiederholungen bei der Rezitation und die Erzählungen über Moses und Jesus, Friede sei mit ihnen, sei ein Beispiel für die sinnliche Widerholung.

Antwort:

(Imâm-ý Rabbânî, Friede sei mit ihm, hat in dem Buch (Scher-i mevakýf) ausführlich auf die wunderbare Redegewandtheit der Sure (Hazani ile Schahirani) (Sicher sind die beiden Zauberer) hingewiesen. Wir haben es hier nicht übersetzt.) Bezüglich der Widerholungen sagen wir, dass es unbestritten die beste Weise ist sich einen Sinn zu merken. Ein Sinn verschiedenerweise auzudrücken ist eine Kunst, die den Kennern der Redekunst bekannt ist. Eine Geschichte umfass viele Geschehennisse. Bei den Widerholungen der Geschichten wird jeweils auf ein anderes Geschenniss hingewiesen.

Der heilige Prophet Friede sei mit Ihm zeigte viele Wunder. Mit einem Zeichen seines Fingers teilte sich der Mond in zwei, Steine, Bäume und Tiere sprachen mit ihm und folgten ihm, mit wenig Lebensmitteln sättigte er viele Menschen, zwischen seine Fingern quoll Wasser und er gab Auskunft über Geschennisse der Vergangenheit und der Zukunft. Obwohl nicht alle Wunder mit Einstimmigkeit überliefert wurden, ist doch die Anzahl der einstimmig Überlieferten überwiegend. Diese Wunder wurden, so wie die Tapferkeiten von St. Ali Friede sei mit ihm, die Großzügikeit von Hatemi Tai und die Tyrannei von Neron, von Mund zu Mund überliefert und allgemein bekannt. Dies ist für den Beweis seiner Prophetengabe ausreichend.

Den zweiten Beweis zum Prophetentums Muhammeds Friede sei mit Ihm bildet die Studie über die Eigenschaften, seine guten Sitten und die Weisheiten seiner Worte, vor und nach seiner Prophetengabe. Weder für weltliche noch für jenseitige Angelegenheiten hat er niemals gelogen. Wenn er auch nur einmal gelügt hätte, hätten seine rachsüchtigen Feinde es unverzüglich der ganzen Welt bekannt gemacht. Vor und nach seiner Prophetengabe, sah man niemals eine unschickliche Tat von ihm. Obwohl er weder lesen noch schreiben konnte, (er wurde von niemandem ausgebildet), sprach er klar und lieblich. Dazu sagte er: “Mir wurde Redegewandtheit gewährt”. (nähmlich die Eigenschaft, mit wenigen Worten viel auszudrücken). Für die Verbreitung der Religion ALLAHs, des Erhabenen, hielt er vielen Belastungen stand. Ein heiliger Spruch lautet: “Niemand hat so viel Leid ertragen, wie ich.” Bei der Erfüllung seiner Aufgabe ließ er niemals nach und hielt allen Strapazen aus. Nachdem er seine Feinde besiegte und alle sich ihm unterwarfen, änderte sich Nichts an seinen guten Sitten, seiner Bescheidenheit und seiner Barmherzigkeit. Sein ganzes Leben lang, versuchte er immer die Herzen der Menschen zu gewinnen. Nie sah er sich anderen überlegen. Zärtlich und wie ein Vater behandelte er jedes Mitglied seiner Glaubensgemeinschaft. Wegen seiner grenzlosen Barmherzigkeit wurden die heiligen Verse der Sure Fatr (Die Engel) gesandt: “Lass drum deine Seele in Seufzern für sie nicht hinschwinden.” Und der 6. Vers der Sure Khef (Die Höhle): “Vielleicht nimmst du dir auf ihren Spuren, so sie dieser neuen Offenbarung nicht glauben, das leben aus Gram.”

Um seiner Freigibigkeit eine Grenze zu setzen heißt es in dem 29. heiligen Vers der Sure Isra (Die Nachtfahrt): “Und Öffne sie (die Hand) nicht so weit du vermagst, so dass du getadelt und verarmt dasitzest.”

Er legte niemals Wert auf die trügerischen und vergänglichen Schönheiten der Welt. Nach der Prophezeiung seiner Prophetengabe, boten ihm die Angesehenen vom Stamm Kuraisch Geld und Gut in beliebiger Menge, Frauen und jeden hohen Rang an, damit er auf sein Prophetentum verzichte. Er schenke keinem von ihnen gehör. Armen und einsamen Menschen gegenüber, verhielt er sich sanft und bescheiden.

Wohlhabende behandelte er besonnen und ernst. Selbst während den hoffnungslosten und heikelsten Zuständen, wie bei den Schlachten zu Uhud, Hendek und Hunejn, zog er nie ein Schritt zurück. Diese Haltung zeugt für einen hohen Grad an Tapferkeit und für ein starkes Herz. Ohne dem festen Glauben, daß ALLAH, der Erhabene, ihn schützt, währe ihm ein solche Tapferkeit nicht möglich gewesen, so wie es auch in den 70. heiligen Vers der Sure Maide (Der Tisch) sinngemäß lautet: “ALLAH, der Erhabene, wird dich schützen vor den Menschen.” Obwohl sich die Umstände änderten, änderte er Nichts an seinen guten Sitten und Beziehungen zu den Menschen. Wer die Möglichkeit besitzt gerechte und wahre Geschichtsbücher zu lesen, wird uns besser verstehen können. Alle diese Überlegenheiten können vielleicht einzelnt kein Anlass zur Wunderbarkeit sein, doch sind sie gemeinsam nur bei Propheten vorhanden. Da alle Überlegenheit sich im heiligen Propheten befinden, stärkt es den Beweis, daß er der Prophet ALLAH, des Erhabenen, ist.

Wir empfehlen denen, die mehr über das schöne Leben Muhammeds Friede sei mit Ihm erfahren möchten, das Buch “Kýssas-ý Enbijja” (Die Geschichte der Propheten und das Buch “Mewahib-i ledünniyye” (Hohe Gaben) zu lesen. Dieses Thema wird auch im ersten Katpitel des Buches Se’adet-i Ebediyye und Hilya-as-Sa’ada (Biographie des heiligen Propheten) ausführlich behandelt.

Der dritte Beweis des Prophetentums Muhammeds Friede sei mit Ihm ist der Weg des Imam-ý Fahruddin-i Rasi. Muhammed Friede sei mit Ihm wurde unter einem Volk, das weder die heiligen Bücher kannte noch sich in Naturwissenschaften oder anderen Wissenschaften entwickelte, zum Prophet. Dieses Volk war vom wahren Weg abgekommen. Ein Teil von ihnen waren Götzenanbeter, (sie beteten selbstgemachte Stein und Metall figuren und Menschenfiguren an). Andere machten sich die unsinnigen erlogenen Geschichten der Juden zur Religion. Wiederum ein anderer Teil waren Feueranbeter, die zwei Götter anbeten und mit ihren nächsten Verwandten geschlechtlich verkehrten.

Wiederrum ein anderer Teil, glaubte so wie sie es von den Christen hörten, an die Dreieinigkeit und dass Jesus der Sohn ALLAHs, des Erhabenen, sei. Zwischen derart verrirten Menschen, wurde Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’ zum Propheten. ALLAH, der Erhabene, sandte ihm den heiligen Koran, der die guten Eigenschaften von den schlechten und die guten Taten, die zum Gück führen, von den schlechten, die zum Unheil führen, trennte. Er gab den wahren Glauben und die richtigen Gebete bekannt. Die, die ihm glaubten, wurden mit Glaube und Gebete gesegnet und die Menschen wurden von den falschen Religionen befreit. Den Sieg den ALLAH, der Erhabene, Ihm gelobte, erreichte Er, indem Er in kurzer Zeit seine Feinde besiegte. Die Menschen wurden von den Tyrannen und Ausbeutern befreit. Falsche, zwieträchtige und aufhezende Worte fanden ein Ende. Die Sonne der Einheitsbekenntnis und der Mond der Erhabenheit erleuchtete jeden Ort. Das ist die Bedeutung des Prophetentums. Der Prophet verschönert die Sitten der Menschen. Er ist ein hervorragender Mensch, der den Menschen das Heilmittel für Herz und Seelenkrankheiten verteilt. Viele Menschen sind Geiseln ihres Ichs. Ihre Seelen sind erkrankt und sie brauchen eine Heilkraft, die ihre Seelen und ihre Moral heilt. Die Religion, die Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’ verkündet ist ein Heilmittel für diese kranken Menschen. Sie reinigt die Herzen von jederlei Verderbniss und Schlechtem. Diese Eigenschaften weisen eindeutig darauf hin, daß Muhammed ‘Friede sei mit Ihm’ der Prophet ALLAHs, des Erhabenen und der größte aller Propheten ist. Imam-ý Fahrüddin Rasi berichtet in seinem Buch (El-Metâlib-ül-aliyye), dass diese Eigenschaften einer der eindeutigsten Beweise für die Prophetengabe Muhammed, Friede sei mit Ihm, ist. Zum Beginn unseres Buches legte ich ihnen die Bedeutung des Prophetentums dar und berichtete, daß die Prophetengabe von Muhammed, Friede sei mit Ihm, bei niemandem anderen auftrat. Somit wird verstanden, dass er allen anderen Menschen überlegen ist.

Seine Überlegenheit ist auch mit seinen Wunder zu beweisen. Doch dieser ist dem Weg der Philosophen ähnlich. Der Auszug verschiedener Beweise ist: Damit der Mensch im Dies als auch im Jenseits glücklich sein kann, ist es nötig, die Vorschriften ALLAHs, des Erhabenen, zu beachten.

Der Zweite Teil unseres Buches endet hiemit. Somit wurde bewiesen, daß der Weg der alten griechischen Philosophen falsch ist und diejenigen, die ihre falschen Bücher lesen, falsche und verdorbene Religionskenntnisse erwerben und somit ins ewige Unglück gestürzt werden.

989                                                  1581
nach Hed.                                            n.Chr.

Ahmed bin Abdül-Ehad      

 

ANTWORT AUF DIE VERLEUMDUNGEN
EINES UNWISSENDEN IN DER RELIGION

Unser heiliger Prophet sagte: “Jedes neugeborene Kind wird mit der ursprünglichen natürlichen Anlage zum Islam geboren; erst seine Eltern machen es zum Juden oder zum Christen.” Aus diesem Spruch des Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, kann man schließen, dass man den Kindern die islamische Religion lehren muss. Ihre reinen Seelen sind begabt und so beschaffen, sich zum Islam zu bekennen. Das Kind, das nichts vom Islam gelernt hat, missversteht den Islam, indem er sich durch Lügen und Verleumdungen von Gegnern des Islam täuschen lässt. Er glaubt sogar, dass der Islam etwas Böses und fortschrittfeindliches sei. Wenn ein Unwissender, der keine religiösen Kenntnisse besitzt und den Islam nicht recht versteht, in die Falle der Feinde des Islam geratet, kann er den Islam als etwas ganz anders ansehen und zum Opfer der erfundenen Anschwärzungen und der ihm eingeprägten schädlichen Meinungen werden. Somit findet er in seinem Leben keinen Frieden und kein Glück. Im Jenseits bekommt er ewige Qual und Marter.

Jeder Moslem und auch jeder Mensch sollte wissen, welche gemeinen, ekelhaften Anschwärzungen und Verleumdungen die Feinde des Islam erfunden haben, um die Jugend täuschen zu können. Ein Ausweg um, sich nicht durch diese Verleumdungen und Lügen täuschen zu lassen und dadurch nicht ins Unglück zu geraten, ist die Erhabenheit des Islams im Vergleich zu anderen Religionen, dessen Dienst und Wohltat zu Wissen, Technik, Moral und menschlicher Gesundheit und dessen Aufforderung zum tüchtigen Arbeiten, Fortschreiten, Zusammenkommen und Einanderlieben gut zu verstehen. Ein Vernünftiger, der den Islam gut verstanden und recht begriffen hat, lässt sich durch die Anschwärzungen der Feinde des Islam nicht täuschen. Er hat deshalb mit ihnen Mitleid, weil er sieht, wie unwissend sie in Religion und Wissenschaft sind und wie sie betrogen wurden. Er betet zu ALLAH, dem Erhabenen, dass Er sie recht leiten und von diesem Unglück retten möge.

Zugänglich wurden uns einige Seiten, die von einem irrgeführten Unwissenden in der Religion unverschämt und mit dem Zweck niedergeschrieben wurden, seine schädlichen Meinungen überall zu verbreiten und dadurch auch gute Menschen zu verderben, indem er seine Seelenkrankheit, die zum ewigen Unglück führt, auf andere überträgt. Einige können diese Schriften, welche dem Rechten, Guten und Erhabenen widersprechen, für wesentlich, und wissenschaftlich halten, und sich durch sein Ruhm täuschen lassen. Mit dem Bedenken in bezug auf diese Gefahr finden wir es geeignet, einige von diesen gemeinen Anschwärzungen zu widerlegen. Nachdem die Jugend mit reinem Gewissen und reiner Seele die unverschämten, erfundenen Worte und die dementsprechende Wahrheit in den folgenden zwölf Punkten durchgelesen hat, wird sie die Taktiken und Fallen der Feinde des Islam erblicken und Ungläubige mit böser Seele und Absicht besser erkennen:

1. Er schreibt: “Die islamischen Prinzipien und Methoden, die über das soziale Leben herrschen seien Schranken, die den Fortschritt der Gesellschaft verhindern.”

Antwort: Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, sagte: “Arbeitet für euren irdischen Verdienst so, als würdet ihr nie sterben.” Eine von Imam-ý Münawi, einem Hadithgelehrten, überlieferte heilige Hadith lautet: “Al hikmatü dâl’latü’l mü’min”. D.h. “Die Naturwissenschaften sind ein Eigentum des Moslems, das er verloren hat. Er soll es dort erwerben, wo er es findet.” Alle Wissenschaftler, ob Feind oder Freund, teilen übereinstimmend mit, dass die islamische Religion die Entwicklung der sozialen Gesellschaften unterstützt und dass sie das unentbehrliche Licht der Zivilisation ist. Lord Davenport, einer der englischen Lorde, schreibt in seinem Buch “St. Muhammed und Koran” (in London gedruckt, 2. Teil, 2. Kapitel erste Seite) umfassend, dass der Islam den Völkern als Vorbild für ihren Fortschritt und ihre Entwicklung diente. Seine folgende Äusserung ist sehr bedeutend: “Außer den moslemischen Völkern gibt es kein anderes Volk, das das Wissen und die Bildung so hochschätzt.”

Kiris Taylor, Prof. für Geschichte an der Technischen Universität Texas in Amerika, hielt 1972 einen Vortrag. Dabei sagte er der Islam sei die Quelle der Anregung und der Entwicklung zur europäischen Renaissance, die Moslems, die sich in Spanien und Sizilien niedergelassen hatten, legten die Grundsteine der technischen und modernen Errungenschaften von heute. Er setzte fort: “In der Technik Forschritte zu machen hängt davon ab, dass man sich in Chemie, Medizin, Astronomie, Marinenwesen, Geographie, Kartographie und Mathematik gut entwickelt. Diese Kenntnisse wurden von den Moslems über Nordafrika und Spanien nach Europa übertragen. Wie hätte es die heutige, moderne Presse gegeben und wie hätte diese Dienst geleistet, wenn die Moslems damals ihre Erfahrungen nicht auf dem sogenannten Pergament-Papier und Papirus niedergeschrieben hätten?” Die Pakistaner Zeitschrift “die islamische Welt” vom 26.9.1972 entnommen. Diese Tatsache darf man doch nicht durch die Vorwände, Verleumdungen eines unwissenden, unmoralischen Feindes des Islams vertuschen, der nichts als ein “trockenes” Etikett im Wissen vorweisen kann. Dazu passt unser berühmtes Sprichwort: “Die Wahrheit kommt immer ans Licht.”

2. Er sagt: “Der Staat muss sich von der Unterdrückung der Religion befreien. Es ist notwendig im Land das laizistische Staatssystem einzuführen, damit die westliche Zivilisation erreicht werden kann.”

Antwort: In der islamischen Geschichte gab es demokratische Staaten, die auf wissenschaftlichen und moralischen Grundsätzen, auf Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit beruhten. Denn die islamische Anordnungen hindern politische Betrüger, die staatlichen Angelegenheiten zum Spiel machen. Die Kapitalisten, Diktatoren und Kommunisten sehen ein solches freies System als ein Hindernis dafür an, ihre eigenen Grausamkeiten und Unsittlichkeiten auszuführen. Mörder, Diebe und Unaufrichtige, halten die Gerechtigkeit und die Strafgesetze für eine Haft und eine Schranke. Es lohnt sich nicht, über die Unwissenheit und Ignoranz eines Ungläubigen zu sprechen, der den Begriff “Laizismus” als den Feind des Islam ausnutzt und hinter diesen Worten den Islam zuzerstören versucht. Er hegt die Absicht, nicht die Religion von dem Staat zu trennen, sondern die Religion abzuschaffen. Sie suchen die Entwicklung und den Fortschritt des Staates und des Volkes nicht in dem Wissen der Technik, dem Fleiß und der Moral, sondern darin, den Islam, der all diese herrlichen, leuchtenden Prinzipien enthält, abzuschaffen, und beneiden die Sittenlosigkeit, den Schmutz und den Egoismus vom Westen, solche besitzen weder Vernunft, noch Wissen, noch Schamgefühl.

3. Er behauptet: “Sie hoffen es, das Volk in die Lage zu bringen, auf ihre Rechte zu verzichten, indem sie das Gewissen des Volkes durch die Lehre der Ergebenheit einschläfern. Somit verteidigen sie mit dem Vorwand “den Kommunismus zu verhindern”, die Mentalität der Sklaverei und die Gedanken über das jenseitige Leben. Jedoch ist die Ergebenheit des Volkes ein Mittel zur Ausnutzung. Die Verteidiger des Islams treiben Propaganda über diese Lehre.”

Antwort: Es gibt keinen selteneren Unsinn als zu sagen “die Ergebenheitsphilosophie des Islams.” Wir erklärten im 3. Kapitel Die islamische Religion und andere Religionen” des Buches “Islam und Christentum”, was Philosophie bedeutet und, dass der Islam nicht erlaubt zu philosophieren. Diese falschen Worte weisen daraufhin, dass der Verfasser keine Kenntnisse über den Islam und die Philosophie besitzt und Feindschaft gegen den Islam mit den gelernten Wendungen leistet, deren Sinne er nicht weiß und sie zu verbreiten versucht. Die Feinde des Islam leisteten jahrhundertelang ihre Tätigkeiten gegen den Islam hinter der Maske der Geistlichen. In unserer Zeit wird eine andere Taktik angewendet. Sie leisten diese Angriffe als Spezialist und Künstler. Ihre berufliche, amtliche Stelle, die allgemein beliebt ist, nutzen sie dafür aus. Die Lügner, die sich als Wissenschaftler ausgaben mit dem Zweck, die Moslems zu täuschen und ihre der Naturwissenschaft widersprechenden Worte als echte naturwissenschaftlich bekanntzumachen, werden Fanatiker der Naturwissenschaften genannt. In Wahrheit loben die Ergebenheit nicht nur islamische Moralbücher, sondern auch religiöse Moralbücher anderer Völker. Die Ergebenheit heißt nicht, wie dieser fanatische Akademiker behauptet, seine Rechte aufzugeben oder in Faulheit zu leben, sondern sich mit seinem Verdienst mit voller Genugtung abzufinden, sich mit seinem Recht zu begnügen und auch die Rechte anderer zu beachten. Das macht einen nicht untätig sondern regt ihn an fortzuschreiten. Der Islam verteidigt auch die Sklaverei nicht, wie dieser Fanatiker behauptet. Im Gegenteil befiehlt er, Sklaven zu entlassen. Sklaverei gibt es nicht im Islam, sondern in der Diktatur und im Kommunismus. Die Existenz des jenseitigen Lebens wird von den Heiligen Schriften und den Propheten, deren Wundertaten mit erlebt wurden, mitgeteilt und der menschliche Verstand, sowie das reine Gewissen die Wissenschaft und Technik können diese Tatsache nicht ableugnen. Was dieser irregeführte Ignorant gesagt hat, ist nichts als ein sentimentaler eigensinniger Unsinn. Es hat auch weder eine Quelle noch eine wissenschaftliche, technische Unterstützung. Durch den Glauben an das jenseitige Leben nach dem Tod, erreichen soziale Gesellschaften und Länder sozial rechtliche Ordnung, Gerechtigkeit, Liebe und Einigung. Der Unglaube führt zum Wagabundenleben, zur Unverantwortlichkeit, zur egoistischen Haltung, zum Auseinandergehen, zur Trennung und zur Feindschaft. Es ist immer vorteilhaft, an nützliche Dinge zu glauben. Sich davon, was nicht zu beweisen oder nachzuweisen und unnützlich ist, fernzuhalten, ist vernunftmäßig und nötig. Der Islam verbietet es, dass man sich seine Rechte wegnehmen lässt. Jeder Missbrauch und sich selbst zu schaden sowie dies zu bewilligen ist eine Sünde. Seine Rechte nicht zu verteidigen oder sich betrügen zu lassen ist auch nicht religiös erlaubt. Im Islam findet die Ignoranz, die Faulheit und einem Betrug gegenüber nicht auf sein Recht zu bestehen, keine Rechtfertigung, sondern ist ein Vergehen. Folgendes Sprichwort ist bekannt: “Wer sich nicht um seinen Schaden kümmert, dem soll man nicht helfen.” Wie kann der Islam in diesem Fall den Missbrauch genehmigen oder bewilligen? Wie kann ein ausgebildeter Mensch mit reinem Gewissen wagen, davon zu reden? Hat dieser Unwissende von den koranischen Versen und verschiedenen heiligen Hadithen, welche über Menschenrechte berichten, nie etwas gehört? Nicht davon gewusst und gehört zu haben kann für ihn nicht als eine Rechtfertigung gelten!

4. Er behauptet: “Der Orient wurde durch das Opium der Religion eingeschläfert. Ein Gläubiger zu sein ist eine Gefangenschaft”

Antwort: Jeder Geschichtsleser ist sich darüber im klaren, daß in der islamischen Zivilisation aktive, tüchtige, gerechte und heldenhafte Völker hervortraten und auch sind ihm die Vorzüge der Gefährten des heiligen Propheten bekannt. Tausende Vorbilder, Dokumente und über Millionen Werke darüber sind geschieben worden. Es ist schade, dass der Blinde nicht imstande ist, die Sonne zu sehen. Ist die Sonne schuld daran, daß der Blinde sie nicht sehen kann? Kann es irgendeinen Wert haben, daß ein Unwissender und Irrgeführter die erhabene Religion angreift die, die Quelle der Zivilisation und des Friedens ist und die von jedem Vernünftigen und Ausgebildeten, ob Freund oder Feind des Islams, bewundert wurden? Worte und Schriften widerspiegeln die Absicht des Verfassers. Viele Menschen geben zu, dass sie sich am meisten über die schlechten Eigenschaften anderer aufregen, die sie selbst auch besitzten. Ein Sprichwort lautet: “Ein Tongefäss kann nur das durchlassen, was in ihm ist.” Die Worte und die Rede des Gemeinen sind auch gemein wie ihr Besitzer. Derjenige, der mit diesen gemeinen Worten angeredet wird, gleicht einer Perle, die in den Schmutz gefallen ist. Es ist nicht erstaunlich, dass ein böser Mensch den Islam angreift. Was einen wahrlich verblüfft ist, dass man solche unsinnigen, unpassenden Worte und Anschwärzungen für wahr hält und sich somit täuschen lässt. Es lohnt sich nicht, diese Verleumdungen zu beantworten.

Es ist unmöglich, dem Blinden das Vorhandensein der Sonne zu erklären. Es ist